Beifang vom 15.11.2017

Bei der GLS Bank habe ich fünf Links zu Klima und Konsum zusammengestellt.

Ein Text über die Entfremdung von der Natur, es geht vor allem um Kinder. Interessant besonders der Absatz zur Natur in der Sprache: “Die Entwicklung macht sich auch in unserer Kommunikationskultur bemerkbar, denn Naturbegriffe verschwinden auch aus Songtexten, Romanen und Filmen, wie eine im März erschienene Studie feststellte. 6000 Liedtexte und ebenso viele Romane und Drehbücher hatten zwei Psychologinnen dafür durchsucht. Ihr Ergebnis: Seit den 1950er-Jahren gehen Vogel-, Baum-, und Blumennamen und andere Naturbegriffe wie Sonnenuntergang aus unserem Sprachgebrauch verloren.” Da mal drüber nachdenken! Oder drüber bloggen, schon klar.

Urban Gardening in Syrien. Kein Hipsterhobby. 

Ich habe “Raumpatrouille” von Matthias Brandt gelesen. Es macht ein wenig Westdeutschlandheimweh und ja, so etwas gibt es auch. Besonders großartig die Geschichte einer gemeinsamen Radtour von Brandt und Wehner, Menschen meiner Generation oder älter werden das sicher lieben. Hier ein wenig mehr zum Buch.

#reading

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Abends lese ich gerade “Der 999.823ste Wunsch” von Brandon Robshaw vor (übersetzt von Britt Somann). Die Söhne (acht und zehn Jahre) sind begeistert, mir gefällt es auch. Es geht um einen Jungen, der eine Million Wünsche frei hat, es geht um diese Wünsche und ihre Konsequenzen. Eines dieser Kinderbücher, die geradezu unwiderstehlich zum Weiterdenken einladen, die Vorstellung dieser Wunschmöglichkeiten treibt mein Publikum hier ziemlich um. Denn man kommt ja von den naheliegenden Spontanwünschen schnell zu moralischen und praktischen Implikationen, wünscht man für sich, für andere, für die Welt? Und was ist wirklich sinnvoll, was macht wirklich Spaß, was bringt wem genau was? Und was hat noch Reiz, wenn man alles hat?

Sohn II: “Das ist das beste Buch, das wir je gelesen haben.”

Sohn I: “Das ist ein gutes und interessantes Buch, etwa für Kinder ab der zweiten Klasse.”

Abends vorgelesen.

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Und nun The Lumineers mit “Sleep on the floor”. 

Woanders – Mit den Peanuts, unwitzigen Tweets, Werbung und anderem

Wie Franklin zu den Peanuts kam.

André Spiegel hat eine neue Ausgabe von “Keiner davon ist witzig”. Immer lesenswert.

Ich freue mich übrigens sehr, wenn hier noch ein paar für mich abstimmen – oder für eine der Damen natürlich. Es ist wie bei allen Wahlen, so etwas lebt vom Mitmachen.

In Hamburg soll es auch einen Unverpackt-Laden geben. Finde ich gut.

Über Werbung in Blogs. Es bleibt kompliziert. In diesem Blog wird Werbung weiterhin ab und zu stattfinden, wobei mich bei Testaktionen die Produkte schon ausdrücklich interessieren müssen – oder ein anderes Familienmitglied.  Davon abgesehen ist das hier natürlich quasi eine Dauerwerbesendung für die GLS Bank, und dazu kann ich nach wie vor mit Begeisterung stehen.

Zur Büchernot blinder oder schwer sehbehinderter Menschen.

Ein Interview mit dem Autor Peter Härtling.

Das hier gekocht, was überraschenderweise wirklich saugut schmeckte. Das klingt vielleicht gar nicht so, wenn man die Überschrift liest – aber das lohnt sich.

Auch sehr schön: Peter Kümmel über Matthias Brandt über Sautet und Piccoli/Schneider. Es gab ja tatsächlich eine Zeit, der Herr Brandt ist nur ein paar Jahre älter als ich, da haben wir damals als jugendliche und vollverpickelte Möchtegernintellektuelle diese französischen Filme gesehen und gedacht, dass wir auch einmal so werden, bald sogar, dass wir genau diese Art Erwachsene sein werden: mit der unvermeidlichen Zigarette im Mund und dem Glas in der Hand  abends geistreich mit Freunden über Liebe redend, beruflich womit auch immer ungeheuer erfolgreich und stets neben einer berauschend schönen Frau, deren Tiefe und Geheimnis man nie ganz auf die Spur kommt, aber das macht dann nichts, das ist dann eben die eigentliche Geschichte, das ist dieses gewisse schmerzhafte Element, ohne dass alles zu leicht und zu flach ist, wir sind ja nicht in Hollywood, es darf schon etwas geistreicher sein. So ging das doch, diese Vorstellung. Und das mit den Zigaretten und dem Alkohol, das hat eine Weile auch ganz gut geklappt, das war sogar ziemlich einfach. Mit dem Rest war es dann deutlich komplizierter.

Menschen, die begeistert traurige Musik hören, sind einfühlsamer, schöner, intelligenter, eloquenter und auch einfach netter als andere, sie können außerdem wesentlich besser kochen, tanzen und vermutlich auch angeben. (der Schreiber dieser Zeilen dreht entschlossen Element of Crime lauter)

Und für alle, die sich momentan etwas hängenlassen:

Wer noch nicht ganz so tief unten ist und dennoch etwas Herzeleid pflegt: Dem Wetterbericht nach zu urteilen ist heute vermutlich der perfekte Tag für dieses Lied:

Und die Herzdame und ich hatten gestern den immerhin zwölften Hochzeitstag, wozu Bernd Begemann, mit seinen Songs ein Begleiter unserer Beziehung vom ersten Tag an, das Ständchen mit dem passenden Text bringt. Zwölf Jahre verheiratet, sechzehn Jahre zusammen. Wir kommentieren das liebestrunken in norddeutscher Begeisterung: “Läuft.”