Währenddessen in den Blogs, Ausgabe 4.4.2022

Ich hatte hier mehrfach den Roman „Internat“ des ukrainischen Autos Serhij Zhadan empfohlen, ich fand gestern ein Interview mit den Übersetzern des Buchs, Sabine Stöhr und Juri Durkot.

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Frau Diekmann über das Rittersportdilemma. Wir sind da schon wieder bei der Ambiguitätstoleranz, mir war so, als hätte ich die gerade neulich erst erwähnt.

Frau Diekmann, die ich hier dauernd verlinke, ist übrigens auch auf dem Europacamp, für das ich weiter unten dauernd Werbung mache. Sie moderiert da u.a. ein Panel mit Dota Kehr, Sebastian Krumbiegel und Marcus Wiebusch. Ein Gespräch über Musik und Politik, so heißt es. Das höre ich mir an, so ist jedenfalls der Plan. Ich werde vermutlich berichten.

Ach, und wenn ich schon bei Kapitalismus-Songs bin:

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Bei Excellensa findet sich der Hinweis auf das Wort „Westplaining“. Ich habe die Geschichte dahinter auf Twitter mitbekommen, und ohne sie hier ausbreiten zu wollen, es ist sicherlich sinnvoll, das Wort Westplaining zur Kenntnis zu nehmen und vielleicht einen Moment darüber nachzudenken.

Die ebenfalls drüben erwähnten Wohlstandsdiskussionen bekomme ich ebenfalls mit, die finden vielleicht gerade flächendeckend statt. Was ist, wenn wir weniger haben, haben wir dann etwa wenig? Beim Aldi steigen heute die Preise um teils 30%, so las ich. Meine Timelines sind tendenziell mehrheitlich besserverdienend, das ist kaum zu übersehen. Man merkt es auch an dem, was darin nicht oder kaum vorkommt.

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Bei Frau Novemberregen ein Artikel, den wir früher beiläufig und normal gefunden hätten, ein Ausgehbericht. Es steht da eine Einschätzung einer Situation, die vermutlich viele nachvollziehen können, zumindest kommt es mir gerade so vor. Es ist ein Gedanke, den viele zu haben scheinen, in ähnlicher Form und zu ähnlichen Anlässen: „Hätte mir an irgendeinem Punkt der letzten zwei Jahre jemand gesagt, dass ich bei der allerersten Gelegenheit den Abend ohne Maske und ohne irgendein G-Konzept in einer Stadthalle mit geschätzt 500 anderen Menschen verbringen würde, hätte ich sehr gelacht. Aber so war es.

So ist es, wenn etwas wieder anfängt, und die Lage dreht jetzt. Wir können es finden, wie wir wollen, es dreht, und wir drehen mit. Ich drehe, Du drehst, er, sie, es dreht. Wenn nicht heute, dann morgen. Na, nur meine Einschätzung.

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Es folgt Werbung, ich erwähnte es bereits

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