Die Tapetentür

Marlen Haushofer, Die Tapetentür. Was für ein gutes Buch, denke ich beim Lesen alle paar Seiten, was für ein gutes Buch, noch besser als die Mansarde, die ich vorher gelesen habe. So viele Sätze sind darin, die ich unterstreichen könnte oder müsste. Ich lese in einem alten und angenehm angegilbten Bibliotheksexemplar, in dem das schon jemand für alle Nachfolgenden gemacht, mit einer angenehm hohen Trefferquote immerhin. Ja, denke ich, den Satz da hätte ich auch genommen, und den da auch, hier ein Kringel, ganz richtig, und da das Ausrufezeichen am Rand, das passt. Ich nicke der unbekannten Leserin, es war eine Frau, so schließe ich kenntnisfrei aus der Schrift, beifällig durch die Jahre zu, denn ich habe auch beschlossen, dass die Kringel in dem Buch schon alt sind. Es ist ein bitter gutes Buch, es beschäftigt mich erheblich.

Ein Nachwort ist in dem Buch, das ist von Manuel Reichart, sie zitiert darin den letzten Tagebucheintrag der Dichterin, sie wurde nur fünfzig Jahre alt: „Mach Dir keine Sorgen – alles wird vergebens gewesen sein – wie bei allen Menschen vor Dir. Eine völlig normale Geschichte.“ Ein, wie soll man sagen, durch und durch ehrwürdiger Tagebuchausklang.

Wenn ich überhaupt zu Rankings neigen würde, das Buch wäre Stand jetzt die Nummer eins in diesem Jahr. Aber es sind noch Monate übrig und ich neige gar nicht zu Rankings. Ich müsste schon zu lange darüber nachdenken, was die Nummer zwei war (Lucia Berlin vermutlich) und ich führe nicht einmal Listen, das mache ich aus nicht mehr rekonstruierbaren Gründen nur bei Hörbüchern.

Noch ein Zitat: „Als junges Mädchen bildete ich mir zeitweise ein, einen Stein in der Brust zu tragen. Damals wusste ich noch nicht, dass man diesen Zustand Depression nennt, litt aber häufiger darunter als heute. Junge Leute leiden überhaupt mehr, als man sich vorstellen kann, und ich begreife nicht, dass es bei den meisten Menschen den Anschein hat, sie hätten es völlig vergessen.“

Nicht gerade ein vergnügliches Buch, Sie merken es. Aber ein gutes.

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Links am frühen Nachmittag

Die Leere. Auf Twitter kommentierte Christine Finke mit dem Zitat eines Therapeuten, dass es sehr müde mache, nicht im eigenen Tempo leben zu können, und vielleicht ist das tatsächlich ein Teil der Erklärung. Aber dann wieder: Wer bitte kann denn das? Es haben doch alle Umstände, Verwandte, Jobs und was weiß ich was alles, wer ist denn in seinem Tempo.

Exkurs, weil es mir gerade einfällt. Ich habe einen seltsamen Biorhythmus, ich weiß. Ich bin verhaltensauffällig, schon wenn es nur um banale Uhrzeiten und mein Tempo geht. Wenn es nach mir ginge, also wenn es nur nach mir ginge, was so leicht selbstverständlich nicht abzusehen ist, denn ich habe ja – genau wie Sie! – Familie und Jobs und was weiß ich noch alles, aber wenn es nach mir ginge, dann würde mein typischer und auch toller Tag so aussehen: Aufstehen um 05:00 oder etwas früher, ziemlich zuverlässig jedenfalls vor allen anderen. Dabei Erster sein, wenn schon sonst nicht im Leben. An den Schreibtisch gehen und exzessiv schreiben. Blogeinträge, Kolumnen, Geschichten, Tagebuch, irgendwas, alles runterschreiben, neu entwerfen, korrigieren, ältere Sachen in Schleifen korrigieren und weiterschreiben, tipppeditipp, gar nicht hochsehen. Welt, Wetter, alles egal. Kaffee wegkübeln und immer weiter Text produzieren, für Kunden, für Sie, nur für mich, für die Söhne in dreißig Jahren, wie auch immer – perfekt. Schreiben um diese Uhrzeit, das ist die reine Lust. Nebenbei noch Twitter mit ein paar Scherzen betanken, meinetwegen sogar FB, obwohl ich damit schon lange nicht mehr klarkomme. Kurz aufstehen, ein Foto machen, auch noch Instagram füllen. Schreiben, schreiben, schreiben. Ein richtiggehender Laberflash ist das, denn ich da morgens habe, aber eben getippt und gesendet, nicht geredet, denn wer redet denn um diese Uhrzeit, also wirklich, ich muss doch sehr bitten. Aber dieses leise Tippen und dazu von draußen allmählich die allerersten Stadtgeräusche – zu und zu schön, immer wieder. Das ist die Zeit des Tages, da kann ich ich sagen und es stimmt sogar. 

Etwa um zehn oder spätestens gegen Elf Uhr dann Feierabend, der Computer kann aus. Den Rest des Tages danach bitte nur noch mit Lesen und Nachdenken verbringen. Ab und zu handschriftliche Notizen machen, um sie am nächsten Morgen im nächsten Rausch zu verarbeiten. Herumgehen und Herumgucken und was sonst eben anfällt, ein wenig Herumleben eben. Hier und da einen geschätzten Menschen treffen, gerne auch gefälligen und gutgelaunten Nachwuchs oder angetraute Personen. Um neun Uhr mit Buch ins Bett, gegen zehn wegdämmern.

Ja, das wäre es, so hätte ich es gerne. Man soll sich immer klar machen, was man wirklich will, das habe ich mehrfach in den letzten Jahren gelesen, auch von Menschen, die ich für klug halte. Okay. Was kam dann? Ich muss das alles noch einmal nachlesen. 

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Einiges über Delta. Dann weiß man das auch. Wobei ich das unbestimmte Gefühl habe, dass es vollkommen schnurz ist, ob ich das weiß oder nicht. Es passiert eh alles genau so, wie wir es jetzt schon absehen können, wie es die Expertinnen vorhersagen und exakt so, dass gewisse Politiker bald sagen werden, ich könnte schwören, dass sie es sagen werden: “Es hat uns alle überrascht”. Oder überrumpelt, das Wort fiel, ganz im Ernst, heute schon in einer Zeitung, ich sah es aus dem Augenwinkel auf Twitter. Das Einzige, was mich noch überrumpelt, immer wieder, ist die unsagbare Bräsigkeit der Zuständigen. Und dann wird man wieder aggressiv werden müssen, wenn man das mit der Überraschung hört und es wird natürlich nichts nützen und meine Güte, wie gut wir das alles schon kennen, okay, es ist die vierte Staffel, es reicht dann auch bald mal. Aber ja, ich lese das alles. Ich lese es quasi pflichtgemäß, aber es lässt doch, siehe ganz oben, so etwas wie Leere zurück, es gibt da irgendeinen Zusammenhang, über den ich wegen anderer Verpflichtungen allerdings jetzt gerade nicht länger nachdenken kann. 

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Angewandte Lebenserfahrung

Ich stehe vor der Apotheke an, denn in die Apotheke dürfen nur zwei Personen, die sind aber schon drin. Noch vier vor mir, Tür auf, einer raus, einer rein, na, Sie kennen das. Neben mir ein Café. Menschen sitzen draußen und beleben die vermutlich nach wie vor notleidende Gastronomie, so ist es recht. Zwei Meter weiter sitzt da eine junge Frau, die guckt auf ein Notebook. Ich kann nicht sehen, worauf sie da guckt, ich sehe die Rückseite des Bildschirms. Sie tippt etwas, nur ganz kurz, dann lächelt sie und wartet kurz, sie sieht gespannt aus. Sie tippt wieder, aber nur eine Taste wird dabei gedrückt, mit dem Zeigefinger der rechten Hand, der eine Sekunde über der Tastatur verharrt, kurz zögert und dann erst entschlossen landet. Es sieht aus, als würde sie etwas final abschicken, mit einem kleinen Bedenkmoment. Ein Finger, der eine Botschaft auf den Weg gebracht hat. Ja, das wird es sein. Die Frau nimmt einen Schluck Kaffee, lehnt sich zurück und guckt immer weiter auf den Bildschirm, wobei sie erfreut aussieht, als würde da etwas Schönes passieren. Sie wird aber keine Serie oder einen Film sehen, denn sie hat keine Kopfhörer. Im Vergleich zu den meisten anderen Menschen, die hier im Stadtteil allein in einem Café vor einem Notebook sitzen, ist diese Frau auffällig gut gelaunt, die hat Spaß. Jetzt stützt sie den Kopf in die Hand und kneift die Augen ein wenig zusammen, streicht dann über das Touchpad und murmelt unhörbar und nickend etwas, denn das, was sie sieht, es muss wohl weiterhin sehr gut sein. So gut muss das sein, dass sich ihr Lächeln in ein breites Grinsen wandelt. Sie tippt noch einmal, es könnte ein Wort sein oder ein kurzer Satz, dann verzieht sich ihr Mund so, wie man ihn vielleicht unwillkürlich verzieht, wenn man vor einem Notebook sitzt und eine richtig gute Pointe in einem Chat schreibt oder gerade das genau treffende Emoji abschickt, witzig und überraschend. Sie wartet kurz, guckt und lacht dann auf und lehnt sich zufrieden zurück. Ein Chat, denke ich, so sieht man aus, wenn man chattet. Mit einem sympathischen anderen Menschen und in bester Stimmung, ja, das passt. Immer alles deuten, was man sieht, ganz wichtig. Angewandte Lebenserfahrung, Zeichen erkennen. Im Grunde auch eine Übung in, Vorsicht, schlimmes Wort, Achtsamkeit.

Ich gehe in die Apotheke, ich hole das bestellte Zeug ab. Ich gehe nach Hause, dabei auch an der jungen Frau vorbei. Ich kann kurz sehen, was da auf dem Bildschirm so erfreulich ist, ich kann es erkennen. Ganz leicht kann ich es erkennen, denn es ist mir aus dem Job einigermaßen vertraut: Es ist Excel.

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Innen verwickelt

Zu dem gestern erwähnten Thomas Hardy, ich habe ihn noch nicht aufgegeben, habe ich hier eine ältere Rezension gefunden. „Außen Schmöker, innen verwickelt“, da weiß man doch gleich Bescheid. Wobei ja „innen verwickelt“ bei mir als Leser meistens heißt, dass ich eh irgendwann nicht mehr mitbekomme, wer da was mit wem und warum, und das Buch muss dann eben so gut geschrieben sein, also für meinen Geschmack, dass mir das egal ist.

Apropos geschrieben, ich schreibe dies an einem neuen Notebook, das ein nettes Feature hat, über das ich mich sehr freue, nämlich einen Fingerabdrucksensor. Das Notebook ist raumschiffgrau und ich mag es, da den Finger draufzulegen, und dann leuchtet es freudig auf und ist einsatzbereit, nur für mich. Es sind die kleinen Dinge! Auf dem alten Notebook musste ich noch ein Passwort eingeben, das waren ja Zustände wie im Mittelalter hier. Aber jetzt – ein Fingerzeig und alles ist zu Diensten, so soll es sein. Ich will ja gar nicht viel, ich will nur, dass es reicht, einen Finger zu heben. Siehe auch Erziehung! Wenn das die Söhne lesen, sie lachen wieder wochenlang.

Es ist auch das erste Notebook, das ich einfach eine Weile neben das alte gestellt habe und zack, hatte es sich alles rübergezogen und ich konnte einfach so weiterarbeiten. Wenn Sie auf einem Applegerät arbeiten, dann kennen sie das natürlich schon länger. Ich hatte es bei einem Windows-Notebook jetzt aber zum ersten Mal in Perfektion und Eleganz. Na gut, so oft kaufe ich die Dinger auch nicht.

Aber immerhin, ich stelle also fest, es ist etwas besser geworden, das muss in diesen Zeiten unbedingt gesondert vermerkt werden.

Hier, noch etwas über Aphantasie, das ist auch interessant. Eine Erkenntnis, die ich eher spät im Leben hatte, war die, dass andere Menschen ganz entschieden anders denken können – als ich, als Sie, als wir, wie auch immer. Nicht nur bezogen auf die Inhalte, sondern schon auf den Vorgang des Denkens. Nichts ist vergleichbar, oder jedenfalls nicht zwingend. Das wurde im letzten Jahr auch in diversen sozialen Medien diskutiert, das fand ich faszinierend. Da haben dann Menschen zum ersten Mal gemerkt, dass andere Menschen gar nicht permanent im Kopf Musik hören oder mit Stimme denken, dass das Denken viel grundsätzlicher abweichen kann, als man zunächst annimmt. Andere Menschen sind eventuell auf eine Art anders, dass einem ganz anders wird, es ist gar nicht so einfach zu verinnerlichen.

