Nur ganz kurz. Am letzten Sonnabend war ich in der Innenstadt, also in der Gegend, die von Reiseführern und Touristen hier als Innenstadt verstanden wird. Ich gehe da ziemlich oft hin, oder eigentlich eher nur durch. Ich will da gar nichts, ich will nur Strecke machen, also gehe ich durch die Einkaufsstraßen zum Rathaus und zurück. So in etwa.

Ich habe dann später nachgelesen, in mehreren Hamburger Medien, dass die Stadt, gemeint war wieder die Innenstadt, an diesem Tag “mäßig voll” gewesen sei. Zitiert wurden da Menschen vom City-Management oder vom Einzelhandelsverband oder von Gott weiß was, ausgedrückt war jedenfalls nicht die Meinung einer Reporterin oder sonst eines Menschen, der da vor Ort war. Es war nur ein Zitat. 

Und es ist so – das stimmt nicht. Die Stadt war vielmehr knüppelvoll, pickepackevoll, bummsvoll. Sie haben vielleicht in Ihrem Dialekt oder in Ihrer Szenesprache auch einen handlichen Ausdruck dafür, wenn es vor Menschen nur so wimmelt und man sich unweigerlich auf die Pelle rückt, sicher haben Sie das. Sardinendosenvoll. 

Jetzt könnte man das natürlich auf die Stunde zurückführen, die ich da gesehen habe, vielleicht war es ja die einzige, in der es so voll war, der Rest des Tages war eher ruhig. Oder genau nur die eine Stelle war dermaßen voll! Nur immer da, wo ich gerade ging, da war was los. Na ja. Was man sich so vorstellen kann.

Hier bitte eine selbst ausgedachte und längere Medienkritik einfügen, auch gerne eine Klage über Reportermangel und kleingesparte Redaktionen, die sich nicht mehr um alles kümmern können, ich habe heute keine Zeit dafür. Aber: Passt schon. 

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Und hier noch ein Song der einen ganz wunderbaren Texteinstieg hat. Das ist ein schönes Bild, das mit dem Korb. So wollen wir es halten.



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