Beifang vom 16.09.2017

Bei der GLS Bank habe ich drei Links zu sozialen Themen zusammengestellt. Der erste dort geteilte Link hat inhaltlich eine lustige Verbindung zu dem weiter unten bei der Kaltmamsell geteilten Diversity-Artikel.

Ein spannendes Urteil für den Freundeskreis Küste: Strandgebühren gehen so nicht. Hervorragend. Dein Strand, mein Strand, unser Strand.

Die Reinkarnation als unschöne Angelegenheit betrachtet – Wissenswertes über die Drusen. Über die man ja eher gar nix weiß.

Eine Reportage über die Seenotrettung in der Zeit.

Frau Novemberregen über große und kleine Sicherheitsfragen.

Die Kaltmamsell mit lesenswerten Verweisen auf Artikel zu Autoindustrie und Diversity. Ich finde ja bei dem Zeitartikel vor allem das Bild von Katharina Borchert auffällig attraktiv, aber ich bin auch eventuell ein ganz klein wenig voreingenommen, die Älteren erinnern sich. Der Inhalt des Interviews ist aber auch gut, eh klar.

In diesem Text über Theodor Storm ein Hinweis, wie der Schimmelreiter entstanden ist, das wusste ich nicht. Deutlich tiefgründiger die FAZ über Storm.

Und dann noch Turner Cody mit “Memories of you”. Man kann den Herrn übrigens auch auf Spotify komplett durchhören, das mache ich gerade nebenbei, quasi Multitasking.

Kleine Anmerkung zu Storm

Als ich neulich bei einem meiner quartalsweise vorkommenden Versuche, mich doch noch mit dem Medium Hörbuch anzufreunden, den Anfang von Storms Schimmelreiter nachgehört habe, hat sich ein Verdacht bestätigt, den ich schon länger hatte, den zu verifizieren ich aber in den letzten Wochen nie Zeit oder Gelegenheit hatte. Es ist nämlich tatsächlich so, dass die Geschichte vom Schimmelreiter einen immerhin dreifach gestaffelten Erzählrahmen hat. Ein Erzähler erzählt einem Erzähler, was ihm ein Erzähler erzählt hat. Oder nein, genau genommen erzählt der Erzähler, wie er als Kind ein längeres Stück in einer Art Zeitschrift gelesen hat, in dem jemand erzählt, wie ihm etwas in einer Sturmnacht in einem Wirtshaus an der Nordsee erzählt wurde, wobei übrigens nicht einmal endgültig klar wird, ob der Erzähler auf der dritten Stufe die Geschichte im Dorf selbst mitbekommen oder womöglich auch nur erzählt bekommen hat, von wem auch immer.

Und man merkt das als Leser gar nicht, wenn man nicht sehr genau aufpasst, man sitzt da wie in einer Zaubershow und bekommt den Trick nicht mit, obwohl man doch weiß, dass gleich getrickst wird. Man gleitet so in den Bericht hinein und ist nach wenigen Minuten ganz auf der Höhe des Geschehens, im Scheinwerferlicht nur noch Hauke Haien, der Deiche modelliert und darüber nachsinnt. Die Erzähler treten alle drei zurück ins Dunkel, bis man sie schnell ganz vergessen hat, obwohl doch zumindest einer von ihnen durch seine Begegnung mit dem Schimmelreiter erheblich zum Wahrheitsgehalt der Geschichte beiträgt. Das hat er schon verdammt gut gemacht, der olle Storm, so ein kompliziertes Konstrukt erst auf der Bühne zu inszenieren und dann umgehend wieder verschwinden zu lassen, das ist äußerst gekonnt eingefädelt.

Oder, wie es die Berufsschüler ausdrücken würden, die vormittags kiffend vor unserer Haustür herumlungern: “Respekt, Digger. “