Ich habe, um auf den verlinkten Text zurückzukommen, beim Lesen keine Personen im Kopf, keine Gesichter, keine Figuren, die finden nur als vage Platzhalter statt. Aber Landschaften, Räume, Möbel und Szenen – da ist das Lesen für mich wie Kino, wenn ich im Text nur genug Hinweise bekomme. Vielleicht ist auch das auch ein Grund, warum ich nicht so scharf wie andere auf die Handlung in Büchern bin – wenn man die Schauspieler im Theater nicht sieht, ist die Kulisse eben das Spannende. Also etwa die Heide bei Thomas Hardy.

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Kontaktiert und behelligt

Ich lese Thomas Hardy. Ich habe noch nie Thomas Hardy gelesen, wenn ich es noch richtig weiß, ein unentdeckter Klassiker! Es sind noch einige Briten übrig, glaube ich. Auf verschlungenen Pfaden, Deutsch von Helga Schulz. Ich bin noch nicht sicher, ob ich damit warm werde, aber es fängt jedenfalls mit einer erstklassigen Heidebeschreibung an, das kann man sich ja schon einmal merken. Falls mal jemand eine verdammt gute Heidebeschreibung braucht, besonders die Heide bei finsterer Nacht: Thomas Hardy. Wissen wir das auch.

Ich höre als Hörbuch auf den Einkaufswegen ansonsten Walden von Thoreau, welches ich schon mehrfach und in verschiedenen Lebensphasen erfolglos angefangen habe. Das Buch ist irgendwie nicht meins, aber ich gebe manchmal so leicht nicht auf, am Ende finde ich doch noch irgendwann etwas Lohnendes? Da schreibt er etwa, Moment, ich zitiere: „Ich verlange von jedem Schriftsteller, dass er einfach und aufrichtig von seinem Leben erzählt.“ Was hat er da zu verlangen? Geht’s noch? Also Thoreau und ich – ich weiß ja nicht. Siehe auch Musil oder Proust oder Dostojewski, man hat so seine Aussetzer und Lücken und das ist ja auch in Ordnung. Beschließt man dann.

Demnächst dann, wenn ich schon bei meiner Lektüre bin, „Die Tapetentür“ von Marlen Haushofer. Man beachte die schöne Reihung ihrer Titel: Die Wand, Die Mansarde, Die Tapetentür. Ich werde berichten.

Ich war heute im Büro und habe dort etwas gearbeitet, das war das erste Mal in diesem Jahr. Ein überaus seltsames Gefühl, Arbeit mit Menschen drumherum, man ist ja nichts mehr gewohnt und interagiert so hölzern vor sich hin. Immer lächeln und winken! Zwischendurch habe ich kurz eine Nachrichtenseite angesehen, da ging es um Pegasus, also um diesen neuen Überwachungsskandal. Da klickte eine unerwartete Verbindung im Hirn, Office – Pegasus, da war doch was. In grauer Vorzeit war da etwas, ich berichte etwas Bürogeschichte. Es ist so lange her, es ist schon nicht mehr wahr, aber Pegasus war das erste Mailprogramm, das damals in der Firma versuchsweise eingeführt wurde, zu einer Zeit, als noch gar nicht alle KollegInnen Computer hatten und der Verwendungszweck dieser Geräte hier und da noch diskutabel war. Obwohl ich mich immerhin an Farben im Programm erinnere, es war also schon nach der Zeit der monochromen Bilschirme. Das genaue Jahr weiß ich allerdings nicht mehr.

Gewiss aber war es zu der Zeit, als alle Abläufe noch aus der Papierkultur kamen, als alles noch offline geprägt war, als Kopieren-Lochen-Abheften kein Witz war, sondern schlichter Alltag. Und eine der Hürden, die es da bei der Einführung dieser ominösen E-Mails zu überwinden gab, sie ist für Menschen von heute vermutlich kaum noch vorstellbar: Die bestand darin, dass auf einmal alle mehrfach am Tag in die Post, also in die E-Mails gucken sollten. Das wurde teils als erhebliche Zumutung verstanden und erst einmal nicht gemacht, denn Post gab es morgens, und dann war es auch gut. Wenn es danach noch etwas unerwartet Dringendes gab, was es allerdings zu vermeiden galt, dann telefonierte man oder ging direkt in das entsprechende Büro. Wozu aber im Laufe eines Tages die KollegInnen noch öfter schriftlich kontaktiert und also behelligt werden sollten – es war einigermaßen schwer vorstellbar und wer eine Mail schrieb, der wollte sich vielleicht einfach nur wichtig und einen auf dringend machen, obwohl es doch nur um ganz normales Zeug ging, das auch in der Umlaufmappe für den nächsten Tag gut aufgehoben gewesen wäre?

