Man kann wenig machen, also haben wir die Söhne zu täglichen Spaziergängen oder zu kleinen Radtouren verdonnert, Jugend braucht Bewegung. Also im Grunde brauche ich die, aber man muss pädagogisch gute Absichten vortäuschen, wo immer man nur kann. 

Wir fuhren heute in die Hafencity, wo Sohn II mit seinem Mountainbike Sachen machte, bei denen die Herzdame lieber nicht hinsah und der Sohn in Erinnerung an unsere früheren Touren zu zweit endlich einmal den schönen Satz sagte: “Mit Papa ist das kein Problem.” Habe ich dieses Erfolgserlebnis auch einmal eingesammelt. Aber darum geht es nicht.

Es geht um dieses Foto, gucken Sie mal. 

 

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Ein Beitrag geteilt von maximilian buddenbohm (@buddenbohm)

Das Bild habe ich auf dem Weg von einer Brücke aus gemacht, die Baakenhafenbrücke war es, wenn ich das richtig im Kopf habe. Kurz hingeguckt, spontan gebremst und abgedrückt, die Aussicht sah irgendwie so nach Instagram aus. Auch Sohn II hielt, guckte hin und fand dann eine Definition für diesen Bildausschnitt, die ich sowohl mit Ihnen als auch mit seinem Einverständnis teilen möchte, sie ist nämlich ebenso schön wie sinnig: “Das ist eine Gewürzgurkenaussicht”, so sagte er. “Das ist schön und hässlich zugleich. Und so ähnlich ist es ja bei Gewürzgurken auch, die sind lecker und grässlich zugleich. Man kriegt es nicht genau heraus und isst mehr oder guckt mehr hin.”

So ist es wohl. In diesem Sinne werden ich die Hafencity vielleicht nur noch als Gewürzgurkensiedlung bezeichnen. Das macht sie auch gleich etwas bodenständiger, was ihr gewiss nicht schaden kann.  

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