Ich kolumnisiere hier wieder in erstaunlich fehlerfreiem Englisch.

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Wir lernen eine neue Vokabel: Plastikruste mit einem k.

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Ich lese “Nichtstun” von Billy Ehn und Orvar Löfgren, aus dem Englischen von Michael Adrian. “Eine Kulturanalyse des Ereignislosen und Flüchtigen” – ist das nicht ein toller Untertitel? Ich bin ganz entzückt. Es ist eine eher wissenschaftliche Untersuchung dessen, was der Mensch macht, wenn er nichts macht, ein feines Thema. Ich habe das in letzter Zeit wieder ab und zu gemacht, tatsächlich nichts. Also nicht einmal dieses besinnliche Innehalten, weil man auf eine tolle Idee kommen will oder zu mehr Ausgeglichenheit, was auch immer das ist, nein, ich meine das nackte Nichtstun, das blankblöde Herumsitzen. Auch mal interessant! Wobei es schwer ist, sich dem hinzugeben ohne schon wieder Fragen zu stellen. Was ändert sich denn, wenn man nichts macht? Wenn ich mit dem Machen gerade nicht weiterkomme, komme ich vielleicht mit dem Nichtsmachen weiter oder ist es durch diesen bloßen Gedanken schon im Ansatz versaut und mit Sinn kontaminiert? Ist das eigentliche Nichts nicht sinnfrei? Und schon denkt man so herum und es ist wieder Essig mit dem Nichtstun – aber das darf ich so eigentlich auch nicht sehen, denn ich wollte ja nicht meditieren, ich wollte gar nichts. Währenddessen weht der Vorhang vor dem Fenster sachte hin und her und mehr immerhin passiert nicht. Es ist ein Näherungswert.

Aber, schon klar, es geht auch darum, sich und alles einfach mal auszuhalten. Und ob das nun ein heroisches Unterfangen oder ein läppischer Zeitvertreib ist – richtig Antwort musse feife inne Wind, wie Wiglaf Droste einst sang.

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Ich habe in Berlin noch etwas gesehen, das ich so nicht kannte. Und zwar einen Menschen ohne Beine in einem Rollstuhl, was bis dahin noch nicht seltsam ist, aber der Rollstuhl war eine Art Segway, also auf nur zwei Rädern, er kam mir sehr schnell und wendig vor. Da steht man dann als Mensch aus der Hamburger Provinz und denkt sich anerkennend: Schon toll, was es hier alles gibt.

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Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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