Die Herzdame liest: Garden Girls

So langsam tut sich bei uns im Garten was. Der Bagger ist abgezogen, die Laube bestellt und der Grundriss abgesteckt. Jetzt warten wir nur noch darauf, dass die neue Laube endlich geliefert und aufgebaut wird. Wie es aussieht, haben wir auch einen Termin Anfang Mai.

Jetzt gerade frustriert mich sehr, dass die Kosten für die Verlegung des Stroms in der Laube immer mehr aus dem Ruder laufen. Erst kommt hier noch was zu und dann da noch – und das ganz ordentlich.

Um mich zwischendurch mit etwas Netterem abzulenken, beschäftige ich mich zur Abwechslung mal wieder mit der Inneneinrichtung und dem Anstrich der Laube.

Wie ich vor einiger Zeit hier schon mal geschrieben habe, ist es gar nicht so einfach Inspiration für hübsche Lauben zu finden. Inzwischen habe ich ein paar Instagram-Accounts gefunden, die auch schöne Lauben haben, aber immer noch zu wenig.

Deshalb habe ich mich auch sehr gefreut, dass ich vom Callwey-Verlag das frisch erschienene Buch „Garden Girls – 20 Frauen und ihr Traum von der eigenen Laube“ zum Rezensieren geschickt bekommen habe.

Das Buch wurde von Jana Henschel geschrieben, die Fotos sind von Ulrike Schacht. Wie der Titel schon sagt, haben die beiden 20 Gärtnerinnen in ihren Schrebergärten besucht, von denen auch viele selbst über ihre Gärten bloggen (also noch mehr Inspirationen).

Foto: Ulrike Schacht

Ich finde, sie haben bei den Gärten eine tolle Auswahl getroffen und man findet viele umsetzbare Ideen. Auf jeder zweiten Seite denke ich mir „das will ich auch, und das und das und das auch …“. So viele Gärten kann ich gar nicht bewirtschaften, um alles umzusetzen, was mir gefällt.

Im Gegensatz zu den meisten Interieur-Magazinen und -Büchern ist dieses Buch aber nicht nur schön, sondern auch äußerst praktisch. Sonst findet man meistens zwar hübsche Ideen, aber nichts davon kann man umsetzen, weil einem gerade das Industrieloft, das Landhaus oder das nötige Kleingeld für entsprechende Designklassiker fehlt.

Hier nicht! Hier findet man neben Bezugsquellen für bezahlbare Lauben auch detaillierte Farbangaben zum sofortigen Farbkauf und zum Losstreichen. Wie toll ist das denn bitte? Das hat mich echt begeistert. Genau das, was ich brauche, wenn ich eine neue Laube plane oder renoviere.

Foto: Ulrike Schacht

Jede Gärtnerin hat auch einen DIY-Tipp sowie ein Lieblingsrezept für die eigene Ernte beigesteuert. Die DIY-Tipps müssen noch warten, da habe ich aktuell keinen Nerv zu, aber Annas Apfeltarte mit karamellisierten Walnüssen steht schon auf meinem Speiseplan (wenn auch noch nicht von eigenen Äpfeln). Janines Giersch-Pesto ignoriere ich mal, ich habe so einen Hass auf Giersch, ich würde es nicht runter bekommen. Auf der anderen Seite, seinen ärgsten Feind einfach aufzuessen …?

Foto: Ulrike Schacht

Zum Schluss gibt es noch eine Reihe praktischer Tipps, wie man den Garten und die Laube schöner gestaltet, welches der beste Rasenmäher ist, wie man Schnecken und Unkraut loswird oder wie das mit der Toilette im Garten funktioniert. Außerdem kommen noch ein paar Profis zu Wort und erklären, wie man an einen Schrebergarten kommt, fette Beute macht oder was man beim Laubenbau beachten muss.

Alles in allem nicht nur ein schönes, sondern auch sehr hilfreiches Buch.

Und hier noch ein paar Instagram-Accounts mit hübschen Lauben:

https://www.instagram.com/lust_auf_laube/
https://www.instagram.com/fraumeise.de/
https://www.instagram.com/_neon_beige_/
https://www.instagram.com/summerhouselindenlane/
https://www.instagram.com/picturesofmygardendatscha/

Die Herzdame: #Gartenliebe

Bei Instagram ist mir ein Trend aufgefallen, den ich nicht so recht nachvollziehen kann, das ist dieses inflationäre Verwenden von Hashtags mit #liebe #love #happy #lucky oder auch #happyme #luckyme und so weiter.

Ich folge da seltsamerweise so einigen Instagram-Accounts, die mit diesen Hashtag-Zusätzen nur so um sich werfen.

Da sieht man ein Großstadtbild #hamburgliebe, #berlinliebe, #londonlove oder ein Bild mit einem Stuhl oder ein paar Vasen #interiorlove. Ein Bild mit einer Tasse Kaffee drauf bekommt den Hashtag #kaffeeliebe oder auch gerne #happyme. Blumen auf einem Foto natürlich #flowerlove. Bei einem Elbfoto darf auf keinen Fall das Hashtag #elbliebe oder #elblove fehlen. Bei allen anderen Flüssen, Städten, Meeren, Landschaften ist es genauso.

Auf keinen Fall fehlen dürfen Jahreszeiten-Liebe-Hashtags, egal was auf den Bildern zu sehen ist: #summerlove, #autumnlove, #winterlove, #springlove.

Mir würden so ein bis fünf Hashtags, die schriftlich ausdrücken, was man auf dem Bild sieht voll und ganz ausreichen. Es reicht doch, wenn ich mit einem! Hashtag lesen kann, dass da die Ostsee zu sehen ist. Oder ein Tisch.

Ich weiß nicht, ob es der Neid auf die Menschen ist, die augenscheinlich so unglaublich glücklich sind und das Leben so lieben, dass sie das in jedem Foto ausdrücken müssen, aber mir geht diese ganze überschwängliche Liebe etwas auf die Nerven.

Bei mir gibt es bisher nur zwei Instagrambilder, die es wirklich verdient haben, mit dem Hashtag #gartenliebe.

Da wir ja aktuell ohne Laube sind und auch alle blickdichten Koniferen haben fällen lassen, gibt es keine Möglichkeit mehr, ungestört und sichtgeschützt sein Bedürfnis zu verrichten. Die Jungs können sich noch halbwegs geschützt hinter den Kompost stellen, aber ich muss aushalten, bis wir wieder zu Hause sind oder mich bei den Nachbarn einladen. Schön ist das nicht.

Und als ich nun am Wochenende gerade aus dem Nachbargarten zurückkam, hat mich der Gatte mit was Selbstgebautem überrascht. Noch nie hat ein Mann ein Klo für mich gebaut! Und so sieht es aus, der umgenutzte Rest eines alten Schuppens:

Und wenn das nicht den Hashtag #gartenliebe verdient hat, dann weiß ich es auch nicht.

#gartenliebe #garten #kleingarten #schrebergarten

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Die Herzdame: „Die drei ??? und der dreiäugige Totenkopf“

Der Gatte war eingeladen zur Premiere des neuen Hörspiels von Die drei ??? im Planetarium Hamburg. Da das für ihn aber die Höchststrafe ist, sich Hörspiele anzuhören, habe ich kurzerhand die Gelegenheit genutzt und eine Freundin dahingeschleppt.

Ich liebe Die drei ??? und höre sie noch immer als Musikcassette auf meinem altersschwachen Walkman. Was ich mache, wenn der mal den Geist aufgibt, ich weiß es nicht. Aber umsteigen auf CD oder MP3 kommt gar nicht in Frage – ich habe mit Cassetten angefangen, ich bleibe dabei.

