Links am Morgen

Etwas Kulturgeschichte, eine Sendung über die Entwicklung des Wartesaals.

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In Kikis Text – natürlich auch lesens- und bedenkenswert! – ein wunderbarer Link zur Wikipedia, da hab ich wieder was gelernt.

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Pulpety gekocht, das fand ich gut. Und mehrere (!) Familienmitglieder auch. Bemerkenswert. 

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Etwas Blues am Montag, passt schon.

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Sie können hier Geld in den allerdings nur virtuell vorhandenen Hut werfen, ganz herzlichen Dank! Sollten Sie den konventionellen Weg bevorzugen und lieber ganz klassisch etwas überweisen wollen, das geht auch, die Daten dazu finden Sie hier. Wer mehr für Dinge ist, es gibt auch einen Wunschzettel. Merci! 

 

Links am Morgen

Vanessa spricht mit Daniel Dreyer, Notarzt und Anästhesist – das fand ich interessant. Ich kann nach wie vor etliche Podcasts nicht ertragen, weil sie mir zu viel verlabert sind und ich nicht verstehen möchte, warum ich mir beliebigen Smalltalk, um den ich schon da draußen eher einen Bogen mache, zuhause als Audiodatei aufrufen soll, also wirklich, es kommt mir einigermaßen verrückt vor, aber dieser hier – zack, auf den Punkt und los geht’s, das mag ich.

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Berlin, so liest man, hört auch auf.

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Nach und nach die ganz und gar großartigen Videos der Sendung von Günter Gaus ansehen und dann auf, nun, kritische Fragen zur jüngeren Kulturgeschichte kommen. Hier etwa eine Sendung aus meinem Geburtsjahr. Sie unterscheidet sich in einem Ausmaß von allen modernen Varianten, ich muss etwa hundertfünfzig Jahre alt sein. Schlimm.

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Links am Morgen

Nur eine Winzigkeit, aber bitte hier den letzten Satz beachten. Ich mag solche Kleinigkeiten, denn am Ende bestimmen sie die Erinnerung.

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Weiterbildung zum Wachstum

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Hier zwanzig Minuten über Nature Writing gehört, das mich gerade vehement interessiert, obwohl oder vielleicht sogar weil ich keine Zeit dafür habe. In der Sendung kommt Wilhelm Lehmann mit seinem bukolischen Tagebuch vor, das liegt hier als Büchereibuch neben mir und muss weg, fällt mir gerade ein. Da ruhig mal reinsehen, es ist ein überaus feines Buch. Auch gut geeignet, um nur mal eine Seite zu lesen, weil sie etwa gut zu einem idealtypischen Septembertag passt. Was nicht vorkommt, das ist Henry Beston mit seinem “Haus am Rand der Welt”, das ist aber auch ein schönes Beispiel des Genres, es hat mir gut gefallen. Man kann daraus auch abends vorlesen, es beruhigt ungemein, ich kann das bezeugen. Erwähnt wird eher am Rande noch ein Sachverhalt, der sicher mehr Platz verdient hätte, dass sich nämlich unsere Welt verkleinert und verengt, wenn wir nichts in der Natur mehr benennen können, wenn wir nichts mehr sprachlich assoziieren können mit den Arten, wenn wir nur noch “Baum” können, und das sind dann alle, egal welche. Unten Stamm, oben Grün, mehr wissen wir oft nicht mehr, um im Herbst dann erst die Erleuchtung, ach guck, das ist ja eine Kastanie. Daneben die Vermutung, dass die Welt sich also erst mit unserem Wissen aufblättert. Oder sagen wir mit unserem Interesse. Da könnte man hervorragend ansetzen und weiterdenken und -schreiben, Weltkenntnis und -sicht und – darstellung. Enorm interessant ist das, auch bei dem “Aufschreiben was ist” könnte man weitermachen, gerade als Bloggerin. Ich habe da auf Eiderstedt einen ganz brauchbaren Ansatz für mich gefunden, dachte ich zwischendurch, aber ich habe ja keine Zeit, keine Zeit, keine Zeit. Es ist ein Kreuz aus Holz von welchem Baum auch immer. 

