Während ich mich sonst mit Kritik an Lehrpersonal aller Art zurückhalte, bin ich im Moment doch schwer genervt von der Unterart der Kunstpädagoginnen, männliche Exemplare sind mitgemeint. Denn wenn man ein Kind hat, das gerne mal vieles gestalterisch ausprobieren möchte, dann ist es wirklich nervtötend, wenn es überall, nicht nur in der Schule, auch bei anderen Anbietern, sehr klare Anweisungen bekommt, was und wie es in der Kunst genau zu produzieren hat, bis hin zur Wahl der Farben, das ist doch etwas absurd. Weil nämlich, kreativ geht ja anders, hm? Mal machen lassen? Mal auf was kommen lassen? Mal scheitern lassen, mal Spaß haben lassen? Scheint gerade nicht im Trend zu liegen. Oder wie das Kind enttäuscht sagt: “Und die haben auch wieder nur Anweisungen gegeben. Die ganze Zeit.” So kann man Interesse auch abwürgen.

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Ansonsten ist die Fastenzeit angebrochen. Ich zitiere dazu aus dem Tagebuch von Gerard Manley Hopkins, geschrieben 1866: “Für die Fastenzeit: Keinen Pudding an Sonntagen. Keinen Tee, es sei denn, ich müsste mich wachhalten, und dann ohne Zucker. Fleisch nur einmal am Tage. Keine Verse in der Passionswoche oder an Freitagen. Nicht im Lehnstuhl sitzen, außer wenn ich anders nicht arbeiten kann. Aschermittwoch und Karfreitag Brot und Wasser.”

Hier hat derweil ein Sohn, nachdem er einen Bericht in der Tagesschau über den Beginn der Fastenzeit gesehen hat, ganz alleine beschlossen, in diesen Wochen weitgehend auf das Neinsagen zu verzichten. Das ist zum einen für seine Verhältnisse ziemlich heroisch, das ist zum anderen für die Eltern recht angenehm.

“Gehst du bitte ins Bett?”

“Nei … ich meine, ja, gerne.”

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In Hamburg wird wieder abgerissen.

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Um meinem Landpomeranzendasein nun also noch die Krone aufzusetzen, und mich im Übrigen für alle Eventualitäten vorzubereiten und zu stählen gegen die Unbillen der anfälligen digitalgesteuerten Energieversorgung, rüste ich mich nun also aus und auf. Ja, lachen Sie ruhig, wir sprechen uns dann beim Stromausfall wieder. (Späßle g’macht, wir können uns beim Stromausfall gar nicht sprechen, es sind ja dann alle Leitungen tot, haha.).

Tja. Sollte man darüber tatsächlich nachdenken? Hier gibt es überhaupt keine verlässlichen Vorkehrungen für den Fall eines längeren Stromausfalls. Aber in Kürze, wenn die neue Laube steht, dann sieht das schon etwas besser aus, dann würde man da immerhin mit Holz oder Gas kochen können. Und aufs Kompost-Klo könnte man auch. Und Gemüse pflücken! Und Beeren! Doch, lassen wir den Schrebergarten ruhig mal als Vorsorge durchgehen. Puh, das war knapp.

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Falls der Valentinstag bei der einen oder dem anderen übrigens noch nachwirkt, es darf jetzt mitgesungen werden (“und eeeeewig ….”: