Währenddessen in den Blogs, Ausgabe 21.4.2022

Frau Novemberregen über Krümel auf dem Küchenfußboden in den Zeiten großer Krisen.

Apropos große Krisen. Es ist insofern ein bemerkenswerter Tag, im Chroniksinne unbedingt festzuhalten, als mir heute zum ersten Mal großkrisenorientierte Werbung angezeigt wurde, auf Facebook war es. Da wurde eine überdimensionierte Powerbank beworben, um Notebooks etc. zu betreiben, und der Verwendungszweck war da so halb unschuldig mit „Für Camping und Notfälle“ beschrieben. Also für den Fall, dass man abhauen muss, dass das Haus weggespült wird, dass Putin kommt, dass alle im Umspannwerk Corona haben, was auch immer. „Für Camping und Notfälle“, ich lasse mühsam beherrscht den Witz aus, dass auch Camping ein Notfall ist. Egal. So also fängt es an. Morgen dann vielleicht schon die Werbung für Einmannpackungen, kugelsichere Westen und anderes Zubehör irgendwo zwischen Pfadfinder, Partisan, Prepper und MacGyver. Ich bin gespannt.

Und für den Freundeskreis Paranoia: Nach diesen Zeilen gehe ich auf eine beliebige Website und denke noch, ich gucke mal, was da jetzt für Werbung ist, am Ende fügt sie sich nett in den Kontext. Und was kommt? Eine Versicherung mit dem Slogan: „Was auch passiert. Wir sind für dich da.“

Ein Plakat in einem Fenster der Kunsthalle: Make art not war

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Hier noch eine Fortsetzung aus Frankreich.

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