Währenddessen in den Blogs

Wie fängt man einen Dreizehnjährigen auf, der schlau genug ist, um sich vorzustellen, dass Berlin ein gutes Ziel wäre, wenn Putin auf die Idee kommt, Mitteleuropa anzugreifen? Mein Kind kommt nachts mit Albträumen zu mir und ich weiß auch keinen Rat.

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Einfach mal keine Ahnung haben. Ich hatte es irgendwo erwähnt, ich fand es am Beispiel von SWIFT besonders absurd. Ein hochkomplexes Nischenthema, von dem die meisten nie etwas gehört haben, nur die Abkürzung gerade mal kennen, aber doch nach zehn Minuten online genug wissen, um klare Forderungen in Großbuchstaben zu stellen. Das finde ich einigermaßen anstrengend.

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Erst durch ihr schlagartiges Verschwinden wird mir die Gewissheit bewusst, in echten Friedenszeiten zu leben, in einer grundsätzlichen Sicherheit, die eine Beschäftigung mit den zentralen Zukunftsproblemen der Welt erlaubte, mit Klimawandel, Armut, Krankheiten. Offensichtlich eine lächerlich naive Illusion.

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Es gibt Suppe, wir kochen solidarisch. Oder hier, da macht man ukrainischen Borschtsch.

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In Ermangelung einer blau-gelben Flagge, die ich wehen lassen könnte, teile ich hier solidarisch mein Alltags-Blau-Gelb.“ Dazu Informationen zur Lage in Frankreich, man beachte auch den Absatz über Coluche.

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Über Kultur und Literatur der Ukraine

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Auch so eine emotionale Unvereinbarkeit: Urlaub planen, Vorfreude empfinden vor dem Hintergrund der Ereignisse; gleichzeitig die Frage, was bis dahin alles geschehen sein wird, wie viel Leid es gegeben hat, wie die Welt dann aussieht.

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In den vergangenen Tagen frage ich meine Freundinnen und Freunde nicht mehr nach der Begrüßung am Telefon, ob sie noch positv sind. Corona ist so unglaublich schnell in den Hintergrund gerückt. Ein Freund sagte heute: „Da dachten wir jetzt die ganze Zeit, die Pandemie würde das Thema dieser Generation. Aber jetzt hat sie mit dem 24. Februar ihren eigenen 11. September.

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Sie können hier Geld in den allerdings nur virtuell vorhandenen Hut werfen, ganz herzlichen Dank! Sollten Sie den konventionellen Weg bevorzugen und lieber ganz klassisch etwas überweisen wollen, das geht auch, die Daten dazu finden Sie hier. Wer mehr für Dinge ist, es gibt auch einen Wunschzettel. Merci!

2 Kommentare

  1. Wie man hier Links reinkopiert weiß ich nicht. Reinhard Mey und Freunde YouTube: Nein, meine Söhne geb ich nicht.
    Eine sehr traurige Mutter zweier erwachsener Söhne. Sie sind allerdings in Sicherheit…

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