Im Übrigen habe ich irgendwo mal gelesen, dass Musikcassetten in Deutschland nur noch für Die drei ??? Hörspiele Verwendung finden und sonst keine mehr produziert werden. Kult eben … den verstehe hier sogar die Söhne, nur der Gatte leider nicht.

Die drei ??? nicht mehr zu Hause zu hören, das ist inzwischen schon auch schon Kult geworden. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, füllen die drei Detektive inzwischen schon ganze Stadien. Aber ich bin auch da etwas altmodisch und höre sie am liebsten zu Hause. Gerne beim Zusammenlegen der Wäsche. Ich bin es schon gar nicht mehr gewohnt, einfach nur zuzuhören ohne etwas dabei zu tun. Die Söhne leisten mir dabei auch gerne Gesellschaft, jeder macht sein Ding dabei und wir hören gemeinsam. Das ist schön.

Nun aber zum Hörspiel-Event im Planetarium. Das Besondere daran ist die räumliche Wiedergabe der Klangeffekte mit 3D-Sound, während man sich entspannt in seinem Stuhl zurücklehnt und die visuelle 360°-Bebilderung in der Kuppel auf sich wirken lässt. Für mich eine ganz ungewohnte Erfahrung, hören und nichts tun.

Plakat ???

Die Geschichte basiert auf der ersten Die drei ???– Grafic Novel, die 2015 erschienen ist. Die Handlung zitiere ich jetzt einfach mal aus der Einladung: „Horror-Regisseur James Kushing erwacht eines Morgens mit einer mysteriösen Tätowierung auf dem Arm: ein dreiäugiger Totenkopf! Was hat das Tattoo mit dem Film zu tun, den Kushing niemals fertiggestellt hat? Und welches Geheimnis steckt hinter dem gestohlenen Smaragd, der vor Jahren spurlos vom Filmset verschwand? Justus, Peter und Bob stürzen sich in den Fall und entdecken nach und nach die Wahrheit hinter dem Rätsel…

Die Bilder sind immer unscharf und düster, man sieht auch nie die drei Detektive, so dass immer noch genug Raum für die eigene Phantasie bleibt. Meine beiden Highlights waren der Platzregen, der die Kuppel runter lief, sowie die Fahrt in Bobs altem Käfer, während draußen die Palmen von Rocky Beach an einem vorüberzogen.

Der Sound war beeindruckend, besonders dann, wenn ich gerade vor lauter Entspannung drohte wegzudämmern und hinter mir plötzlich laute Stimmen losdonnerten.

Das Hörspiel selbst fand ich überzeugend, mit ein paar sehr spannenden Passagen. Bei der Geschichte selbst zeigte sich, wer passionierter Die drei ??? Hörer ist und wer nicht. Meine Freundin, die seit damals keine einzige Folge mehr gehört hat, teilte mir schon früh mit, wen sie für den Übeltäter hielt, was ich aber absolut nicht glauben konnte, weil sonst in Zukunft die Geschichten umgeschrieben werden müssten. Wer Recht hatte, verrate ich aber nicht.

Wir beide hatten einen sehr vergnüglichen Abend. Und wäre es nicht so schön, auch mal nur mit Erwachsenen was zu unternehmen, ich würde glatt das nächste Mal meine Jungs mitnehmen. Vom Alter her würde es passen.

Informationen zu Terminen und weiteren Veranstaltungsorten gibt es hier.

Terminhinweis für Hamburger Eltern

An diesem Wochenende (17. und 18. März) läuft wieder die Ausstellung “Floating Bricks” im Hamburger Hafen beim Hamburg Cruise Center Altona. Wir waren schon im letzten Jahr da, der Veranstalter hatte in dieser Woche bei uns Bannerwerbung, dem einen oder der anderen fiel es vielleicht auf.

Am Sonntag gehen wir da auch hin, obwohl die Legobegeisterung der Söhne im letzten Jahr stark nachgelassen hat – sie werden so schnell groß und wünschen sich plötzlich Kinogutscheine und dergleichen. Für die Ordnung im Kinderzimmer ist das eine ganz erfreuliche Entwicklung, andererseits stimmt es mich doch etwas nostalgisch, wenn ich die große Legokiste zwischen ihren Betten sehe.

Bei der Ausstellung sind aber genug erwachsene Baumeister dabei, die machen da Sachen, die man in Kinderzimmern üblicherweise nicht so vorfindet. Das beeindruckt ziemlich sicher auch Kinder, die aus dem klassischen Legospielalter so langsam rauswachsen.

Alle Details zur Ausstellung hier. Was dort allerdings nicht steht – man kommt da auch sehr gut mit der Fähre hin. Ab Landungsbrücken mit der 62er Richtung Finkenwerder und dann Dockland aussteigen.

Der NDR berichtet auch.

Die Highlights in diesem Jahr:

Und hier noch einmal die Bilder aus dem letzten Jahr:

 

Werbebanner Floating Bricks

Die Herzdame: Experiment – Die Zeit danach

Ein Text von Maret Buddenbohm, auch bekannt als die Herzdame, die das Experiment rückblickend für gelungen hält, auch wenn das meiste nicht besser geworden ist als vorher.

Die Söhne mit dem iPad

Für alle, die das Experiment noch einmal von Anfang an lesen möchten bitte hier entlang.

Das Experiment ist inzwischen schon seit ein paar Tagen beendet. Der Familienrat musste wegen Krankheit im Hause Buddenbohm immer wieder verschoben werden. Aber das war vielleicht auch ganz gut so, denn so konnten wir die Eindrücke noch mal ein paar Tage sacken lassen.

In den Kommentaren haben einige Leser angemerkt, dass eine Woche wahrscheinlich etwas zu kurz ist und die Kinder in der überschaubaren Zeit alles mitnehmen würden, was nur geht. Das trifft bei den Söhnen definitiv auch zu. Aber eine wirklich wichtige Erkenntnis hat das Experiment trotzdem geliefert – vielleicht auch gerade, weil es so kurz und exzessiv war – die Kinder haben erkannt, dass es bei Medien kein Ende gibt. Diese Illusion haben sie ja so lange, wie sie immer wieder von den Eltern gebremst werden. So lange denken sie, dass sie irgendwann freiwillig aufhören würden, dass es irgendwann genug ist, dass sie irgendwann satt sind. Wie der Gatte immer wieder sagt: Das hat damals beim Fernsehen auch schon nicht geklappt.

Was hat nun aus Elternsicht gut geklappt? Was nicht so?

Grundsätzlich haben die Abende viel besser geklappt als die Morgende, das Zähneputzen deutlich besser als die restliche Körperpflege. Und mit Ausnahme des Kinderzimmers war die Wohnung die ganze Woche über erstaunlich ordentlich. Lernen und Hilfe im Haushalt liefen mal mehr, mal weniger gut und alles in allem gar nicht mal so schlecht. Aber ohne Erinnerungen funktionierte eigentlich gar nichts. Wobei ich Erinnerungen auch nicht weiter schlimm finde, wenn sie nicht so dermaßen häufig ausgesprochen werden müssen, dass sie irgendwann unwillkürlich doch wieder ins Schimpfen übergehen. Praktisch war für mich, dass ich weniger waschen musste, weil einfach nichts zum Waschen da war, da es alles irgendwo im Kinderzimmer verschimmelte. Nur die Mediensituation war wirklich schlimm, das wurde auch von allen Beteiligten so empfunden.

Am Ende waren alle auf die ein oder andere Art froh, dass das Experiment jetzt vorbei ist und wir wieder zur Normalität zurückkehren konnten. Wir Eltern dürfen wieder meckern, wovon ich am nächsten Tag auch schon regen Gebrauch gemacht habe. Gleichzeitig merkte ich aber, wie angenehm es war, die Verantwortung an die Kinder abzugeben und mich nicht dauernd aufregen zu müssen.

