Als die Söhne noch in der Kita waren, gab es da eine Erzieherin, die uns die Kinder nachmittags immer mit diesen Worten überreicht hat: “Gut gegessen, gut geschlafen, gut gespielt.” Jeden Tag. Und wenn man das über hundertmal und jahrelang gehört hat, dann merkt man sich das natürlich und behält es im Familiengedächtnis. Gut gegessen, gut geschlafen, gut gespielt, das beschrieb einen gelungenen, vollkommen sorglosen Tag und ich will mal beiseite lassen, dass sie es auch dann und zu allen Eltern gesagt hat, wenn es nicht ganz zutraf. Immer aber wäre es doch wirklich schön gewesen, wenn es so gewesen wäre, ein seliger Tag, gut gegessen, gut geschlafen, gut gespielt, das haben sich alle Eltern immer für die Kleinen gewünscht. Manchmal sagen die Herzdame und ich das abends heute noch auf, wenn wir hysterisch lachend den Tag resümieren.

Heute z.B. habe ich den Tag so dermaßen an die Wand gefahren, dass ich hier schon seit einer halben Stunde vor dem Bildschirm sitze und mich ab und zu leise frage: “Was bitte war das denn?”

Und nach solchen Tagen gibt es so eine kleine Sehnsucht in mir nach einer simplen und vollkommen befriedigenden Beschreibung der Abläufe, nach einem pappeinfachen Resümee. Gut gegessen, gut geschlafen, gut gespielt. Das wäre ihr Preis gewesen, wie Rudi Carrell gesagt hätte, aber das war auch schon wieder sehr damals, fürchte ich.

Aber nun, es kommen ja neue Tage. Sogar am laufenden Band.

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Musik!

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Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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