Ich habe nach Anne Tylers “Der Sinn des Ganzen” nun auch den “Leuchtend blauen Faden” durch, bei dem fand ich allerdings das letzte Fünftel seltsam entbehrlich. Jetzt bin ich bei “Damals als ich erwachsen war” (Deutsch Christel Dormagen) und versuche, von ihrer Sichtweise auf Familien etwas zu lernen. Sie hat ja, wie sie selbst sagt, immer wieder das gleiche Buch geschrieben, da kann man also gründlich lernen. Eine schöne Rezension zu dem aktuellen Band ist hier: “Die Provinz ist grausam – und Anne Tyler auch. Allerdings darf man prophezeien, dass der Leser spätestens nach drei Dutzend Seiten seine Verwunderung vergisst und sich staunend in eben diese Figuren vertieft – als seien sie die Hüter letzter Geheimnisse. So läuft das immer mit Anne Tylers Romanen.

Da kommt ein wenig später auch dieser Satz: “Die Vergeblichkeit ist keine erschütternde Erkenntnis, sondern das heiter verwegene Milieu des Menschseins. Ich bin ganz hingerissen, Walter von Rossum hat diese Rezension verfasst. 

Die nächsten Bände liegen bereit.

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Warum man nichts auf den Herbst schieben sollte.

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Rechtes Vokabular spielt in der Bundesrepublik aktuell eine viel größere Rolle als linkes. Deshalb bedienen sich die affektgestörten und narzisstisch übersteuerten Leute dieses Vokabulars. Wäre die politische Großwetterlage eine andere, würden sie linkes Vokabular verwenden.

Sehr gutes Interview. “Was kann man dann dagegen machen?” “Nichts. Nicht hingehen.”

Fertig, aus die Maus, mehr Erläuterung braucht es nicht. Vielleicht ist es so, und nur so. Ich neige dieser Ansicht mittlerweile zu. 

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Katrin Seddig über den Vatertag. Ich kenne den auch nur als Fest der anderen und hatte damit nie etwas zu tun, auch familiär nicht. Dito Muttertag. Für mich alles äußerst seltsame Bräuche mit bizarren Ritualen.

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Musik! Für alle, die sich nach mehr Sozialleben sehnen: “Packed like sardines is the stuff of my dreams.” Für mich gilt das nicht, aber das Lied ist nett.


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Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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