Beim Elternabend in der Grundschule hat die Mathelehrerin drei Verfahren der Subtraktion erklärt, das hat die Zuhörerinnen und Zuhörer teilweise sichtlich etwas mitgenommen. Faszinierend, wie außerordentlich unangenehm es sich im Hirn anfühlt, von den gelernten Rechenwegen abweichen zu müssen, egal wie kurz. Das soll so nicht! Um Gottes willen! Man kriegt förmlich Augenzucken, wenn da etwas falsch herum an der Tafel steht, wobei Tafel, haha, das ist natürlich ein Smartboard heutzutage. Ich mit meinen Steinzeitbegriffen! Auffüllverfahren, Ergänzungsverfahren, Bündelungsverfahren, wenn man sich die mal besonnen einen Tag später ansieht, dann ist das alles ganz easy, wenn es einen aber so unvermutet anspringt, hat man einen tollen Trigger für das Mathe-Trauma in enorm vielen von uns. A faint cold fear thrills through my veins …

Und nebenbei bekommt man auch wieder ein Gefühl dafür, durch was die Kinder sich da eigentlich jeden Tag mühen und manchmal auch kämpfen, das vergisst man nämlich gerne, was man da eigentlich dauernd verlangt. In diesem Zusammenhang finde ich es übrigens immer wieder amüsant, dass die Kinder 45 oder 60 Minuten durchgehend lang aufpassen sollen und jede und jeder das ganz normal findet, während die Aufmerksamkeitsspanne der meisten Erwachsenen heutzutage erheblich darunter liegt, wie jeder weiß, der einmal – in welcher Rolle auch immer – vor Menschen gesprochen oder ihnen etwas beigebracht hat.

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Ich bin ganz entzückt, dass mein neuer Kunde, das Goethe-Institut, meine Kolumnen ins Englische übersetzt. How nice!

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Ansonsten war das heute ein ganz außerordentlich hektischer Tag, da habe ich einen passenden Song. Ruhig ganz ansehen oder wenigstens, bis der Herr singt – das hat was. Hocus Pocus.

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Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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