Linkwerk zum Wochenende

Vorweg herzlichen Dank für die freundliche Zusendung eines Buchs vom Wunschzettel! Und zwar waren es die „Chronicles“ von Bob Dylan, Deutsch von Katrin Passig und Gerhard Henschel. Sehr schön, ich freue mich.

"Chronicles" von Bob Dylan

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Gesehen:

Eine Doku auf arte über unser Gehirn und die merkwürdige Art der Wirklichkeitswahrnehmung oder eher schon Wirklichkeitserschaffung: „Wie unser Gehirn uns austrickst“, in zwei Teilen. Im Prinzip ist mir das alles bekannt, Ihnen vermutlich auch, aber man kann es andererseits auch nicht oft genug zur Kenntnis nehmen.

Weil wir bei nächster Gelegenheit doch wieder alles einfach für die Wirklichkeit halten werden, da draußen, und das ist ein Problem.

Najmro, bzw. The Getaway King, ist ein polnischer Spielfilm von 2021. Ich habe ihn nicht einmal bis zum Ende gesehen (Netflix), empfehle ihn aber dennoch, und zwar ausdrücklich für den Fall, dass Sie Interesse an Kameraführung, besonderen Blickwinkeln, Design, Kulissen und Farbstichen haben. Denn in der Hinsicht fand ich es doch bemerkenswert, was da inszeniert wurde. Das waren einmal andere Looks, das hat mir gefallen.

Ich neige Drogen gerade nicht zu, könnte mir aber gut vorstellen, dass der Film nach der Zuführung diverser Substanzen noch eindringlicher und abgefahrener wirkt, um einmal eine etwas seltsame Empfehlung auszusprechen.

Immerhin unterhaltsam fand ich „Achtsam morden“ mit Tom Schilling in der Hauptrolle. Ein guter Anfang, aber dann habe ich es doch mit schnell nachlassendem Interesse gesehen.

Diese arte-Doku über Clint Eastwood.

Gleich mehrfach habe ich mir den Auftritt von Rosalia bei den Brit Awards angesehen, die Inszenierung ihres Songs „Berghain“, inklusive des Auftritts von Björk und dem Techno-Remix-Anteil am Ende.

Treffende YouTube-Kommentare zum spektakulären Auftritt:

This is the european superbowl half time show.”

“Americans complaining about a citizen singing in Spanish. Meanwhile Europe, celebrating Spanish singer Rosalía who sings in German and Spanish with Icelandic singer Björk singing in English and performing three different genres about a club in Berlin and everybody joins in when the Techno beat hits. That’s my crowd.“


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 Gelesen:

Im Guardian empfehlen Autorinnen Lieblingsbücher, und man kann in der Liste einige sinnvolle Hinweise finden: „I laughed out loud dozens of times’: authors choose books to make you fall back in love with reading.”

Ansonsten lese ich gerade nichts als die Goethe-Biografie, und ich bin weiter sehr zufrieden damit.

Blick über die Binnenalster

 Gehört:

Ein Kalenderblatt (5 Min.) zum Kirchenlieddichter Paul Gerhardt.

Eine kurze Sendung, 4 Minuten nur, über unsere fragile Wirklichkeitswahrnehmung, gut passend zu der oben erwähnten arte-Doku über unser Gehirn: „Nehmen Menschen Farben gleich wahr?“ Darin auch die erstaunliche Information, dass nicht einmal unsere beiden Augen Farben gleich wahrnehmen, dass wir also schon beim Zukneifen eines Auges die Wirklichkeit leicht modifizieren können. Womit die Wendung „Ein Auge zudrücken“ also auch nennenswert tiefsinniger ist, als sie zunächst klingt. Guck an!

Das Hörbuch „Ungeduld des Herzens“, den kurzen Roman von Stefan Zweig über Affekthandlungen und misslingende Kommunikation, wie man heute sagen würde, habe ich nun durch. Und gerne gehört. Robert Levin las wunderbar vor, hier beim WDR ist das Werk frei verfügbar.

Einen passenden Anschluss hatte ich diesmal nicht parat, man kann nicht immer nur sanft überblenden. Jetzt höre ich „Knife“ von Salman Rushdie, sein Buch über das Attentat auf ihn. Deutsch von Bernhard Robben, es liest Felix von Manteuffel (Verlagslink).

Ich bin noch nicht weit gekommen und habe daher noch keine Meinung. Aber ich sehe schon, dass die Rezensionen beim Perlentaucher durchweg enthusiastisch ausfallen. Es klingt alles sehr vielversprechend und zumindest der Tonfall zu Anfang wirkt so, als würde ich das fortsetzen wollen.

In der Reihe „Der Rest ist Geschichte“ beim Deutschlandfunk gab es die Folge „Kriege und Krisen – Müssen wir jetzt alle Prepper werden?“. (47 Min.) Gehört als jemand, der auf gar nichts vorbereitet ist. Zumindest nicht, wenn es um Dosenravioli, Wasservorräte und Kurbelradio geht. Aber ich weiß, wo Kerzen und Streichhölzer liegen, das immerhin.

Ich kann mich den Lyrics in diesem Song von Bill Fay nicht recht anschließen, aber er passt dennoch abschließend an diese Stelle. Und vielleicht wäre es erstrebenswert, sich anschließen zu können, mag sein.


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