Links am Nachmittag

Employees Are Quitting Instead of Giving Up Working From Home”. Ich habe jetzt die erste Woche Home-Office ohne Kinder hinter mir, das war auch interessant. Die Herzdame und ich haben gemerkt, dass wir jetzt ab und zu mittags gemeinsam zum Essen rausgehen können, das ist eine ganz neue Form der ehelichen Vergnügung für uns. Wir bleiben also dran, da gibt es noch mehr zu entdecken, glaube ich. 

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Über das künftige Tragen von Masken

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Ich mochte diese Sätze bei Frau Novemberregen sehr: “Sie wissen, dass ich den Kleiderkauf während der Pandemie verweigere, weil ich nicht weiß, wer ich nach der Pandemie sein werde. Das meine ich völlig ernst. Ich gehöre zu den Personen, die eher nicht aus sich heraus irgendwelche Erkenntnisse zu ihrer Person haben sondern die aus Erlebnissen und Begegnungen ableiten. Ich habe seit 15 Monaten keine nennenswerten Erlebnisse und Begegnungen, folglich weiß ich nicht nennenswert, wer ich gerade bin und was für Kleidung diese Person benötigt.

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Jetzt hört man schon davon, daß die ersten das Ende der Pandemie feiern.

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Über TikTok und ADHS. Noch ein paar Jahre weiter und keiner kann sich mehr vorstellen, dass wir uns damals jegliches Wissen zu jedem Fachgebiet, zu Krankheiten, Hobbys und sämtlichen Spezialinteressen im Lebenslauf, von Erziehung über Ahnenforschung bis zu Gemüseanbau, noch über Sachbücher angeeignet haben. Nicht über Erklärvideos. Sachbücher! Wie öde waren die denn, wird man denken. Und wie unfassbar langsam. Und dann erzähle ich vom Schaukelstuhl aus, dass ich in meinen jungen Jahren und auch noch in den mittleren manchmal wochenlang warten musste, bis ein Buch in der Bücherei wieder verfügbar war, und dann lachen sich alle kaputt bei dem Gedanken, auf eine Information dermaßen lange zu warten. So wird es kommen, ich bin ziemlich sicher. Und es ist weder gut noch schlecht, es ist dann einfach so. Vielleicht spiele ich das dann auf TikTok nach, wie wir früher mit diesen Büchern … auch eine Idee.

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Christian Drosten über false balance und anderes. Äußerst lesenswert.

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Kennen Sie Marvin Pontiac (der von John Lurie erfunden wurde) und sein Lied Small Car? Es fällt mir gerade ein, vermutlich weil ich in einer very small Holzhütte neben der Laube im Garten sitze und schreibe, unter der Weide, zwischen der Kornelkirsche und dem alten Apfelbaum, ein vergleichsweise romantischer Schreibplatz. Das Lied erzählt eine Geschichte und man hat, so denke ich, die Wahl, ob man den Song fürchterlich nervtötend oder seltsam anziehend und hypnotisch findet, aber die Geschichte ist in jedem Fall sehr, sehr nett und wenn sie das hier am Abend lesen, dann nehmen Sie sie ruhig als Gutenachtgeschichte. Danach schläft man vermutlich gut, wenn man an die small farmers in their small cars denkt. They had such a good day, und man möchte doch auch mal wieder einen guten Tag haben, also so einen richtig guten, an den man sich dann gerne erinnern möchte, sogar jahrelang noch.

Wann hatte ich den letzten richtig guten Tag? Vermutlich im letzten Sommer auf Eiderstedt. Es ist eine Weile her, und es wäre mal wieder dran, wenn ich mal so unbescheiden sein darf. Ende des Monats fahren wir hin, wenn alles klappt.

Davon abgesehen bin ich gut gelaunt, merke ich gerade. Ich denke schon seit zwei Tagen, dass hier irgendwas anders ist, jetzt komme ich endlich darauf, ich bin gut gelaunt. Stark. Manchmal muss man eben nur ein paar Monate warten, dann ist es auch schon wieder soweit. 

Hier das Lied jedenfalls. Ohne Video, aber mit der guten Geschichte.

 

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2 Kommentare

  1. Ganz herzlichen Dank für den Hinweis zum Drosten Interview. Besseres, so sachlich und verständlich ausgedrückt, findet man nicht oft. Ich habe aufschlussreiche Erkenntisse gewonnen.
    Wegen mangelnden eigenen Wissens habe ich mich in Fragen zur Pandemie relativ bald an Wissenschaftlern und Politikern orientiert, die mir kompetent und vertrauenswürdig erschienen und mich tatsächlich bis heute nicht enttäuschten. Einer davon ist Herr Drosten.

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