Frau Novemberregen korrespondiert.

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Eine Lehrerin über die Schulöffnungen: “Und soll ich Euch etwas sagen? Ich fühle mich verarscht.” 

Ich fühle mich übrigens auch dezent veralbert, hauptsächlich von der Tatsache, dass jetzt beide Söhne im Schichtbetrieb halbe Schule haben, aber in gegenläufigen und völlig unvereinbaren Rhythmen, so dass jetzt hier alles noch schwieriger, noch komplizierter, noch absurder ist und ein halbwegs geregelter Ablauf quasi gar nicht mehr herzustellen ist, Und ein Kind, das kurz mal in der Schule war, denkt natürlich, dass es damit fertig ist, was soweit nachvollziehbar ist. Es ist aber nicht fertig, es soll danach noch von uns motiviert und beschult werden. Toll! Wirklich ganz, ganz toll.

Und auch wenn ich auf allen Kanälen bemüht bin, Scherze über die Lage zu machen, sei die Anmerkung doch kurz mal gestattet, dass es nicht geht. Home-Office und Home-School gleichzeitig geht einfach nicht, das ist eine Tatsache, und im Grunde ist es eine recht bittere. Man macht nämlich eines davon mit großer Sicherheit schlecht oder gar nicht, man ruiniert wahlweise die Bildungsaufgaben, den Beruf oder die Beziehungen oder auch alles drei gleichzeitig, es kommt ganz auf die Tagesform an. Und es kommt übrigens auch auf die Tagesform an, welchen Schaden man gerade besonders schlimm findet.Variatio delectat, aber gar nicht bei jedem Thema.

Man liest gelegentlich etwas von “Corona-Elterngeld” – und tatsächlich wäre das der einzig vernünftige Ansatz gewesen. Zu retten, ach, zu spät. 

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Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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