Eine bemerkenswerte Reihe auf Instagram von National Geographic. Menschen und ihre Hausapotheke, hier ein sehr spezielles Beispiel.

 

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Ich lese gerade “Die Welt im Selfie – eine Besichtigung des touristischen Zeitalters” von Marco d*Eramo. Wenn Sie ab und zu mal reisen sollten (haha, natürlich tun Sie das), dann ist das Buch auch etwas für Sie, möchte ich meinen. Denn neben der historischen Herleitung des Tourismus geht es auch um die Dimensionen der Tourismusindustrie, an der Sie sich dann unweigerlich beteiligen, auch wenn Sie noch so individuell reisen. Es geht auch um die soziologische Dimension, es wird zwischendurch sogar philosophisch, ich möchte es als Lektüre empfehlen, nein, warum nicht gleich als Urlaubslektüre. Auf dem Cover steht: “Von Hegel bis Tripadvisor”, das ist doch mal ein schöner und vielversprechender Klappentext.

Ich habe während der Lektüre nebenbei mit der Herzdame und den Söhnen die Urlaubsplanung 2019 diskutiert, was mich dauernd in Versuchung brachte, aus dem Buch seitenlang vorzulesen. Ich habe dem erfolgreich widerstanden, aber es war schwer. Ich komme auf das Buch sicher noch einmal zurück.

Es wurde nebenbei ein Südtirolbeschluss gefasst.

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Wir haben die Wohnung gründlich entweihnachtet, morgen fängt die Schule wieder an, es folgen acht Wochen Normalität. Also theoretisch, irgendwas ist ja immer.

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In einem Kommentar zum letzten Beitrag wurde ich gefragt, wie ich zur Silvesterböllerei stehe. Da muss ich mit einem Umstand anfangen, der ziemlich eindeutig nicht mehrheitsfähig ist, ich gehöre nämlich einer Minderheit an, und zwar der kleinen, kleinen Minderheit, die Feuerwerk gar nicht besonders schön findet, sondern eher vonne Ästhetik her bestenfalls so mittel und ansonsten entbehrlich und lästig. Auch zu Silvester. Das liegt ein wenig mit daran, dass ich in einer ungewöhnlich feuerwerksreichen Gegend wohne und mir die dämliche Ruhestörung mit Leuchteffekt jahrelang so dermaßen oft die gerade eingeschlafenen Kinder geweckt hat, die dann wieder stundenlang fröhlich zur Unzeit um mich herumsprangen, es war wirklich nachhaltig nervtötend.

Mir wäre es daher vollkommen egal, wenn man es verbieten sollte, dass der gemeine Privatmensch tonnenweise Zeug in die Luft jagt, ich würde das nicht bedauern. Die Kinder sehen das natürlich etwas anders, die Kinder finden Feuerwerk eher toll, wie wir es alle als Kind toll gefunden haben, nehme ich an.

Sie haben aber andererseits die Nachrichten zu Umweltschäden, Gefahren und Feinstaub etc. aufmerksam verfolgt – die wohl noch nie so umfangreich waren wie in diesem Jahr – und danach erstmal freiwillig nur geringste Mengen Feuerwerk gekauft und dann nachts noch diskutiert, ob das Zusehen nicht eigentlich auch reichen würde, ob das eigene Zündeln sie nicht sogar vom entspannten Zusehen abhält. Wenn diese Kinder die Zukunft sind: Läuft.

Allerdings halten kindliche Beschlusslagen selten lange, schon klar. Ich fand es dennoch erfreulich.

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Im Garten gewesen. Die Vegetation denkt bei lauschigen sieben Grad und freundlicher Feuchtigkeit überhaupt nicht an Pause, zumindest die eher nicht so willkommenen Pflanzen wuchern wild vor sich hin. Magnolie, Pfirsich, Pflaume, Kirsche knospen bemüht, Ringelblumen blühen durch, der Grünkohl steht in aller Pracht, aber nicht mehr lange. Der Kompost sieht schwarz und zum Anbeißen aus, wenn Sie keinen Garten haben, dann müssen Sie das nicht verstehen.

Man müsste sehr vieles machen, jede Ecke sieht nach Arbeit aus, aber der Januar ist für fast alles die falsche Zeit. Meinetwegen kann es Frühling werden.

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Musik! Kevin Morby.

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Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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