Dortmund und dicke Berliner

Ein Terminhinweis in eigener und auch noch in guter Sache – ich lese mit Vanessa Giese in Dortmund am 6. Juli, alle Details hier bei ihr.

***

Sven war bei Friday for future.

***

Meine Heimatstadt Lübeck jetzt auch mit Klimanotstand.

***

Plastik und Basstöpel auf Helgoland.

***

Zäune und Mauern, diesmal mein Heimatbundesland, bzw. nebenan.

***

Christa Pfafferott fährt Bus.

***

Auch ein Ausweg aus dem Anthropozän. Das Beispiel Schweiz ist dabei egal, es sieht in anderen Ländern ähnlich aus.

***

Ich habe am Morgen einen Vogel gesehen, den ich hier sonst nicht sehe, einen grauen Vogel mit schwarzem Kopf, eine Mönchsgrasmücke, wenn ich mich nicht irre. Ist das nicht ein schöner Name? Mönchsgrasmücke, wie toll ist das denn. Sie ist wohl auch gar nicht so selten, aber gesehen habe ich sie noch nie.

***


***

In der Bäckerei bedient eine ältere Verkäuferin, ich habe mehrere Kinder dabei. Sie fragt die Kinder nach ihren Wünschen, blickt dann anschließend zu mir und fragt: “Na, und der Herr Papa? Noch einen dicken Berliner vielleicht?”

Mal davon abgesehen, dass ich nicht gerne als “Der Herr Papa” von fremden Leuten angeredet werde, sind die Berliner in der Auslage dieser Bäckerei gar nicht besonders dick, sondern ganz normal, so wie sie eben überall aussehen. Wenn so ein rundes Gebäckstück überhaupt dick sein kann, mir kommen da gerade Zweifel. Durchschnittsberliner eben. Ich sage jedenfalls: “Der Herr Papa ist schon selbst dick, nein danke.” Die Verkäuferin sieht mich kurz prüfend an – und widerspricht mir nicht. Es gibt wirklich keine Höflichkeit mehr auf der Welt.

***

Musik! Und morgen wollen wir einen Termin nicht vergessen, nicht wahr.

***

Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

***

Sie können hier Geld in den nur virtuell vorhandenen Hut werfen, ganz herzlichen Dank.

***

11 Kommentare

  1. Vor kurzem habe ich mit Hilfe der Naturblick-App, mit der man Vogelstimmen identifizieren kann, festgestellt, dass vor meinem Balkon mitten in Berlin auch täglich eine Mönchsgrasmücke lauthals tirilliert. Gesehen hab ich sie aber auch noch nie. Aber schön zu wissen, dass es noch nicht nur noch Spatzen und Amseln gibt.

  2. Frau Nessy und Herr Buddenbohm lesen gemeinsam. Da wäre ich zu gern dabei. Ich kann mir lebhaft vorstellen, was für ein wunderbarer Abend das wird.
    Leider…mal so eben nach Dortmund?

  3. Auch ich war zu Tränen gerührt über das Video. Mögen wir morgen zu einem Europa, das wir kennen, aufwachen.

  4. @Hafensonne @Maximilian Buddenbohm

    Es reicht doch, dass Hamburg und Berlin um die Urheberschaft der Currywurst streiten, oder?

    Geht Hafensonne in Hamburg in eine Bäckerei und verlangt “Pfannkuchen“ bekommt sie keinen, denn unter Pfannkuchen verstehen wir hier einen in der Pfanne ausgebackenen flachen Teig, korrekter Name wäre “Eierpfannkuchen“.

    Gemeint war hier aber der “Berliner Pfannkuchen“, norddeutsch kurz “Berliner“ genannt. Und das ist das knuddelige runde Ding mit zumeist einer Marmeladenfüllung und Puderzucker obendrauf.

    Aus unerfindlichen Gründen hat sich dieser Berliner als Brauchtum zu Silvester etabliert. Und als Höhepunkt hanseatischen Übermuts wird die Marmelade dann vereinzelt durch Senf ersetzt.

    Es darf gelacht werden.

  5. @Buddenbohm: Woo-hohl!

    @Trulla: Wenn Trulla in Berlin in eine Bäckerei geht und sagt, sie hätte gerne zwei Berliner, wird der Meister antworten: Meene Söhne bleim hier!

    Die von Ihnen beschriebenen Eierpfannkuchen heißen in Berlin schlicht Eierkuchen. Und natürlich wurde die Currywurst in Berlin erfunden! [Da ich seit 2006 endgültig Expat bin, darf ich lokalpatriotisch etwas aus dem Ruder laufen.]

    😉

  6. @Hafensonne

    Klar doch, lokalpatriotisch rudere ich in Gegenrichtung und vertraue deshalb der Dichtung (oder Wahrheit?) Uwe Timms, der “die Entdeckung der Currywurst“ eindeutig lokalisiert hat am Hamburger Großneumarkt.

    Übrigens sehr lesenswert

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.