Die Kinder haben wie gesagt verstanden, dass es bei Medien nie genug gibt und dass dies zu Problemen führt. Sohn 1 hat am Ende nicht mal mehr die kleinsten Kleinigkeiten auf die Reihe bekommen und machte sich ernsthaft Sorgen, durch exzessiven Medienkonsum komplett zu verblöden. Sohn 2 wollte wieder deutlich mehr betüdelt werden und weniger Verantwortung tragen. Ich glaube, er braucht die ganzen Regeln auch, um dagegen sein zu können. Regeln geben Richtung, manchmal eben mit ein paar Umwegen. Alles in allem sind jedenfalls von beiden Kindern ausdrücklich wieder mehr Regeln gewünscht.

Für uns Eltern war eine wichtige Erkenntnis, dass unsere pädagogischen Dramen massiv durch die digitalen Medien verursacht werden. Das größte Problem war einzig und allein das iPad, der Rest regelte sich eigentlich fast wie von selbst. Das war uns vorher nicht in dem Ausmaß klar, die anderen Themen kamen uns manchmal ähnlich schwierig vor – vielleicht lagen wir da gar nicht richtig. Wir haben also beschlossen, das Meckern bei diversen anderen Themen weiterhin einzustellen und öfter abzuwarten, was sich alles von selbst auflöst.

Damit sich aber überhaupt etwas regeln kann, das fiel uns auch am Tag nach dem Experiment auf, müssen die Kinder besser wissen, was wir wann vorhaben. Es ist etwas zu viel verlangt, dass sie bei allem, was wir ihnen mehr oder weniger spontan als Aufgabe hinwerfen, sofort willig mitspielen – das würden wir als Erwachsene ja auch nicht gerne machen. Wir brauchen wohl mehr Struktur und Klarheit und haben also beschlossen, sowohl Werktage als auch vor allem Wochenenden ausdrücklicher vorzuplanen und vorzubesprechen. Wer hat wann welchen Termin mit wem, wie kann das gehen, wieviel Zeit bleibt vermutlich davor und danach, welche Aufgaben müssen – von wem auch immer – erledigt sein, damit so etwas wie Freizeit – und damit auch Medienzeit – überhaupt möglich ist.

In vielen Fällen wird man die Medienzeit schon im Vorwege dadurch klar begrenzen können und müssen, die Werktage geben da durch die Bank nicht viele Möglichkeiten her. Wir haben jedenfalls beide so gar keine Lust mehr, dauernd mit der Stoppuhr neben den Kindern zu stehen, es erscheint attraktiver, mit logisch möglichen Zeiträumen zu arbeiten. Also nicht „Du hast jetzt 25 Minuten“, sondern „Du kannst jetzt ans iPad bis wir wieder losmüssen.“ Und wenn das dann 60 Minuten sind, dann ist es so. Und wenn es nur zehn sind, dann ist das auch so. Wir werden sehen, ob das wirklich ein brauchbarer Plan ist.

Bei den Regeln für die Wochenenden schwimmen wir aber noch. Beim ersten Versuch, da eine vernünftige Regel zu finden, kamen wir gemeinsam auf ein Vorschriftenwerk mit mehreren Unterparagraphen und Ausnahmeverordnungen, nach einer Stunde Familienrat hätte keiner von uns diesen Regelwust flüssig referieren können – und dann weiß man doch gleich, dass es nicht funktionieren kann. Wochenenden bleiben also zu klären, man muss aber auch nicht immer bei allen Punkten sofort gewinnen. Vielleicht klärt das auch der Frühling für uns, ab in den Garten. Da gibt es kein WLAN – und das bleibt auch so.

Sohn II hatte dann auch noch einen sehr schönen Vorschlag, nämlich jetzt eine Woche lang alles zu machen, was wir von ihm wollen, also eine Ausgleichswoche. Sein zweiter Vorschlag, weil er Experimente nun einmal gut findet: eine ganze Woche alles hinzunehmen und mit „Mir doch egal“ zu beantworten.

