Beifang vom 21.03.2017

“Wer ist eigentlich meine verrückte Nachbarin?”

Pottwal-Gangs überfallen Fischkutter.” Enthält die bemerkenswerte Formulierung “… und dann ziehen die Pottwale die Fischer ab.”

Noch eine Rezension zu Gerhard Henschels “Arbeiterroman”. Ich lese gerade den vorvorigen Band (“Abenteuerroman), habe dann noch den Bildungsroman vor mir und lande erst später im neuen Band, der hier aber schon bereitliegt. Ich möchte die Lektüre aller Martin-Schlosser-Romane noch einmal nachdrücklich empfehlen, es ist ein einzigartiges literarisches Projekt, es sind Bücher zum Reinlegen, gefährliche Suchtmittel und dazu ein Vergnügen erster Klasse. Besonders für (westdeutsche) Menschen, deren Geburtsjahr nicht dramatisch weit von dem Gerhard Henschels entfernt ist, ergibt das Lesen außerdem manchmal geradezu unheimliche Zeitreisen. Mir sind plötzlich Lehrernamen wieder eingefallen, die ich vor vielen Jahren gut wegsortiert hatte, das sind doch ganz erstaunliche Nebenwirkungen eines Romans. Was man alles vergessen und verdrängt hat! Hier kommen Details zurück, man macht sich keinen Begriff. So viele Kleinigkeiten, man denkt zwischendurch unwillkürlich an Kempowski, und da wundert es dann auch nicht mehr, wenn der in den Büchern später vorkommt. Eine Kulturgeschichte meiner Generation, oder doch ungefähr meiner Generation.

Woanders – Mit der Heide, dem Hauptbahnhof, dem Schreiben und anderem

Henschel reist zu Kempowski und Schmidt. So etwas löst einen Habenwollenreflex bei mir aus.

Peter Stamm über das Schreiben.

Am Hamburger Hauptbahnhof soll wieder “aufgeräumt” werden, weil man damit ja bekanntlich alle Probleme löst. Wie die Stadt Hamburg darauf kommt, an Straßensozialarbeit und Obdachlosenunterkünften zu sparen – ach, egal.

Ich habe in Stuttgart eine ganze Reihe von Menschen getroffen, die ich online schon länger kenne, aber noch nie gesehen habe. Manchmal stehen etwas längere Geschichten hinter solchen Begegnungen, etwa hier.

Ein Artikel, der sich gegen kinderfreie Zonen richtet und ebenso fein wie sinnig argumentiert.

Stephan Remmler wird 70. Ja, da staunen jetzt ein paar, ich weiß.

Noch eine weitere schöne Rezension zu Leonard Cohens neuem Album. Alles richtig, es ist ganz groß. Und er hat die Songs im Wohnzimmer aufgenommen – ist das nicht grandios?