Links am Morgen

Ich habe das lange nicht mehr gemacht, Linksammlungen zu posten, ich brauchte da nach dem Wirtschaftsteil auch erst einmal eine längere Pause. Es fällt aber gerade so dermaßen viel an, auch abseits der Hauptnachrichten, es ist vielleicht wieder richtig. Wenn es noch eine Weile so weitergeht, und so sieht es ja aus, dann finde ich vermutlich jeden Tag einige bemerkenswerte Meldungen, Artikel etc. Damit sich kein Rückstau bildet, poste ich die fix am Morgen. Wenn Sie sich dafür nicht interessieren, können Sie diese Rubrik einfach auslassen, wie praktisch ist das denn. Und wenn Sie sich nur dafür interessieren, dann lassen Sie eben den Rest aus, es ist ein freies Land. Haha, Scherz. Es war eines.

***

That discomfort you’re feeling is grief. Ich merke das mit dem grief ja vor allem nachts, denn ich kann mich an meine Träume zwar eher nicht erinnern, merke aber doch bei jedem Aufwachen, dass im Hirn gerade Schwerstarbeit geleistet wurde, und wer weiß, am Ende passiert da sogar mehr als am Tag? Mich wundert mittlerweile gar nichts mehr, was übrigens eine empfehlenswerte Grundhaltung ist.

***

Nicht systemrelevant. In diesem Zusammenhang eine ernstgemeinte Frage, ich habe da vermutlich etwas verpasst – gibt es einen Katalog, was alles systemrelevant ist, also aus offizieller Sicht? Bitte gerne kommentieren.

***

Die Zwei-Klassen-Beschulung. Ein wichtiges Thema und, wenn ich nur mal aus dem heraus hochrechne, was mir hier im Umfeld bekannt ist – das Problem ist vielleicht erheblich größer, als man zunächst denkt.

***

Über die Schulen und das Home-Schooling.

***

Jochen doesn’t stay at home, Jochen fährt aus Gründen gerade quer durch die USA, Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5.

***

Ein Leben in der Nachbarschaft

***

Corona im Libanon

***

Was bedeuten Kontaktbeschränkungen für Obdachlose? Man hat das ja vielleicht nicht sofort parat. Aber es ist übrigens nicht alles schlecht: Die Hamburger Tafel hat neue Helfer. In diesem Zusammenhang gibt es noch weitere gute Nachrichten, bei den Hilfen für die Obdachlosen tut sich jetzt auch wieder etwas.  Das Suppenprojekt, das wir hier ein wenig supporten läuft natürlich auch weiter. Vielen, vielen Dank schon einmal für die ersten Spenden, Sie haben sofort Möglichkeiten geschaffen, es ist ganz großartig!

***

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von maximilian buddenbohm (@buddenbohm) am

***

Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

***

Sie können hier Geld in den nur virtuell vorhandenen Hut werfen, ganz herzlichen Dank! Wenn Sie aber den konventionellen Weg bevorzugen und lieber ganz klassisch überweisen wollen, die Daten dazu finden Sie hier.

 

5 Kommentare

  1. Moin. Es gibt so einen Katalog tatsächlich. In dem Kreis in dem ich arbeite (Dithmarschen) lautet er wie folgt: „Zu den kritischen Infrastrukturen nach dieser Verfügung zählen folgende Bereiche: Energie –Strom, Gas, Kraftstoffversorgung etc. (§ 2 BSI-KritisV), Wasser: Öffentliche Wasserversorgung, öffentliche Abwasserbeseitigung (§ 3 BSI-KritisV), Ernährung, Hygiene (Produktion, Groß-und Einzelhandel) –inkl. Zulieferung, Logistik (§ 4 BSI-KritisV), Informationstechnik und Telekommunikation –insb. Einrichtung zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze (§ 5 BSI-KritisV), Gesundheit -Krankenhäuser, Rettungsdienst, Pflege, ggf. Niedergelassener Bereich, Medizinproduktehersteller, Arzneimittelhersteller, Apotheken, Labore, Sanitätsdienste der Bundeswehr (§ 6 BSI-KritisV), Fürsorge -Leistungsangebote der Eingliederungshilfe nach dem SGB IX; stationäre Einrichtungen der Jugendhilfe und ambulante sowie teilstationäre Angebote der Jugendhilfe als notwendige Voraussetzung für die Gewährleistung des Kindeswohls nach dem SGB VIII, Finanzen -ggf. Bargeldversorgung, Sozialtransfers (§ 7 BSI-KritisV), Transport und Verkehr –Logistik für die KRITIS, ÖPNV (§ 8 BSI-KritisV), Entsorgung (Müllabfuhr), Medien und Kultur -Risiko-und Krisenkommunikation, Staat und Verwaltung –Kernaufgaben der öffentlichen Verwaltung (Regierung und Verwaltung, Parlament), Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Justiz, Veterinärwesen, Küstenschutz sowie Grundschullehrkräfte(soweit diese zur Aufrechterhaltung der Notbetreuung im Sinne dieser Verfügung eingesetzt werden), Sonderpädagoginnen an Förderzentren mit Internatsbetrieb, in Kindertageseinrichtungen Tätige und Tagespflegepersonen (soweit diese zur Aufrechterhaltung der Notbetreuung im Sinne dieser Verfügung eingesetzt werden).“ Die dort mehrfach erwähnte Notbetreuung bezieht sich auf die Kinder dieser Personen, die Kita oder die Schulklassen 1-6 besuchen und nicht anderweitig (also auch nicht durch ein Elternteil, das nicht als systemrelevant arbeitend eingestuft wurde) betreut werden können. Ausgenommen sind übrigens Familien, in denen ein Elternteil im Rettungsdienst arbeitet.

  2. Hallo Herr Buddenbohm,
    Zum Thema „Systemrelevante Berufe“ zähle ich, all jene, bei denen es nicht möglich ist, dass ihrer Arbeit fernbleiben, weil dann der Rest der zur Zeit übrig gebliebenen Infrastruktur zusammenbräche:

    – Pflegekräfte
    – Krankenhauspersonal
    – Gesundheitsamtmitarbeiter/innen
    – Menschen im Einzelhandel
    – Busfahrer/innen
    – Abfallbetriebsmitarbeiter/innen
    – Menschen, die die Stromversorgung sicher stellen
    – LKW-Fahrer/innen, die Lebensmittel transportieren
    – Feuerwehr/THW etc.
    – Apotheker/innen
    – Post-/Lieferdienstmitarbeiter/innen

    Das sind die Beispiele, die mir ad hoc einfielen.

  3. Ich bin ein großer Fan von Kikis Blogpost. Systemrelevant sind für mich auch die Menschen, die durch ihre Kunst, ihr Engagement, ihre Ideen dazu beitragen, dass die Menschen hier relativ ausgeglichen und ruhig mit dieser Situation umgehen können. Psychisch stabil zu bleiben, in einer Situation, die so vielen Menschen Angst macht, trägt deutlich zu einer stabileren Situation unserer ganzen Gesellschaft bei. Dazu gehört nicht nur, dass die hier in den Kommentaren genannten Dienste funktionieren, sondern auch, dass wir sehen, dass Menschen durch ihre Kunst und ihre Ideen, die Stimmung im Land positiv beeinflussen und dass sie Menschen zusammenführen können, die sonst mit ihrer Einsamkeit nicht zurecht kommen. Ich möchte mir nicht ausmalen müssen, wie die Stimmung kippt, wenn diese Einflüsse wegfallen.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.