Ich habe einen ausgeprägten Hang zu neuen Plattformen, das ist meine Form des Spieltriebs, ich sehe mir also Substack (Wikipedialink) an, weil „man“ jetzt einen Newsletter hat. Newsletter sind in dieser Saison das neue Schwarz, wenn ich es recht verstehe. Das ist auch alles sehr schick da, aber der Vorteil gegenüber einem altmodischen Blog, bei dem man ab und zu Geld ganz ohne jedes Abomodell einwerfen kann und der schreibende Mensch nicht auf Gedeih und Verderb mit einer Firma verbandelt ist, weder technisch noch inhaltlich, leuchtet mir nicht unmittelbar ein. Oder ich mache einen gravierenden Denkfehler. Wenn Sie in dieser Beziehung erleuchteter als ich sind, gerne kommentieren, vielleicht übersehe ich etwas Entscheidendes, das soll man nie ausschließen.
Allerdings tue ich mich mit Abomodellen auch deswegen schwer, weil ich sie schon als Kunde nicht recht mag, vielleicht liege ich auch da falsch. Wenn das für einige ein tragfähiges Modell ist, welches sogar verlässlich Geld einbringt, dann ist es für diesen Kreis sicher großartig und wichtig, das verstehe ich schon. Für Spezialthemen und auch für sehr bekannte Kreative mit A-Promistatus ist das vermutlich ein gangbarer Weg, aber richtig ist auch, dass ich mir nicht einmal meine aktuellen Interessen leisten könnte, wenn ich alle Quellen einzeln mit Kosten abonnieren wollte. Man kann auf Substack auch ohne Kosten abonnieren, ich weiß. Aber das Ziel der Plattform ist doch fraglos die Bezahlung.
Ich würde andererseits einen Newsletter auch aus Spaß ausprobieren, einfach nur, um es einmal gemacht zu haben, nur fällt mir gerade nicht ein, was ich zusätzlich zum Blog und meinen Kolumnen regelmäßig produzieren könnte. Jedenfalls nicht ohne zu hohen Arbeitsaufwand, denn ich steigere mich in so etwas gerne hinein. Da vielleicht mal weiter nachdenken. Aber nur strikt nebenbei, man kommt ja eh zu nichts.
***
Soeben diese Tomatensuppe gekocht und für gut befunden.
***
Der Wetterbericht sagt ansonsten steigende Temperaturen in sieben Tagen voraus, aber das sagt er seit etwa acht Wochen, ich spüre allmählich ein gewisses Misstrauen. Und wenn es dann tatsächlich wärmer wird, wir wissen es alle, werden wir sicher sofort gegrillt, viele vermutlich sogar, und das ist dann wieder schön passend, während sie gerade grillen. Ich finde das alles etwas anstrengend. Andererseits kam in einer Wettermeldung eben das Wort Milderungstreppe vor, und das ist doch nett, wir steigen gemeinsam langsam die Milderungstreppe hinauf. Demnächst. Vielleicht.
Passend dazu der Frühlingsausbruch im kleinen Bahnhifsviertel, die urbane Variante.

***
Sie können hier Geld in den allerdings nur virtuell vorhandenen Hut werfen, herzlichen Dank! Sollten Sie den konventionellen Weg bevorzugen und lieber klassisch etwas überweisen wollen, das geht auch, die Daten dazu finden Sie hier. Wer mehr für Dinge ist, es gibt auch einen Wunschzettel.









