Ich mochte in diesem Interview mit Henning Venske den Ausdruck “drittklassiger Ausnahmezustand”, der einem Menschen in seinem Alter sicher auch zusteht. Seine Memoiren “Es war mir ein Vergnügen” stehen schon seit Ewigkeiten auf meiner Leseliste. Schlimm. 

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Ein Interview mit einer Schulleiterin. Ein im Moment geradezu irrwitzig komplizierter Job, Raketenwissenschaften nichts dagegen. Wobei sich das lustig spiegelt, denn auch die Situation in den Familien wird in Kürze komplizierter als ohnehin schon, wenn mehr und mehr feste Termine eingebaut werden müssen. Bei uns werden zwei Söhne in vermutlich gegenläufigen Schichten zur Schule gehen und dazu noch im jeweils anderen Schichtteil Homeschool machen, während die Herzdame und ich nach anderen Rhythmen Home-Office machen, das wird also ein buntes Gesamtkonstrukt, das dann auch noch wöchentlich wechselt. Vermutlich brauchen wir einen Tag in der Woche, um einen jeweils sinnigen Plan zu ermitteln und eine Wand der Wohnung, um den für alle nachvollziehbar abzubilden. Wobei man übrigens, sobald man auch nur erwähnt, dass da etwas schwierig oder schwieriger werden könnte, schon für diese Äußerung kritisiert wird: “Was wollt Ihr denn noch?”

Aber hey, wir wohnen im vierten Stock, ich jammere also immer auf hohem Niveau. Und ich kann die Frage, was wir denn noch wollen, übrigens für mich ganz einfach beantworten, mir würde massiv helfen, wenn die Schulpolitik an hoher und höchster Stelle endlich offiziell und gründlich Druck aus der ganzen Geschichte nehmen würde. So einfach. 

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Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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