Umlaufmappen auf Aktenwägelchen, die Älteren erinnern sich. Ich finde es amüsant, dass ich das Büro aus dieser Zeit noch detailliert vor Augen habe. Ein so lebendiges Bild habe ich von dem Raum, ich kann alles noch sehen, fühlen, hören und riechen, die Leitz-Ordner, die Locher, die Kugelkopfmaschinen, die vollen Aschenbecher, genauestens aufzeichnen könnte ich das.

Alles ist mir noch präsent, aber es ist längst schon ein Raum in einem imaginären Museum.

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Bemerknis zur Stimmung

Ich war übrigens so lange bestenfalls mäßig, unterm Strich aber doch eher durchgehend schlecht gelaunt, aus Gründen, versteht sich, aus Gründen, die mir auch im Nachhinein noch verzeihlich und unvermeidlich vorkommen, was ja nicht unwichtig ist, dass ich mir jetzt in den Phasen, ich denen ich aus im Gegensatz dazu eher unklaren Gründen etwas besser, wenn nicht sogar manchmal gut gelaunt bin, tendenziell etwas albern vorkomme. Der Mensch und sein Unglück, sie sind nämlich so (Der Autor macht umklammernde Gesten mit den Fingern). Aber Hauptsache, man merkt hier und da noch irgendwas.

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Sie lesen es eh nicht

Wir haben gerade einen Lauf, was eskalierende Themen betrifft, gottseidank nur im eher trivialen Bereich. Wir fragen also beispielsweise eine kleine Änderung bei unserem Mobilfunkprovider an und zack, macht da jemand alles falsch und das ganze Vertragswerk muss jetzt von vorne aufgesetzt werden, was einigermaßen kompliziert ist, milde ausgedrückt, sehr milde. Die Herzdame hat bisher etwa fünf Stunden mit dem Support telefoniert, und zwar in einem Tonfall, bei dem hier alle die Flucht ergreifen. Wir erhalten da im Zuge der Anpassungen und Justierungen auch ungefragt Features, die wir nie bestellt haben, irgendwas mit TV, wir können jetzt, so heißt es, vier Programme auf einmal sehen. Wer will so etwas? Geht’s noch? Ich gucke nicht einmal eines, was soll ich mit vier gleichzeitig? Gibt es eine Zielgruppe für so etwas und wo ist die in Behandlung?

Im Onlinebanking fehlt ein Zugriffsrecht für die Herzdame, das versuche ich, nachdem es mir online nicht gelungen ist, bei der Bank vor Ort zu regeln, das will ich schon lange. Jetzt aber! Im Urlaub hat man ja Zeit für jeden Mist, pardon. Es gibt ein Formular, hurra. Das ist eine vorgedruckte Vollmacht, die mir die Bank geschickt hat, und die allerdings etwas kryptisch formuliert ist. Nach einer Weile und mehrmaligem genauen Lesen komme ich darauf, dass ich damit mich selbst, nicht etwa wie Herzdame, wie es doch richtig wäre, für eines meiner Konten bevollmächtigen würde. Das klingt wenig sinnvoll und erinnert mich irgendwie an den Steuerberater, der mir vor Jahren geraten hat, mich selbst einzustellen. Ich bin dann am Vorstellungsgespräch gescheitert, ich war mir einfach nicht sympathisch genug. Die Vibes stimmten nicht, wie die Söhne sagen würden. Ich habe dann doch lieber den Steuerberater gewechselt, das ging auch. Pragmatisch denken! So wichtig.

Der Mann von der Bank jedenfalls kratzt sich am Kopf und sagt, also wenn Sie hier unterschreiben, dann könnten Sie da zugreifen. Ich sage warum, ich bin doch ich, hier der Ausweis, da das Konto, meins, meins, meins, da kann ich eh zugreifen, jederzeit kann ich das, und ich mache das auch, ganz ohne Vollmacht. Der Herr holt eine Kollegin und flüstert mit ihr, dann gucken beide so, ich sage, ich bin ich, also echtjetztmal, Sie sagen ja, ja, das schon. Aber. Und dann rätseln wir gemeinsam etwas, wie herum das nun gehört und welches Formular jetzt fehlt.

