Vielen Dank an die Leserinnen und Leser, die in diesem Monat etwas Geld über hatten! Ich weiß ja nicht, ob ihnen das klar ist, aber wenn das mit dem Geld im Hut so läuft wie in den letzten beiden Monaten, dann ersetzt das hier tatsächlich einen Auftrag und ergibt daher ganz im Ernst mehr Zeit und also Blogtexte. Ist das toll? Das ist ebenso toll wie unerwartet.

Wir haben das wie folgt umgesetzt, hier der Einkaufszettel aus dem Juni, volle Möhre Transparenz:

Zehn Sack Kompost von der Stadt. Ein Kilo Rasensamen. Saatgut für Lampionblumen, die überall freiwillig wachsen, an jedem blöden Zaun in dieser Stadt, nur nicht in unserem Garten, es ist wirklich ein wenig empörend. Zuckererbsensaat für 2019, ebenso Mangoldsaat, Freilandgurkensaat. Ein Lavendel, acht Glockenblumen, eine lilafarbene Malve, zwei Kandelaber Ehrenpreis. Einen schon sehr großen Rittersporn, den Sohn II unbedingt haben wollte. Außerdem gab es noch fünf rosafarbene Margeriten und sechs blaue Phlox, sagt man Phloxe? Phloxi? Phix und Phloxi, der Comic für den Bumenfreund, ich gerate hier schon wieder auf Abwege. Egal. Eine rote Spalierrose, ein Ziest, der klingt auch eher wie ein Gebrechen als wie eine Pflanze. “Sie haben Ziest.” “Oh mein Gott!” Eine rosafarbene Schafgarbe, welche die Herzdame für Unkraut hält. Schlimm. Einen noch ganz kleinen Schmetterlingsflieder, der aber schon üppig blüht. Zwei Kissen-Astern, eine Säckelblume, ein japanisches Blutgras, eine Staudenverbene. Ein Sonnenhut, eine Stockrose, ein Bartfaden, ein Köcherblümchen, von dem ich vorher noch nie etwas gehört habe.

Auf Instagram fragte jemand, ob es nun nicht bald genug sei mit dem Pflanzenkauf – nun, der Garten ist ziemlich groß, alleine das Staudenbeet ist über zwanzig Schritte lang und war praktisch komplett leer. Da passt was rein, man staunt. Wenn ich weiterhin jede Woche nur ein paar Pflanzen kaufe, ich mache das meistens ohne Auto, dann habe ich vermutlich zum Saisonstart 2019 eine halbwegs gute Ausgangslage. Nehme ich an. Aber hey, ich mache das alles zum ersten Mal.

Das Geld für Sohn I lief natürlich wie angekündigt separat direkt auf sein Konto. Eine Summe wurde außerdem ausdrücklich für den Erwerb von Backzutaten überwiesen, damit Sohn I backen und bloggen kann, auch das setzen wir bald genauso um wie bestellt.

Eine Schenkende schrieb: “Für Holz”, das dürfte dann also für Sohn II sein. Ich behalte das im Hinterkopf und setze es bei nächster Gelegenheit so um, was sicher nicht lange dauern wird.

Noch einmal, ganz herzlichen Dank! Es ist uns jedesmal ein Fest, dieses Geld empfangen zu dürfen. 

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Sie können hier Geld in den nur virtuell vorhandenen Hut werfen, die Verwendung erfolgt in etwa wie oben beschrieben, saisonale Unterschiede nicht auszuschließen. Danke!

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