The one on the left is on the right

Vorweg ein Dank für die freundliche Zusendung von spezieller Tinte mit Bezug auf den Nachruf, den ich im Mai für meinen Schwiegervater geschrieben hatte – das Bleu Calanque von J. Herbin aus Frankreich dürfte nahe am dort erwähnten Südseeblau dran sein. Ganz herzlichen Dank!

***

Von meinen Timelines unbeachtet starb Tom Smothers, einer von den Smothers Brothers. Vielleicht ist es tatsächlich eher abgelegenes Wissen, die beiden zu kennen, aber für die Geschichte der TV-Unterhaltung und der Comedy waren sie nicht unwichtig mit ihrer seltsamen Mischung aus äußerst gekonnter Folk-Music und damals krass subversivem Humor.

Wenn Sie noch frei haben und eine unterhaltsame Stunde Geschichtsunterricht haben möchten, gucken Sie auf Youtube mal die Filmchen der beiden durch, es ist ein Fest.

Hier sind sie mit Noel Harrison und einem Lied über politische Zerrissenheit, aktuell wie immer seit jener Zeit.

Oder hier, ganz ohne Politik, aber mit einer wie immer anbetungswürdigen Esther Ofarim.

Und, noch einmal ohne Politik, natürlich die überaus tragische Geschichte “They call the wind Mariah”:

Es lohnt sich, mehr von ihnen anzusehen, die beiden waren verdammt gut und was sie in den Sechzigern gebracht haben, war außerordentlich mutig, gucken Sie etwa auch nach ihrer Version des Draft Dodger Rags, eines Anti-Krieg-Lieds von Phil Ochs, sie bringen es mit George Segal am Banjo … ach komm, das muss hier auch noch eben hin.

***

In den Foodblogs folgen, wie ich sehe, nun Partyrezepte und Mitternachtssuppen auf die mehrgängigen Weihnachtsmenüs und die Unzahl der Plätzchenvarianten, und ich weiß gar nicht mehr, was danach kommt. Ist dann eine allgemeine Food-Trendpause bis zum ersten Bärlauch, war das so in den letzten Jahren? Vermutlich.

***

Ich bin noch nicht dazu gekommen, neue Fotos für die attraktive Bebilderung hier zu erjagen. Es beginnt jetzt aber auch eine Zeit, in der ich ob der umwerfenden Hässlichkeit des norddeutschen Flachlandwinters wieder große Mühe habe, Motive zu sehen. Das wiederholt sich jährlich so, das kenne ich schon, nach Weihnachten bin ich seelisch fertig mit dem Winter und kann ihm kaum mehr etwas abgewinnen, das macht auch nichts. Sollte es doch noch einen attraktiven Bilderbuchwinter mit Schnee und allem geben, sehe ich vielleicht wieder mehr Motive – die Modelle der Meteorologinnen halten das im Moment immerhin ab etwa Anfang Januar für möglich. Aber dieses Elendsgrau da draußen in der urbanen Standardausführung ohne alle Extras – es reizt so gar nicht zu Aufnahmen und ich merke auch wieder, dass ich in der eigenen Wohnung einfach keine Motive sehe. Andere können das gut, die Frische Brise etwa, wie ich dort immer wieder mitbekommme, aber da habe ich wohl eine Art Aussparung im Sehvermögen.

Wobei ich es für mich schon nützlich finde, wie ich nach diesem Jahr feststellen kann, das fast tägliche Texten hier ansprechend oder zumindest irgendwie bebildern zu wollen. Es treibt mich doch öfter vor die Tür und runter in den Hafen, in die Hafencity, an die Alster usw. Selbstgewählter Druck, das passt schon so.

***

Sie können hier Geld in den allerdings nur virtuell vorhandenen Hut werfen, herzlichen Dank! Sollten Sie den konventionellen Weg bevorzugen und lieber klassisch etwas überweisen wollen, das geht auch, die Daten dazu finden Sie hier. Wer mehr für Dinge ist, es gibt auch einen Wunschzettel.

Ein Kommentar

  1. Der nächste Foodblogtrend sind vermutlich Diäten (oder Werbung in den Blogs für sinnfreie Abnehmprogramme die zum Jojo-Effekt führen …)

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert