Die Herzdame backt: Schokoladenkuchen oder auch Coronakuchen genannt

Um noch mal kurz auf die Sache mit dem Rettungsschirmchen zurückzukommen, auch Backen (oder viel eher Kuchenessen) zählt zu den Dingen, die mich gerade von der ganzen Krise ablenken. Wenn es denn mal Mehl zu kaufen gibt …

Eine Schüssel mit 2 EL Mehl

Und weil es keine Option ist, ständig Kuchen kaufen, gibt es gerade ziemlich häufig unseren neuerdings sogenannten Coronakuchen. Denn für den braucht man nur 2 Esslöffel Mehl. Und weil das so wenig ist, kann man das auch gut durch Maismehl (für Menschen mit Glutenunverträglichkeit) oder sogar durch Dinkel- oder Vollkornmehl ersetzen. Die Mehlsorte halt, die trotz der Hamsterkäufe niemand will und die immer im Regal zurückbleibt.

Das Rezept habe ich vor einiger Zeit mal von unserer Freundin Christiane bekommen und es ist einer der Lieblingskuchen des Gattens und von Sohn 1.

Und das Beste ist, er ist nicht nur lecker, fast ohne Mehl, sondern auch ratzfatz in 30 Minuten fertig.

Zutaten:

150 g Butter
200 g dunkle Schokolade
4 Eier
150 g Zucker
100 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
2 EL Mehl

Die Zutaten für den Kuchen

Und los geht’s:

Butter und dunkle Schokolade zusammen in einem Topf schmelzen und abkühlen lassen.

Die Herzdame bricht Schokolade

Eier trennen und das Eiweiß zu Eischnee schlagen.
Eigelb und Zucker schlagen bis die Masse schaumig weiß ist.

Die Herzdame quirlt

Schokoladenbutter, Mehl und Mandeln dazugeben und verrühren.
Vorsichtig den Eischnee unterheben.

Eischnee und SchokoladeDie Masse in eine runde, gefettete Backform geben und bei 220 Grad für 20 Minuten backen. Der Kuchen darf innen noch flüssig sein.

Die Herzdame gießt Schokolade

Die Herzdame vor dem Backofen

Puderzucker drauf und fertig.

Schokoladenkuchen mit Puderzucker

Ach ja, heute leider mal ohne Kleid. Sorry. Aber mir war einfach nicht danach. Ich hoffe, Ihr versteht das. Vielleicht in Kürze wieder mit, wir werden sehen.

Trotzdem guten Appetit!

Kuchen auf einem Tisch vor der Laube

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Rettungsschirmchen

Ein Text von Maret Buddenbohm, geschrieben zwischen Home-Office und Home-School.

Normalerweise versuche ich Probleme zu lösen, indem ich so lange darüber nachdenke, bis ich eine Lösung habe. Manchmal klappt das gut, manchmal nicht so. Ich bin auch ein großer Freund des Pläneschmiedens. Manchmal ändern sich die Rahmenbedingungen, manchmal waren die Pläne auch einfach nicht so gut. Aber grundsätzlich sind Pläne immer ein ganz guter Rettungsschirm für mich, an denen ich mich festhalten kann und die mir helfen, nach vorne zu schauen.

Nachdem unser letztes Jahr, sagen wir es mal vorsichtig, nicht so dolle war, bin ich mit vielen Plänen ins neue Jahr gestartet. In kürzester Zeit musste ich nun einsehen, meine Pläne gehen alle nicht auf. Sie halten nicht mal mehr einen Tag lang.

Ich weiß, es geht nicht nur mir so, planen kann gerade niemand mehr. Man kann nur in den Tag hineinleben und schauen, was passiert. Ein neuer Rettungsschirm muss her, einer, der die aktuellen Sorgen und Ängste abfedert. Wobei es in Anbetracht der Dimensionen gerade eher ein Rettungsschirmchen ist.

Mein Rettungsschirmchen ist unser Garten. Wenn ich im Garten bin, vergesse ich alle Sorgen und Ängste. Ich bin da, wo die meisten Menschen gerade nicht sein sollten, nämlich draußen. Ich durfte zwei Wochen lang täglich die Frühlingssonne genießen. Und ich muss keinen Mindestabstand einhalten, außer wenn ich die neue Singvogelbeerenhecke an der Grenze zu den Nachbarn verbuddele. Und da unser Garten noch lange nicht fertig ist, kann ich hier auch weiterhin ohne Ende Pläne machen – Sockelblende, Terrasse, Windschutz, Pergola, noch mehr Gemüsebete. Auch wenn ich die ganzen Pläne in absehbarer Zeit noch nicht umsetzen kann, weil uns wie vielen gerade die Einnahmen wegbrechen und es uns reichlich unklar ist, wie es wirtschaftlich überhaupt weitergeht.

 

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Manchmal ist es dennoch ganz schön, in den Tag hineinzuleben, spontan einen Sohn zu schnappen und mal eben mit sehr geringem Budget die Laube umzugestalten. Ich habe dem Gatten jetzt auch eine „richtige Küche“ gebaut, wo er mich endlich ohne Ausrede bekochen kann. Letztes Jahr musste ich zum Essen immer nach Hause kommen, weil ihm das in der Laube zu anstrengend war.

 

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Auch das Sofa steht nun viel besser, wenn ich darauf sitze, kann ich bei offener Tür den ganzen Garten überblicken und darüber nachdenken, was für ein Glück wir doch damit haben.

 

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Und ich hoffe, dass mich der Garten auch noch über die nächsten, unendlich langen Wochen rettet.

Habt Ihr auch ein Rettungsschirmchen? Machen wir eine Schirmchenparade?

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Die Herzdame backt: Saftiger Schokoladenkuchen

Schokoladenkuchen

In unserem kleinen Bahnhofsviertel gibt es ein portugiesisches Café, wo sich gefühlt schon seit 100 Jahren eine Kaffeegruppe aus Müttern aus dem Stadtteil trifft. Immer freitags, oft auch donnerstags oder montags und nicht selten auch dienstags und mittwochs. Immer in der Zeit zwischen Kinderwegbringen und selbst zur Arbeit gehen. Auf einen Galao und einen kurzen Schnack – die Themen sind vielfältig.

Hin und wieder kommt dann noch der Freitagabend dazu, dann gibt es Wein und Sagres, um das Wochenende einzuläuten. Inzwischen gibt es auch Männer in der Kaffeegruppe, zum Beispiel meinen. Und mit jedem neuen Schuljahr kommen auch noch weitere Eltern dazu.

Seit cirka zwei Jahren gehöre auch ich der Runde an. Und es ist mir ein liebgewordenes Ritual, nach einem meist hektischen Morgen mit der Familie noch mal kurz runter zu kommen, bevor es dann ins Büro geht.

Letztens gab es etwas zu feiern und dazu habe ich den Lieblingsschokoladenkuchen von Sohn 1 mitgebracht. Sohn 1 bestellt diesen Kuchen zu wirklich jedem Anlass bei mir, der Kuchen ist auch meistens als erstes weg.

Da dachte ich, warum den Kuchen nicht mal zu einer Erwachsenenveranstaltung mitbringen – natürlich mit buntem Dekor. Leider hat ihn dann bei der Party fast niemand gegessen, vielleicht war er zu bunt. Wer weiß… Ich hatte dann auch keine Lust ihn wieder mitzunehmen und habe mich ohne Kuchen davon gemacht. Aber offensichtlich wurde er dann doch noch gegessen, jedenfalls wollten bei der nächsten Kaffeerunde plötzlich alle das Rezept.

Ein Löffel Kakao

Hier liebe Kaffeegruppe (und alle anderen), für Euch:

Ihr braucht:

  • 300 gr Butter
  • 8 EL Kakao
  • 350 gr Zucker
  • 250 gr Mehl
  • 1 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier (M)
  • 150 gr Schmand
  • 60 ml Milch
  • 200 gr Puderzucker

Und los geht es:

Die Herzdame fettet eine Form

200 gr Butter, 4 EL Kakao und 200 ml Wasser unter Rühren kurz aufkochen. Dann abkühlen lassen und den Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Die Herzdame

Mehl, Zucker, Natron und Salz vermischen. Dann Schmand und Eier, sowie die abgekühlte Kakaomasse dazugeben und verrühren. Den Teig in eine gefettete Springform geben und im unteren Ofendrittel ca. 30 Minuten backen.

