Dank, 17

Längst hätte ich mehreren Leserinnen danken müssen, aber mir fallen dummerweise gerade keine Postkartenbilder ein, es ist etwas verhext. Heute beende ich diesen beklemmenden Rückstau, das geht so nicht weiter. Ich danke jetzt einfach so, das geht immerhin auch.

Und zwar danke ich für einen Hammer (und was für einen, der Paketbote hatte Mühe!), den sich die Herzdame sehr gewünscht hatte. Dieses Glitzern in ihren Augen hätten sie sehen sollen, als sie den Vorschlaghammer ausgepackt hat, es war zu und zu schön. Ich danke aber auch für ein Headset und für ein Portemonnaie mit XXXtentacion-Aufdruck (für Sohn I), für Backzubehör und eine Backform für die Laube, für kalifornischen Goldmohn und für Tee, für ein Unkrautsieb und, wie toll ist das denn, für ein Mixtape! Das hat mir tatsächlich jemand aufgenommen und zugeschickt, ich bin ganz hingerissen. Das letzte Mixtape habe ich Anfang der Neunziger bekommen, glaube ich. Sehr toll!

Dieses Blog wird heute übrigens, es ist kein Aprilscherz und hat eigentlich gar keinen Bezug zum ersten Absatz, siebzehn Jahre alt, darüber kann man auch kurz nachdenken. Denn wenn man jetzt siebzehn Jahre zurückdenkt, dann führt kein Weg mehr an der Erkenntnis vorbei, dass es schon verdammt lange her ist, dass ich mit dem Bloggen begonnen habe. So lange ist es her, einiges aus dieser Zeit kommt mir allmählich etwas unwirklich vor. Einiges auch dabei, bei dem ich sagen muss: Wir waren so jung! Jedes Wort einzeln betont und im Kopf natürlich gleich den Aznavour, quasi unvermeidlich. Aber so jung war ich auch wieder nicht.


Falls Sie schon so lange mitlesen, es gibt da zwei, drei Menschen, von denen ich das sogar weiß, dann sind wir gemeinsam ein gutes Stück älter geworden. Da kann ich auch einmal für das Lesen an sich danken, nicht für Geld oder Geschenke. Ohne Leserinnen wäre es alles nichts und ein inniger Spezialdank geht an die 35 Menschen, die mich in der ersten Woche damals gelesen haben, die Zahl weiß ich sogar noch. Ohne die hätte ich nicht weiter gemacht. Heute sind es ein paar mehr, aber der Gedanke ist geblieben: Wie toll ist das denn, das liest ja sogar jemand.

Vielen herzlichen Dank dafür, ich find es sehr entgegenkommend, dass Sie hier lesen. Und motivierend finde ich es natürlich auch. Und, ja, oft auch geradezu erbaulich.

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Sie können hier Geld in den allerdings nur virtuell vorhandenen Hut werfen, ganz herzlichen Dank! Sollten Sie den konventionellen Weg bevorzugen und lieber ganz klassisch etwas überweisen wollen, das geht auch, die Daten dazu finden Sie hier. Wer mehr für Dinge ist, es gibt auch einen Wunschzettel. Merci!

16 Kommentare

  1. Ich bin noch da, immer mal wieder 🙂 Und ich habe bei der Anmerkung des Alters des Blogs festgestellt, dass ich schon 17,5 Jahre blogge. Nagut, mehr oder weniger und in letzter Zeit eher weniger, aber es ist noch da 🙂

  2. Meine Gedanken so, krass, 17 Jahre… wow… und dann so: Hm, 2006 habe ich auch angefangen (hafensonne 1.0), das ist ja nun nicht sehr viel weniger. Auch wenn ich aus Gründen seit ein paar Jahren pausiere.

    Vielleicht ist das ja der Anlass, wieder einzusteigen.

    Glückwunsch also auch von meiner Seite, seit wann ich hier sehr regelmäßig vorbeischaue, weiß ich nicht mehr, aber auf gelegentlicher Stippvisite war ich sicherlich schon zu meinen Anfangszeiten. Inzwischen ist Buddenbohm und Söhne sogar eine wichtigie Informationsquelle für mich, insbesondere die Links am *hier Tageszeit der Wahl einfügen* sind häufig eine gute Wahl!

  3. Herzlichen Glückwunsch!
    Keine Ahnung wie lange ich hier schon mitlese, aber die Söhne waren auf jeden Fall noch nicht da.
    Danke für die tollen Texte, die wahnsinnig tollen Beobachtungen und das ein oder andere Lächeln beim Lesen.

  4. Herzlichen Glückwunsch und großes Dankeschön für Ihre inspirierenden Gedanken und Geschichten. Immer wieder freue ich mich auf Neue und stöbere gerne in älteren Beiträgen.

  5. Herzlichen Glückwunsch zum 17. Weblogjubiläum! Immer und stetig gibt es hier Herzensware zu lesen – lang lebe das Blogwesen! Danke dafür und viel Prosit!

  6. Vielen Dank fürs Schreiben, vor allem für den Humor und die Beobachtungen. Es ist hier immer herzenswarm, oft tiefgründig und immer erheiternd und leicht. Das liebe ich so an ihrem Blog, geschätzter Herr Buddenbohm. Auf die nächsten 17 Jahre (hier Rotwein-Gläser-Klirren einfügen)!

  7. Oh, 17! Ein echter Teenager also. Anlass zu Freude und Nachdenken, wie alle Texte. Was würde ich ohne sie/Sie tun in all den langen Zeiten voller böser Krankheit und Angst….Danke für alles! Und bitte weiter schreiben, leben, lieben, lachen und auch weinen. Auch wenn das Boot manchmal wankt, wir alle stopfen es dicht, wie ein alter Fischer mir vor vielen Jahren sagte!

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