Währenddessen in den Blogs, Ausgabe 6.4.2022

Etwas vorweg, auch wenn es kein Bloglink im eigentlichen Sinne ist. Wir kooperieren wieder mit der benachbarten Kirche, in der, wir hatten das schon 2015 und auch zu Beginn der Pandemie, eine Essensausgabe für Bedürftige regen, wirklich regen Zulauf hat. In der letzten Woche waren dort etwa 50 Gäste aus der Ukraine, Grund genug also, alte Verbindungen wieder zu aktivieren und auf unsere Spendenseite noch einmal hinzuweisen: Sankt Georg hilft. Ich werde vermutlich in Kürze noch Weiteres dazu berichten. Die Spenden laufen bestens organisiert über die Gemeinde der evangelischen Kirche, es gibt eine reguläre Spendenbescheinigung, und wie die Gelder verwendet werden, das kann ich tatsächlich beim Schreiben vom Fenster aus beobachten – ich sehe die Schlange der Wartenden, sie kam hier schon oft vor. Sohn I hat bei dieser Essensausgabe ein Praktikum gemacht, die Herzdame hat die Website gestaltet, ich schreibe mit, wir sind der Angelegenheit familiär und nachbarschaftlich sehr verbunden. Ich bitte um freundliche Beachtung.

Und mein hochgeschätzter Kunde, das Goethe-Institut, bietet währenddessen Sprachkurse Deutsch für Menschen aus der Ukraine mit einem Rabatt von 99,9% an, gucken Sie mal hier. Im Moment sind sie gerade ausgebucht, es wird aber zügig nachgelegt, diese Info also gerne weitergeben.

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Bei der Geschichte der Gegenwart geht es um die Demokratie und den Nationalismus in der Geschichte der Ukraine.

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Mir gewünscht, dass es so etwas wie das RKI Dashboard zu Corona-Fallzahlen auch zur Ukraine gebe. Es ist so schwer alle Nachrichten zu verfolgen und zuzuordnen. Den Gedanken verworfen, das wird der Situation nun auch nicht gerecht.

Ein naheliegender Gedanke. Darüber möchte ich einen behaglich langen Essay in einer Sonntagszeitung lesen, über das Denken in Dashboards. Eines zu Corona, eines zum Krieg, eines zum Klima. Ich kann mir das bunte Infotainment-Trio auf den Titelseiten aus beruflichen Gründen gut vorstellen, vielleicht zu gut. Und wenn das Management wechselt, pardon, die Regierungen, wechseln auch die Kennzahlen, das ist ganz wichtig und löst Probleme, doch, ja.

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Frau Brüllen mit einer Sicht auf Corona (weiter unten im Text), die von der in meinen Timelines nicht unerheblich abweicht, was unter anderem daran liegt, von wo aus sie schreibt, nämlich aus der Schweiz. Auch interessant. „Ansonsten versuche ich auszublenden (klappt so mittel), wie meine deutsche TL über die stückweise Aufhebung der Coronamassnahmen schockiert ist.

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Ich sah gestern einen Tweet, Sie werden ihn vernichtend negativ finden. Ich finde, man muss darüber nachdenken. Es hat keinen Sinn, nicht nachdenken zu wollen, selbst wenn man zum Optimismus oder zur Ignoranz neigt. Eine Lehre aus dem gerade gelesenen Buch „Februar 33“ von Uwe Wittstock ist, dass viele, die damals zu den intellektuellen Größen zählten, das Schlechte nicht zu Ende gedacht haben, dass sie weiterhin an die Möglichkeit des Guten geglaubt haben, wie man später wusste, zu sehr. Es war ein verbreiteter Gedanke, dass es so schlimm doch nicht kommen kann. Doch, konnte es, kann es also.

Ich lese „Acht Tage im Mai“ von Volker Ullrich. Es ist mir ein wenig zu militärisch ausgerichtet, der Teil interessiert mich nicht sehr, ich möchte mehr über andere Personen lesen, nicht über Generäle, aber aus diesem Buch doch auch mal eine positive Ableitung – nämlich wie wichtig später Tagebücher und ähnliche Texte sind, wie ungemein aufschlussreich, wie erhellend.

Weiterschreiben, ne.

In diesem Sinne: Gestern im Discounter gab es kein Mehl und kein Öl, jetzt mit der Steigerung, dass es gar kein Öl mehr gab, nicht einmal mehr das der Olive.

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Sie können hier Geld in den allerdings nur virtuell vorhandenen Hut werfen, ganz herzlichen Dank! Sollten Sie den konventionellen Weg bevorzugen und lieber ganz klassisch etwas überweisen wollen, das geht auch, die Daten dazu finden Sie hier. Wer mehr für Dinge ist, es gibt auch einen Wunschzettel. Merci!

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Es folgt Werbung. Auf dieser Veranstaltung gilt übrigens, ich habe mich da gerade informiert, eine FFP2-Maskenpflicht. Ich gehe am Freitag auch hin und habe da, so lese ich, als Blogger einen Bereich, in dem für einen Stuhl und für Strom gesorgt ist. Ich möchte bitte überall so hingehen, dass für Stuhl und Strom gesorgt ist, ich finde das hervorragend. Lassen Sie mich sitzen, ich bin Blogger.

Ein Kommentar

  1. Ja, Tagebücher: kennen Sie die Tagebücher, die Astrid Lindgren während des Krieges schrieb? Nicht sehr bekannt, aber lesenswert.

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