Gesehen:
Eine arte-Doku über Charlotte Link, zu großen Teilen auch über ihre Ambitionen und Bemühungen im Tierschutz. Ich kenne ihre Bücher und auch die Verfilmungen nicht. Ich blieb an der Sendung eher zufällig hängen und staunte vor allem kurz, wie außerordentlich creepy die Fragen von Journalisten waren, die man ihr stellte, als sie sehr jung die ersten Bücher veröffentlicht hat. Link zur Sendung auf YouTube: „Wie sie das Böse zum Bestseller macht“.

Eine weitere arte-Sendung zu, und es wird im Titel schon interessant, weil ich den Namen der Stadt nicht einmal kannte: „Chongqing: Chinas gigantische Megastadt“. Einigermaßen gruselig ist es in den Dimensionen, von denen da berichtet wird.
Elle Cordova hat wieder etwas zur Typographie gemacht:
Gelesen:
Offline las ich weiter im Leoparden. Es war ärgerlicherweise zu wenig Zeit für die Lektüre verfügbar. Fehler in der Lebensführung, ich muss das noch abschließend mit mir besprechen.
Beim Kaffeehaussitzer sah ich eine freundliche Rezension zum neuen Roman von Sven Regener.
Und hier gab es ein Jobangebot. Immer schön, so etwas Positives.
Mek schrieb hier, und ich notiere es mit größtem Bedauern, Zutreffendes über die Not von Menschen, deren Herz noch links schlägt, bei der Wahl der Parteien. Man möchte die Hände ringen wie im Theater.

Im Hamburger Abendblatt, welches ich vermutlich bisher noch nie zitiert habe, wird ein Architekt zitiert, der für historisierendes Bauen ist. Seine Branche wird ihn zwar dafür steinigen, bzw. eher einbetonieren, aber es ist doch etwas daran.
Ich erinnere mich noch daran, wie vor etlichen Jahren in Eppendorf einmal Gründerzeit nachgebaut wurde und die fachliche Kritik erheblich und scharf war, die Nachbarn aber vor dem Neubau standen und dachten: „Ach, das ist doch mal nett.“
Auf das Gebäude des ehemaligen Kaufhofs in der Innenstadt hat man gerade ein historisierendes Dachgeschoss gesetzt, ich finde das sehr in Ordnung. Bildbeweis anbei.

Gehört:
Eine Folge Radiowissen über „Lindy Hop – der gleichberechtigte Swingtanz“. Enthaltend auch wichtige und oft eher nicht mitgeteilte Informationen zu den rassistischen Aspekten in der Geschichte dieses Tanzes.
Dann hörte ich ein Zeitzeichen zur ersten Ehe von Albert Einstein: „Eine Lovestory ohne Happy End“. Es werden höchst befremdliche Zitate aus seinen Briefen vorgelesen. Man staunt.

Eine Folge von „Eine Stunde History“ über den „Zerfall Westroms und das Ende der Antike“. Da geht es naheliegenderweise um den Begriff Epochenbruch, und es fällt einigermaßen schwer, ihn nicht für die Gegenwart mitzudenken. Nach dieser Definition aus der Sendung:
„Wenn man mit der Vergangenheit überhaupt nicht mehr zurechtkommt und die Kontinuität nicht mehr spürt und sie nicht mehr weiß, dann kann man sagen: Es ist ein Epochenbruch geschehen.“
… muss man zumindest bezogen auf die Buch- und Lesekultur, an der doch enorm viel Epochebestimmendes für uns hing, also noch für Menschen meiner Generation, im Moment davon ausgehen, dass eine Mehrheit der Bevölkerung damit tatsächlich bald nichts mehr anfangen kann. Ja, ich denke doch, es ist ein solcher Bruch, zumindest in kultureller Hinsicht.

Weiter mit der Historie: Bei „Alles Geschichte“ gab es für mich drei Folgen zum Thema „Babylon Deutschland“, nämlich: „Die Swingjugend und der NS“, „Die Intellektuellen und Hitlers Machtübernahme“ und „Von Weimar zur NS-Diktatur“.
Und beim Deutschlandfunk Kultur gab es eine kurze Sendung über den Gebrauch der Handschrift im weltweiten Vergleich.
Neue Musik sah und hörte ich von Bedouine:
Und von dem mittlerweile eindeutig altersmild werdenden Seasick Steve, ein gewesener harter Hund.
Dann noch ein frischer Upload aus der Ed-Sullivan-Show, ein Blick in die Sechziger: Nancy Ames. Das Kleid! Die Frisur! Die Stimme natürlich auch, schon klar.
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Wow. Der Artikel über den Architekten. Wieder rundum gelungenes Linkwerk.