Dann abkühlen lassen und den Kuchen mit einem Zahnstocher mehrfach einstechen, laut Rezept. Ich perforiere ihn quasi, damit der Schokoladenguss richtig einzieht und dadurch so saftig wird.

Herzdame an Ofen

Dann die restliche Butter, den restlichen Kakao, sowie Milch und Puderzucker im Topf mischen und vorsichtig unter Rühren aufkochen.

Die Hälfte des Gusses über den Kuchen gießen, dann abkühlen lassen.

Guss tropft vom Löffel

Zum Schluss noch mal den restlichen Guss erwärmen und über den Kuchen gießen. Und buntes Zuckerdekor nicht vergessen, das knackt so schön beim Kauen und gibt dem ganzen noch so eine Crispy-Note.

Die Herzdame

Im Übrigen empfiehlt es sich, den Kuchen entweder komplett in der Form zu lassen oder zumindest bis zur ersten Hälfte des Gusses. Normalerweise nehme ich den Ring der Springform erst ab, wenn der Guss komplett fest ist. Heute habe ich für Fotozwecke den Kuchen gleich auf eine Tortenplatte gesetzt und begossen. Das war keine gute Idee …. Richtig fotogen ist er jetzt nicht mehr.

Schokoladenkuchen von oben

Aber geschmeckt hat er dann trotzdem.

Das Kleid ist leider auch nicht besonders fotogen, ich müsste erst ein neues kaufen, so lange wollte ich meine Kaffeegruppe nun nicht warten lassen. Außerdem ist es wahnsinnig bequem und die seitlichen Taschen sind super.

Die Herzdame

Das Rezept war mal der Kuchen des Monats in der Zeitschrift „Für jeden Tag“, aber fragt mich bitte nicht, in welcher Ausgabe oder in welchem Jahr.

Die Schuhe der Herzdame

Die Schuhe vom Backofenbild habe ich übrigens u.a. von dem Leserinnengeld bezahlt. Vielen Dank nochmal an alle!

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Wanderlust

Wie der Gatte hier schon geschrieben hat, haben wir jetzt über die Feiertage die Netflix-Serie Wanderlust gesehen. Seit gefühlt 100 Jahren mal wieder Pärchen-Filmabende. Die Kinder haben wir aus dem Schlafzimmer ausgesperrt, ein Bierchen aufgemacht, uns im Arm gehalten und die Serie geschaut. Das war schön.

Der Serie selbst stehe ich etwas zwiegespalten gegenüber. Es geht um ein Ehepaar in einer langjährigen Beziehung, bei denen es im Bett nicht mehr so richtig gut läuft. Nachdem sie sich gegenseitig ihre Seitensprünge gestanden haben, stellen sie fest, dass sie keine Lust mehr auf einander haben, sich aber immer noch lieben und sich dann halt nur noch außerhalb der Ehe vergnügen wollen. Es läuft gut an, sie reden viel miteinander und sogar die Lust aufeinander kommt wieder.

Die Serie ist sehr dialoglastig und es wird viel über Bedürfnisse und Wünsche geredet, was mich etwas nachdenklich gestimmt hat. Auch wenn die Gesellschaft angeblich immer offener wird, über Sexualität und Fantasien wird bis heute noch nicht viel geredet. Vielleicht gibt es das anderswo, aber ich habe nur sehr wenige Freunde, mit denen ich wirklich offen darüber reden kann. In der Regel verstecken sich alle Gesprächspartner hinter billigen Sprüchen oder zerreißen sich das Maul darüber, wie x sich bloß von y flachlegen lassen konnte. Es geht fast immer nur um die andern und fast nie um einen selbst. Oder es gibt großes Schweigen.

Die Serie geht vor allem der Frage nach, ob eine offene Beziehung möglich ist. Das ist spannend und mutig und für mich das erste Mal, dass ich dieses Thema kritisch, aber ohne erhobenen Zeigefinger im Film wahrgenommen habe. Im Übrigen bin ich auch fest davon überzeugt, dass das Konzept „offene Beziehung“ funktioniert. Es traut sich nur niemand.