Alles in allem war das Experiment kurz, intensiv und erkenntnisreich. Es hat unser Leben nicht auf einen Schlag entspannter und besser gemacht. Aber wir haben doch Ergebnisse, mit denen wir nun weiterarbeiten können.

Und wenn die Söhne in Zukunft das iPad nicht freiwillig und schnell genug weglegen, werden wir einfach als Strafe eine weitere Woche komplette Medienfreiheit androhen. Da müssen wir dann nur aufpassen, dass nicht gerade die Mir-doch-egal-Woche ist.

Hier noch mal alle Berichte des Experiments:

Einleitung | Tag 1Tag 2 | Tag 3 | Tag 4 | Tag 5Tag 6Tag 7 | Tag 8 | Fazit

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Da die Söhne Hauptfiguren dieser Blogartikelreihe sind, mittlerweile aber schon ziemlich gut mitlesen können und eine genaue Vorstellung davon haben, was sie von sich im Netz lesen wollen und was nicht, werden diese Artikel vor Veröffentlichung mit ihnen besprochen und lektoriert. Auch wenn ich es richtig blöd finde, wenn ein guter Witz von ihnen gestrichen wird und rausfliegt.

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Um der Verdummung durch zu viel digitale Medien entgegen zu wirken – der Sponsor dieser Reihe ist die SZ Familie.

Die Herzdame: Experiment Tag 8

Ein Text von Maret Buddenbohm, auch bekannt als die Herzdame, die heute leider gar nicht viel zu berichten hat.

Die Söhne mit dem iPad

Für alle, die das Experiment noch einmal von Anfang an lesen möchten bitte hier entlang.

Es ist Freitag und der letzte Tag des Experiments. Auch heute Morgen läuft es nicht anders als die Tage zuvor. Sohn 1 kommt wieder nicht vom iPad los, schafft es dann aber tatsächlich noch, in letzter Minute zu duschen. Hurra! Konfetti! Alles geht, man braucht nur ein paar Tage Anlauf.

Beiden Jungs fällt dann allerdings ein, dass sie nachmittags zum Schwimmen wollen und das dieses Duschen daher eigentlich überflüssig war, und diese Erkenntnis ist nicht gut für die Stimmung.

Ich habe schon früh einen Termin zur Bestellung unserer Laube und muss kurz vor 8 Uhr los. Als ich gehe, ist Sohn 1 immer noch nicht fertig. Ich laufe zufällig am Haus seines Kumpels vorbei, der schon auf dem Balkon steht und seit einer Weile auf ihn wartet. Und obwohl es mich diese Woche ja eigentlich nichts angeht, macht es mich echt traurig, dass diese Kleinigkeiten nicht funktionieren, ohne dass man alles anweist.

Eigentlich wollten wir heute Familienrat halten und über unsere Erkenntnisse sprechen, aber die Termine machen uns wieder einen Strich durch die Rechnung. Abends sehe ich die Jungs nur für eine halbe Stunde, da sie lange unterwegs sind und ich dann mit einer Freundin zum Essen verabredet bin. Der Familienrat wird also erst einmal kurz verschoben.

Und das Fazit dieser kleinen Reihe damit auch.

Hier noch mal alle Berichte des Experiments:

Einleitung | Tag 1Tag 2 | Tag 3 | Tag 4 | Tag 5Tag 6Tag 7 | Tag 8 | Fazit

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Da die Söhne Hauptfiguren dieser Blogartikelreihe sind, mittlerweile aber schon ziemlich gut mitlesen können und eine genaue Vorstellung davon haben, was sie von sich im Netz lesen wollen und was nicht, werden diese Artikel vor Veröffentlichung mit ihnen besprochen und lektoriert. Auch wenn ich es richtig blöd finde, wenn ein guter Witz von ihnen gestrichen wird und rausfliegt.

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