Währenddessen in den Blogs, Ausgabe 29.5.2022

Ein Update der geschätzten Korrespondentin aus Frankreich, in etwa dreifacher Blogartikellänge, vielleicht vorher einen Kaffee holen, dann liest man das entspannter. Es geht da auch um Geflohene aus der Ukraine, also um den Krieg, und nur einen Blogeintrag weiter, im gleichen Blog, sind wir schon beim Klima, und zwar nicht, weil dass das Thema herbeigezerrt worden wäre. Nein, es ist einfach da, weil das Wasser nicht da ist.

Ich schreibe dies an einem kalten, saukalten Maimorgen, es sind nur acht Grad in der Laube, in die ich doch wieder gefahren bin, nachdem es mit dem laubenverrückten Sohn gestern etwa folgenden Dialog gab:

Sohn II: „Übernachten wir wieder im Garten?“

Ich: „Es ist rattenkalt, es stürmt, es regnet, nein, es schüttet sogar die ganze Zeit, das ist eine komplett irre Idee.“

Sohn II: „Also übernachten wir jetzt im Garten?“

In der Laube also. Von hier aus, das wollte ich nur eben sagen, sehe ich keine Krise, von hier aus sehe ich die Elster, die lange den Meisenball beäugt und nachdenkt. Ein Mann geht hinter der Hecke vorbei, er führt einen kleinen Hund aus. Mehr nicht. Aber wenn ich von diesem Word-Dokument kurz zu Twitter rüberklicke – alles Elend der Welt. Ich schalte es an, ich schalte es ab, das ist die Calm-Crisis-Balance. Morgen ist wieder ein Werktag, ein Bürotag, Wohnungstag, unweigerlich wird mir alles begegnen. In Zahlen, in Symbolen, Gesprächen, Szenen, Artikeln. Ich werde gar nicht hinterherkommen, es alles aufzuschreiben, aber hier gerade – nichts.

Ein Aufkleber auf einer Mülltonne, eine Friedenstaube auf einer ukrainischen Flagge

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Etwas Nachhilfe zum Thema Kommunikation. Anders als Sie denken, versprochen. Ich jedenfalls hatte von dieser Wortherkunft noch nie etwas gehört.

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Was Kiki noch sagen wollte.

Eine Kinderzeichnung einer Friedenstaube hängt an einem Schulzaun

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Findet Corona eigentlich weiterhin statt? Ja.

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Ein Kommentar

  1. Die geschätzte Korrespondentin errötet erfreut. Herzlichen Dank fürs Verlinken, es bringt mir (wenn auch nur vorübergehend) so viele Leser*innen!
    Im Übrigen gehe ich mit Kiki konform.
    Ich wünsche Ihnen noch ein paar wohltuende ereignislose Stunden mit Huck Finn in der sturmumtosten Hütte.

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