Der Herr sagt, ich solle am besten mit meiner Frau wiederkommen. Ich sage, das ist eh immer eine gute Idee, das hat sich schon oft bewährt, in vielen Situationen. Ich gehe aus der Bankfiliale und fühle mich angenehm meiner selbst versichert. Ich habe schon lange nicht mehr so gründlich und sogar vor Zeugen festgestellt, dass ich ich bin, irgendwie ist das ja auch beruhigend. Dann weiß man das, wenn man schon sonst nichts weiß. „Wenn ich mal richtig ICH sag,
wieviele da wohl noch mitreden können?!“
Die ist vom Rühmkorf, die Frage, die ist aus „Phönix voran!“ Ein herausragend gutes Gedicht von ihm.

Aber wie es so ist, wenn man einen Lauf hat, Sie kennen das vielleicht, wir müssten jetzt in dieser Woche eigentlich alle Themen weiträumig umfahren, die sich tendenziell mehr oder weniger selbsttätig verkomplizieren könnten. Und Sie wissen sicher auch, wie schwer das ist, vor allem, wenn man ich ist, was Sie ja aber nicht sind, schon klar.

Unser neues Bett wird geliefert, es hat unerwartet viele Einzelteile, also wirklich enorm viele. Die Herzdame und ich bauen es mit einer solch fundamentalen Grundskepsis auf, weil wir beide restlos überzeugt sind, dass irgendwas nicht funktionieren wird oder ein wichtiges Teil fehlen wird, die Übung kann fast nicht gelingen. Sie gelingt dann aber wider Erwarten doch und das Bett sieht tatsächlich so aus wie erwartet, es passt wie erwartet und es schläft sich auch noch fantastisch darauf. Es ist etwas groß und steht etwas dominant im Raum, aber das wollten wir so. Wir haben jetzt einen Thron, wie die Söhne kopfschüttelnd sagen, wir regieren hier künftig vom Schlafthron aus.

Was also wieder klar beweist: Man braucht diese tiefe Grundskepsis bei allem. Dann geht auch alles, Pessimisten leben einfach schöner. Was Sie aber sicher sowieso nicht lesen können, weil gleich dieses Blogsystem nicht gehen wird, ich habe da so ein Gefühl.

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Links am Morgen

Dieses Buch habe ich mir mal notiert, für den nächsten Urlaub oder so, das Thema interessiert mich.

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Und hier, die Viertagewoche. Die Frage, wie das mit der Arbeit richtig geht, sie treibt doch viele um. Nicht nur bezogen auf Home-Office, mobiles Arbeiten etc., auch bezogen auf die Stundenzahl pro Woche, die Zahl der Tage in der Woche oder im Monat und die Länge des Urlaubs pro Jahr und auch die Anzahl der Jahre vor der Rente und wie und wodurch das Leben eigentlich besser wird oder die Verteilung der Arbeit fairer. Von den Gehältern und vom Sinn ganz zu schweigen, versteht sich. Fertig ist die Gesellschaft mit dem Thema nicht, ich habe eher den Eindruck, wir fangen gerade erst an, einigermaßen kreativ über alles nachzudenken, nachdem wir etliche Jahrzehnte alles einfach so hingenommen haben und allzu oft gedacht haben: Das bleibt jetzt so, das gehört so. Ich habe auch für mich und meine zwei Jobs den Eindruck, dass ich weder bezogen auf den Raum, noch auf die Zeit oder die Durchmischung und schon gar nicht bezogen auf die Inhalte fertig mit dem Nachdenken und dem Entdecken der Möglichkeiten bin. Nicht einmal ansatzweise. Je nach Betrachtung sind so viele Jahre im Angestellten-Job bei mir nun gar nicht mehr übrig, aber, wie hieß es bei Marienhof, es wird viel passieren. Und ich mag das übrigens, ich finde das angenehm aufregend, wenn sich die Arbeit strukturell ändert. Die meisten Menschen allerdings, das ist auch klar, mögen das eher nicht. Womit ich nicht sagen will, dass ich besser bin als die, ganz und gar nicht.

