Im Februar gab es aufgrund einer scherzhaften Erwähnung in einem Blogtext tatsächlich Geld für Vogelfutter, das habe ich selbstverständlich wunschgemäß umgesetzt. Dafür danken mit runden Bäuchen: Ringeltauben, Blaumeisen, Stadttauben, Rabenkrähen, Spatzen, ein Zaunkönig (Balkonpremiere), ein Grünfink und Kohlmeisen.

Es gab ferner Geld für wohlriechende Pflanzen, welches ich – wie ein Mensch mit Geduld! – in reichlich Zwiebeln, Knollen und Wurzeln investiert habe, die ich in Kürze, womöglich morgen schon, wie ein Eichhörnchen im Garten vergraben werde, und wie ein Eichhörnchen will ich nach dem Verbuddeln bei einem Teil sofort vergessen, was wo war, auf dass ich in einigen Wochen grünende und blühende Überraschungen erlebe. So der Plan.

Da die letzten Wochen aber wetter- und stimmungsmäßig abscheulich waren, habe ich noch zuzugeben, dass ich dabei größtenteils Zeug gekauft habe, das mir auf meinen normalen Wegen begegnete, also mit anderen Worten Supermarktware. Wenn die jetzt besser funktioniert als das edle Biozeug im letzten Jahr … wie ist es wieder spannend.

Aber nicht alles kam aus dem Supermarkt, wir haben auch, ich erwähnte es neulich schon, die Hochbeete umorganisiert und aufgestockt, wobei Hochbeete ein großes Wort ist, wir verarbeiten da einfach Palettenrahmen. Aber gut, es sind Beete, gar keine Frage. Die Samen, die in die Hochbeete kommen, habe ich jedenfalls wieder bei Jeebel bestellt, keine bezahlte Werbung, ich bin da nur seit Jahren zufriedener Kunde.

Wo ich gerade dabei bin- es sind acht Beete aus Palettenrahmen, dazu kommen noch vier aus ganz einfachen und günstigen Holz-Kompostern und zwei, die tatsächlich altmodisch im Gartenboden angelegt worden sind, das macht also 14 Beete für Gemüse. Diese bestücken wir wie folgt – zwei für Zucchini und Kürbis, eines für Kartoffeln, eines für Rhabarber und Möhren, eines für Pastinaken, eines für Erdbeeren und nein, die sind gar kein Gemüse, schon klar. Eines für Radieschen, eines für Zuckererbsen, eines für rote Melde, eines für Rauke oder andere Salate. Eines für Dill und Schnittlauch, eines für Buschbohnen, eines für Kohlrabi. Dann sind noch einige übrig und das muss auch so sein, denn wenn nichts übrig ist, dann werde ich nervös.

Ich habe außerdem ein Buch von Olga Tokarczuk gekauft, Unrast, und ich weiß, sie hat furchtbar viele Fans, aber ich kann damit gerade überhaupt nichts anfangen. Vielleicht in ein, zwei Jahren noch einmal versuchen? Für Sohn II gab es deutlich handfestere Lektüre “Das ultimative Überlebenshandbuch Outdoor”, er hatte da vom Reiterhof aus Bedarf angemeldet (was machen die da bloß?). Bei Sohn I habe ich einen Teil der Verpflegung während seines Tanzworkshops “Urban Style” vom Trinkgeld bezahlt, nehmen wir einfach an, es war der eher zuckerhaltige Teil, also der Teil, über den er sich mehr gefreut hat.

Die Herzdame und ich konsumierten im Februar mehrfach Kaffee und Mandelkaramelltorte, sogar gemeinsam und ohne weitere Begleitung. Mit Gespräch und so!

Und da beide Söhne total auf Spiele und Rituale mit Bonussystemen stehen, viel mehr als die Herzdame und ich jedenfalls, gab es noch eine größere Menge Pokerchips, die bei uns jetzt eine Weile quasi als Währung gelten. Diese Belohnungsspiele halten nie lange, machen aber doch eine Weile Spaß und funktionieren immer für einige Wochen. Und einige Wochen – wer kann dazu schon nein sagen.

Schließlich habe ich mir noch neue Kopfhörer fürs Smartphone zugelegt, da ich die die alten beim Moby-Dick-Hören tatsächlich komplett verschlissen habe. Und ohne Kopfhörer keine Hörbücher, ne.

Wie immer, vielen Dank für jeden eingeworfenen Euro und auch für jeden Cent! Es war und ist mir und uns jedesmal ein Fest.

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Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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Sie können hier Geld für Zwecke wie oben beschrieben in den nur virtuell vorhandenen Hut werfen, ganz herzlichen Dank!