Die Serie oder zumindest diese Staffel kommt leider zu einem anderen Schluss, was ich dann doch nicht mehr so mutig finde. Schade, aber immerhin haben sie es versucht. Und leider ging auch das „miteinander reden“ nach ungefähr 2/3 der Staffel über in „viel zu viel reden“. Und auch den erwachsenen Kindern muss man ja nicht gleich alle Details seiner neu erwachten Lust auf die Nase binden, oder?

Alles in allem war die Serie super und im übrigen auch totkomisch, der Schluss aber ziemlich entbehrlich. Da die Serie allerdings auf einem Theaterstück basiert, kann sie vermutlich noch nicht mal etwas dafür.

Ich wäre jedenfalls sehr gespannt, wie eine zweite Staffel weitergehen könnte.

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Ein kurzer Gruß

Ich bin immer wieder dankbar, dass ich kein eigenes Blog habe. Doch, doch, das kann ich wohl sagen. Sonst wären mir jetzt schon alle Leser weggelaufen. Wie gut, dass der Gatte die Hauptlast hier trägt. Wenn das Datum meiner Word-Vorschreib-Dokumente stimmt, habe ich Ende August zuletzt etwas geschrieben. Ganz schön lange her. Ich kann das auch erklären … Also, erst hatten wir im September die Kindergeburtstage und die Geburtstage der Kinderfreunde. Da ist man dann nur noch mit dem Besorgen der Geschenke beschäftigt und damit, die Kinder zu Indoor- und Outdoor-Events zu fahren.

Außerdem hatte der Gatte bekanntermaßen seinen Bildungsellenbogen, was dazu geführt hat, dass Haushalt und Garten komplett an mir hängen geblieben sind. Der Gatte konnte zeitweise noch nicht mal Kartoffeln schälen, bestenfalls das Essen umrühren. Und so ein Garten ist ja gerade im Anfangsstadium zeitlich gesehen ein Fass ohne Boden. Bis Mitte Oktober habe ich also jeden Tag direkt nach der Arbeit bis in die tiefste Dunkelheit im Garten gearbeitet.

Und dann wurde der Garten vom Job abgelöst – übergangsweise von Oktober bis Dezember habe ich Vollzeit und mehr gearbeitet und mich nur zwischen Bett und Büro hin und her bewegt. Der Gatte hat währenddessen die Kinder betreut, denn Hausaufgabenhilfe und ins Bett bringen und so, das konnte er noch. Dabei hätte es auch im Garten noch so viel zu tun gegeben! Und Stand heute war ich schon seit 8 Wochen nicht mehr im Garten.

Der Gatte berichtete letztens, dass angeblich irgendwo in den Kommentaren jemand beklagt hätte, dass ich schon so lange nichts mehr geschrieben habe. Ich kann nicht beurteilen, ob das stimmt – ich hänge noch 27 Artikel zurück, inklusive aller zugehöriger Kommentare. 27 ungelesene Artikel.

Ich war auch kaum in den sozialen Medien unterwegs und habe nichts von der digitalen Welt mitbekommen – von der realen auch nur wenig. Das muss sich wieder ändern. Über Weihnachten hatte ich nun Urlaub und dachte auch ständig daran, dass jetzt DIE Gelegenheit wäre etwas zu schreiben. Die Feiertage sind rum und dann geht bald auch die Gartensaison schon fast wieder los. Aber ich habe keinen Plan, was ich schreiben könnte. Alle Ideen, die ich während der letzten Wochen hatte, haben sich dann von alleine auch wieder erledigt. Wenn man nur lange genug wartet, erledigt sich vieles von selbst.

Das war auch eine ziemlich gute Überlebensstrategie während der letzten Monate. Als Dauerzustand ist das allerdings nichts für mich. Also neues Jahr, neues Glück!

Ich werde mich jetzt erstmal um die 27 ungelesenen Blogartikel kümmern, dann die Ärmel hochkrempeln und wieder loslegen. Irgendwas ist ja immer. Allen Lesern und Leserinnen wünsche ich nun ein großartiges 2019 mit allem … [denkt Euch was aus].

Tschüss, bis bald!

(War doch eigentlich gar nicht so schwer.)

