Diese Schriften an den Häusern! So großartig. Wobei mir einfällt, dass ich gerade ein halbwegs dazu passendes Bilderbuch für Erwachsene gelesen habe. Ein kulturhistorisches Buch über bedeutsame Belanglosigkeiten im Städtebau. Der Autor hat den faszinierenden Namen Vittorio Magnago Lampugnani, da lieber mehrmals hinsehen. Für alle Spaziergänger und Stadtbetrachterinnen sei es empfohlen, es ist erhellend und faszinierend. Man sieht wieder etwas anders hin, wenn man nach der Lektüre durch die Straßen zieht, und das ist ja immer gut. Sicher ist das Buch auch gut zu Weihnachten als Präsent geeignet, jetzt ans Schenken denken. Wunderschöne Bildbeispiele aus der Vergangenheit sind darin, wunderschöne Bildbeispiele aus der Gegenwart muss man dann nach der Lektüre bitte selbst suchen. Haha, als ob man die finden würde. Lasst alle Hoffnung fahren. Ich habe mir gestern die neuen Treppen angesehen, die man hier am Hauptbahnhof an eine Brücke angeflanscht hat, um den überfüllten Bahnhof zu entlasten, sie sind hässlich wie die Nacht. Man möchte von Undesign sprechen, aber dann ist wieder jemand beleidigt. Es geht mir aber gar nicht um Kränkungen, nicht einmal um berechtigte, es geht mir nur um den Wunsch nach etwas mehr Schönheit im öffentlichen Raum. Ja, Schönheit. Das Wort ruhig mal ernst meinen und stehenlassen.

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Den hier dargestellten Zusammenhang zwischen moderner Literatur und Merchandising fand ich auch interessant.

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Ansonsten Home-Office, Einkaufen, Kochen, einen Sohn zu einem Termin gebracht, etwas Haushalt, kurz nachgesehen, ob die Alster noch da ist. Das war sie. Zack, Tag vorbei.

Nebenbei am Schreibtisch noch bemerkt: Der Zimtpegel in den Foodblogs steigt stark an, da kommt etwas auf uns zu.

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Noch ein Lied? Noch einmal John Prine:

„Summer’s end is around the bend just flying
The swimming suits are on the line just drying
I’ll meet you there per our conversation
I hope I didn’t ruin your whole vacation“

Das ist ein sehr guter Anfang, echtjetztmal.

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