Umbau

Wir haben aufgrund einer höchst eigenwilligen und eher schrullig wirkenden Idee von Sohn II das Kinderzimmer umgeräumt, wir haben einfach am Sonntagmorgen mal eben alle Möbel bewegt und selbstverständlich auch gleich spontan durchgeputzt, warum auch nicht, man hat ja sonst nichts vor am einzigen komplett terminfreien Tag im Monat, wenn nicht sogar im Quartal, den kann man sich doch auch einigermaßen originell ruinieren, aber selbstverständlich kann man das. Nachdem das Kind schon seit gefühlten Ewigkeiten immer wieder und wieder mit dieser Idee herumgenervt hat, dachten wir jetzt, okay, dann machen wir das eben endlich einmal, dann sieht auch er ein, dass es so einfach nicht geht, gar nicht gehen kann, wozu ihm leider altersbedingt noch die Einsicht fehlt – und dann schieben wir alles sofort wieder zurück. Theaterbühne nichts dagegen, kurze Umbaupause, dann geht das Stück schon weiter. Und Schluss ist mit den ständigen innenarchitektonischen Quengeleien und Quertreibereien. Ein für alle Mal.

Nun. Der Sohn hat Recht gehabt, die Möbel stehen jetzt eindeutig besser so. Das mit dem räumlichen Denken kann hier offensichtlich nur einer in der Familie, wir hätten es wissen oder wenigstens ahnen müssen. Wir gehen ab und zu ins Kinderzimmer, sehen uns um und staunen.

Ich bringe die ganzen Interieur-Zeitschriften der Herzdame also demnächst einfach zum Altpapier, die sind alle völlig sinnlos. Wenn künftig etwas einzurichten oder umzubauen ist, wir fragen einfach den Sohn.

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Musik! Chuck Berry, You never can tell – in der nettesten aller Versionen.

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Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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Sie können hier Geld in den nur virtuell vorhanden Hut werfen, heute dann wohl wieder für Sohn II. Herzlichen Dank!

5 Kommentare

  1. Ich erinnere mich an einen Unidozenten, der über Nacht immer wohl gekleidet auftauchte, nachdem er davor täglich die Vorlage aller schlechten Witze über Lehrerkleidung geboten hatte: Er hatte endlich dem Drängen seiner Tochter, damals im Kindergartenalter, nachgegeben, ihm allmorgens das Anzuziehende rauszulegen.

  2. Nun, hier wissen wenigstens alle Bescheid, dass und wie verändert wurde. Kompliment an Sohn II!

    Ich erinnere die Erzählung eines Freundes, der als Jugendlicher eines Nachts bei Dunkelheit in sein Zimmer schlich, sich mit Schmackes auf sein Bett warf und….auf dem Fußboden landete, weil seine Mutter umgestellt hatte.

    Da lobt man sich eine gute Gesprächskultur innerhalb der Familie.

  3. Möbel umstellen! Vor zwei Jahren erfuhr ich von meiner Stiefmutter, daß ich noch zwei Halbbrüder habe. Einen habe ich inzwischen, einschließlich Familie kennengelernt!! Meine neue Nichte, 36 Jahre, wollte A L L E S über uns erfahren. Ich erzählte kunterbunt, was mir spontan einfiel. Nachdem ich von meiner Großmutter, ihrer Urgroßmutter erzählte: Daß diese alle 8 Wochen die Möbel umstellte, tat sie einen lauten Schrei und rief nach ihrer Mutter! Nun endlich wußte sie von wem sie das hatte.
    Meine neue Nichte und meine neue Schwägerin waren glücklich!!
    Meine kleine Geschichte paßt vielleicht nicht so ganz zu Sohn II und seinen Fähigkeiten aber ich mußte sie einfach mal erzählen??

  4. Möbel umstellen! Vor zwei Jahren erfuhr ich von meiner Stiefmutter, daß ich noch zwei Halbbrüder habe. Einen habe ich inzwischen, einschließlich Familie kennengelernt!! Meine neue Nichte, 36 Jahre, wollte A L L E S über uns erfahren. Ich erzählte kunterbunt, was mir spontan einfiel. Nachdem ich von meiner Großmutter, ihrer Urgroßmutter erzählte: Daß diese alle 8 Wochen die Möbel umstellte, tat sie einen lauten Schrei und rief nach ihrer Mutter! Nun endlich wußte sie von wem sie das hatte.
    Meine neue Nichte und meine neue Schwägerin waren glücklich!!
    Meine kleine Geschichte paßt vielleicht nicht so ganz zu Sohn II und seinen Fähigkeiten aber ich mußte sie einfach mal erzählen??

  5. Meine Mutter hat immer die Zeit genutzt, wenn mein Vater auf Dienstreise war. Dann mussten wir Kinder mit ihr die Möbel umstellen und meinen Vater vor vollendete Tatsachen stellen.
    Meine Uroma (allerdings väterlicherseits) hat auch gerne Möbel verrückt. Auch mit 90 noch alleine den schweren Wohnzimmerschrank.
    Aber danach fühlt es sich ja auch ein bisschen so an, als wäre man im Urlaub.

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