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Die Herzdame liest: Garden Girls

So langsam tut sich bei uns im Garten was. Der Bagger ist abgezogen, die Laube bestellt und der Grundriss abgesteckt. Jetzt warten wir nur noch darauf, dass die neue Laube endlich geliefert und aufgebaut wird. Wie es aussieht, haben wir auch einen Termin Anfang Mai.

Jetzt gerade frustriert mich sehr, dass die Kosten für die Verlegung des Stroms in der Laube immer mehr aus dem Ruder laufen. Erst kommt hier noch was zu und dann da noch – und das ganz ordentlich.

Um mich zwischendurch mit etwas Netterem abzulenken, beschäftige ich mich zur Abwechslung mal wieder mit der Inneneinrichtung und dem Anstrich der Laube.

Wie ich vor einiger Zeit hier schon mal geschrieben habe, ist es gar nicht so einfach Inspiration für hübsche Lauben zu finden. Inzwischen habe ich ein paar Instagram-Accounts gefunden, die auch schöne Lauben haben, aber immer noch zu wenig.

Deshalb habe ich mich auch sehr gefreut, dass ich vom Callwey-Verlag das frisch erschienene Buch „Garden Girls – 20 Frauen und ihr Traum von der eigenen Laube“ zum Rezensieren geschickt bekommen habe.

Das Buch wurde von Jana Henschel geschrieben, die Fotos sind von Ulrike Schacht. Wie der Titel schon sagt, haben die beiden 20 Gärtnerinnen in ihren Schrebergärten besucht, von denen auch viele selbst über ihre Gärten bloggen (also noch mehr Inspirationen).

Foto: Ulrike Schacht

Ich finde, sie haben bei den Gärten eine tolle Auswahl getroffen und man findet viele umsetzbare Ideen. Auf jeder zweiten Seite denke ich mir „das will ich auch, und das und das und das auch …“. So viele Gärten kann ich gar nicht bewirtschaften, um alles umzusetzen, was mir gefällt.

Im Gegensatz zu den meisten Interieur-Magazinen und -Büchern ist dieses Buch aber nicht nur schön, sondern auch äußerst praktisch. Sonst findet man meistens zwar hübsche Ideen, aber nichts davon kann man umsetzen, weil einem gerade das Industrieloft, das Landhaus oder das nötige Kleingeld für entsprechende Designklassiker fehlt.

Hier nicht! Hier findet man neben Bezugsquellen für bezahlbare Lauben auch detaillierte Farbangaben zum sofortigen Farbkauf und zum Losstreichen. Wie toll ist das denn bitte? Das hat mich echt begeistert. Genau das, was ich brauche, wenn ich eine neue Laube plane oder renoviere.

Foto: Ulrike Schacht

Jede Gärtnerin hat auch einen DIY-Tipp sowie ein Lieblingsrezept für die eigene Ernte beigesteuert. Die DIY-Tipps müssen noch warten, da habe ich aktuell keinen Nerv zu, aber Annas Apfeltarte mit karamellisierten Walnüssen steht schon auf meinem Speiseplan (wenn auch noch nicht von eigenen Äpfeln). Janines Giersch-Pesto ignoriere ich mal, ich habe so einen Hass auf Giersch, ich würde es nicht runter bekommen. Auf der anderen Seite, seinen ärgsten Feind einfach aufzuessen …?

Foto: Ulrike Schacht

Zum Schluss gibt es noch eine Reihe praktischer Tipps, wie man den Garten und die Laube schöner gestaltet, welches der beste Rasenmäher ist, wie man Schnecken und Unkraut loswird oder wie das mit der Toilette im Garten funktioniert. Außerdem kommen noch ein paar Profis zu Wort und erklären, wie man an einen Schrebergarten kommt, fette Beute macht oder was man beim Laubenbau beachten muss.

Alles in allem nicht nur ein schönes, sondern auch sehr hilfreiches Buch.

Und hier noch ein paar Instagram-Accounts mit hübschen Lauben:

https://www.instagram.com/lust_auf_laube/
https://www.instagram.com/fraumeise.de/
https://www.instagram.com/_neon_beige_/
https://www.instagram.com/summerhouselindenlane/
https://www.instagram.com/picturesofmygardendatscha/