Beifang vom 01.09.2017

Bei der GLS Bank habe ich fünf Links zur Landwirtschaft zusammengestellt.

In der NZZ geht es um die Fokussierungs-Illusion. Das weiß man im Prinzip alles, man vergisst es nur dauernd.

Die Welt über das “Birding”. Durch die verbindlich geltende Kalauerpflicht in deutschen Redaktionen natürlich mit der Formulierung “Volkssport Vögeln.” 

Sven Regener im Interview über sein neues Buch. Gleich mal vormerken als Herbstlektüre.

Noch so ein Projekt von jungen Großstadtjournalisten über die deutsche Provinz. Da ist meistens irgendetwas dabei, was mich interessiert, aber allmählich wird es auch Zeit für das Umkehrporojekt. Können jetzt bitte gestandene Lokaljorunalisten kurz vor der Verrentung nach Berlin oder Hamburg fahren und sich in den Szenevierteln umsehen? Und darüber auch so befremdet schreiben?

Für die Hamburger LeserInnen: Bei der Elbmelancholie ändert sich etwas.

Ein Artikel über Shirley Collins und alte Lieder. Bitte mal bei dem dort eingebetteten Video von Mississippi Fred McDowell den Absatz darüber lesen und dann auf Play klicken, dann kriegt man den Blues. Und wie. Und das lasse ich dann auch mal so als Musiktipp für heute stehen. 

Nein, lasse ich doch nicht, es ist ja September! Wir können uns kopfüber in die Herbststimmung stürzen.

Woanders – Mit den Peanuts, unwitzigen Tweets, Werbung und anderem

Wie Franklin zu den Peanuts kam.

André Spiegel hat eine neue Ausgabe von “Keiner davon ist witzig”. Immer lesenswert.

Ich freue mich übrigens sehr, wenn hier noch ein paar für mich abstimmen – oder für eine der Damen natürlich. Es ist wie bei allen Wahlen, so etwas lebt vom Mitmachen.

In Hamburg soll es auch einen Unverpackt-Laden geben. Finde ich gut.

Über Werbung in Blogs. Es bleibt kompliziert. In diesem Blog wird Werbung weiterhin ab und zu stattfinden, wobei mich bei Testaktionen die Produkte schon ausdrücklich interessieren müssen – oder ein anderes Familienmitglied.  Davon abgesehen ist das hier natürlich quasi eine Dauerwerbesendung für die GLS Bank, und dazu kann ich nach wie vor mit Begeisterung stehen.

Zur Büchernot blinder oder schwer sehbehinderter Menschen.

Ein Interview mit dem Autor Peter Härtling.

Das hier gekocht, was überraschenderweise wirklich saugut schmeckte. Das klingt vielleicht gar nicht so, wenn man die Überschrift liest – aber das lohnt sich.

Auch sehr schön: Peter Kümmel über Matthias Brandt über Sautet und Piccoli/Schneider. Es gab ja tatsächlich eine Zeit, der Herr Brandt ist nur ein paar Jahre älter als ich, da haben wir damals als jugendliche und vollverpickelte Möchtegernintellektuelle diese französischen Filme gesehen und gedacht, dass wir auch einmal so werden, bald sogar, dass wir genau diese Art Erwachsene sein werden: mit der unvermeidlichen Zigarette im Mund und dem Glas in der Hand  abends geistreich mit Freunden über Liebe redend, beruflich womit auch immer ungeheuer erfolgreich und stets neben einer berauschend schönen Frau, deren Tiefe und Geheimnis man nie ganz auf die Spur kommt, aber das macht dann nichts, das ist dann eben die eigentliche Geschichte, das ist dieses gewisse schmerzhafte Element, ohne dass alles zu leicht und zu flach ist, wir sind ja nicht in Hollywood, es darf schon etwas geistreicher sein. So ging das doch, diese Vorstellung. Und das mit den Zigaretten und dem Alkohol, das hat eine Weile auch ganz gut geklappt, das war sogar ziemlich einfach. Mit dem Rest war es dann deutlich komplizierter.

Menschen, die begeistert traurige Musik hören, sind einfühlsamer, schöner, intelligenter, eloquenter und auch einfach netter als andere, sie können außerdem wesentlich besser kochen, tanzen und vermutlich auch angeben. (der Schreiber dieser Zeilen dreht entschlossen Element of Crime lauter)

Und für alle, die sich momentan etwas hängenlassen:

Wer noch nicht ganz so tief unten ist und dennoch etwas Herzeleid pflegt: Dem Wetterbericht nach zu urteilen ist heute vermutlich der perfekte Tag für dieses Lied:

Und die Herzdame und ich hatten gestern den immerhin zwölften Hochzeitstag, wozu Bernd Begemann, mit seinen Songs ein Begleiter unserer Beziehung vom ersten Tag an, das Ständchen mit dem passenden Text bringt. Zwölf Jahre verheiratet, sechzehn Jahre zusammen. Wir kommentieren das liebestrunken in norddeutscher Begeisterung: “Läuft.”