Ich sehe an Werktagen wenig Natur, viel zu wenig, ich muss mich da beschränken und gucke nur kurz hoch, da ist wieder der Balkon mit den Vögeln darauf. Die Spatzengang auf dem Balkon an den Meisenknödeln – im Grunde ist das eine einzige Dauerschlägerei um Futter, immer feste druff. Von wegen niedlich. Und wenn sie fressen, die lieben Vögelchen, dann picken sie in atemloser Gier und großer Hektik, während andere schon auf dem Balkongeländer lärmend und schimpfend hin- und hertrippeln und äugen, wann da endlich wieder was geht, was da wohl runterfällt und wie viel dann überhaupt noch übrig ist und meins, meins, meins, hau ab da! 

Unter den Knödeln sitzt die immer etwas tantenhaft wirkende Ringeltaube auf dem Balkonboden, linst etwas angestrengt nach oben und wartet, dass sie durch abstürzende Bröckchen bedient wird, was dann auch reichlich geschieht. Sie ist der einzige Vogel, der hier ab und zu etwas entspannt wirkt, vermutlich aber eher durch Übersättigung als durch charakterliche Qualität. Und entspannt wirkt sie auch nur, solange keine normale Stadttaube vorbeikommt. Da hat sie dann doch einige Vorurteile, da ist sie ein besorgter Wildvogel und da gibt es auch mal was auf den Schnabel, vermutlich weil ihr keiner lange genug zugehört hat oder was. Siehe dazu aber auch Blau- und Kohlmeisen, das ist auch so eine Kombination mit Eskalationsgarantie, im Grunde geht es da schon um Clankriminalität. “Ethnisch abgeschottete Subkulturen”, heißt es dazu in der Wikipedia, na – und ob.

Natur ey, hör mir auf. Im Grunde ist das oft gar nicht so schön.

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Berit Glanz über Bilder von der Apokalypse

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Wenn die männlichen Nachtigallen in freundlichen Frühlingsnächten singen, dann trällern sie sich damit ein Weibchen vom Himmel. Oder andersherum, die weiblichen Nachtigallen, die etwas später als die männlichen nach Norden ziehen, überfliegen im Schutz der Dunkelheit mehrere vorausgereiste Sänger und erwählen lauschend den richtigen, den allerbesten, den bemühtesten Musiker. Die letzten Nachtigallen, die man dann Ende Mai noch mit wachsender Intensität singen hört, die sind leider Single geblieben, die letzte Nachtigall singt vom größten Drama. Wer jetzt kein Nest hat, baut sich keines mehr …  Davon habe ich in einem Feature gehört, Stadt der Nachtigallen – Berlins Perfekter Sound. Da geht es um das gleichnamige Buch von David Rothenberg, es ist auch für Nichtberliner wie mich allemal interessant. Der Herr Rothenberg ist Philosoph und Musikwissenschaftler und studiert die Musik, die andere Arten auf diesem Planeten machen, abseits der Charts der Menschen. Es ist alles ganz wunderbar verschroben und ich wurde beim Hören etwas neidisch auf seine Profession, das war aber nicht unangenehm. So ein schönes und irgendwie genau richtiges Ausmaß an Verschrobenheit – das kann man ja auch inspirierend finden.

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Auf einer gewöhnlichen Bank: Eine neue Kolumne von mir beim Goethe-Institut.

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David Graeber wollte ich seit Jahren lesen, nach den Nachrufen noch dringender.

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Über Özden Terli, den Sie vielleicht aus dem Fernsehen kennen. Ich kenne ihn mangels Fernsehkenntnissen nicht, aber der Artikel ist dennoch interessant.

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