Ob es z.B., nur ein einziger Punkt von vielen, der mir neulich auf Eiderstedt einfiel, demnächst in sämtlichen touristischen Regionen oder auch gleich im ganzen Land so etwas wie Coworking-Spaces geben wird, mit einer Mindestausstattung an ergonomischen Büromöbeln, WLAN und Druckern und einem spontan per App zu regelnden Zugang, so dass man nahezu jederzeit und überall mal eben reinspringen und kurz etwas arbeiten kann, wenn man möchte auch im Urlaub oder beim Wochenendausflug? Motel-Offices an der Landstraße? Kommt das so? Und ist das dann gut? Würde mich das interessieren? 

Auf den ersten Blick schon. Man würde dann langfristig Urlaub, Ausflüge etc. ganz anders denken, würde man nicht? Also vorausgesetzt, man kann oder will sogar mit der Durchmischung der beruflichen und privaten Themen leben. Ich kenne allerdings nicht wenige, die können und wollen das. Ob die nun richtig liegen oder nicht, was weiß ich. Es ist ein weites Feld und ich verstehe auch die Argumente, die dagegen sprechen, mein innerer Arbeitsrechtler (man hat aber auch Leute in sich!) möchte dazu dann auch immer etwas sagen.

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Siehe auch: “What we’ve learned after one month of operating an hybrid office.” Was da unter Punkt 3 über eigene und durchgetauschte Schreibtische steht, das entspricht auch meinen Beobachtungen und den Erzählungen von Bekannten und Freunden. Der Mensch will einen festen Platz, der Mensch will ins Körbchen. Ich glaube, ich bin auch da anders als die Mehrheit, ich finde das eher interessant, das mit den verschiedenen Plätzen. Aber das sind alles keine Langzeiterfahrungen und wenn ich weit zurückdenke an die heute nahezu unvorstellbare Zeit, wann war denn das, in den Neunzigern, als ich noch ein Einzelbüro hatte — das war schon auch schön. Ich habe seitdem nie wieder einen Arbeitsplatz nur für mich gehabt, nicht im Büro, nicht in der Wohnung. Ein Arbeitsplatz nur für mich, das ist bei mir lediglich eine romantische Vorstellung.

 

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Fischreiher in Amsterdam (via Kaltmamsell)

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Und hier, ein Urlaubsbericht, man beachte das Mäuerchen vor dem Edeka. Schön, so etwas.

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Über Salinger, mit Bildern.

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Immer die gleichen Diskussionen um autofreie Innenstädte.

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Porträt des Autors im Loungesessel, lesend

An einem Nachmittag der letzten Woche saß ich in einem Loungesessel unter freiem Himmel, rechts neben mir die Herzdame in gleichgestalteter Sitzgelegenheit, links neben mir auf dem Fußboden ein Getränk. Dummerweise waren die Loungesessel aus Hartplastik und nicht bandscheibenkonform, es war also eher nicht relaxed oder gechilled, dort zu sitzen. Auf den Rückenlehnen der Sessel ein bunter Werbeaufdruck für eine Kinderbespaßungsanlage in einem nichtssagenden Zweckbau, in der die Söhne gerade waren. Das Getränk neben mir war gut abgestandenes Leitungswasser in einer Plastikflasche, welche im parkenden Auto auf eine unangenehm hohe Temperatur gebracht worden war. Nachmittagssonne glitzerte durch zwei Alibi-Bäume im Gewerbegebiet. Wir saßen im Halbschatten mit Blick auf etwas industrielle Brache, auf eine Gleisbaustelle und auf ein signalgelbes Baustellenfahrzeug der größeren Art, dessen Verwendungszweck ich nicht deuten konnte. Staubiges Gestrüpp an Metallzaun, Müllcontainer. In einiger Entfernung lungerten andere wartende Eltern herum, die Gesichter von fortgeschrittener Langeweile schon schwer entstellt. Einige gingen rauchend auf und ab, einer ging immer wieder um sein Auto, eine Hand auf dem Dach, als müsse der gleichmäßige Verlauf der Form dort wieder und wieder geprüft werden.

Ich las. Ich hatte Urlaub, es musste jetzt alles entspannt und schön sein, da musste ich also lesen, denn Lesen entspannt. Oft jedenfalls. Es war diesmal nicht so einfach, der unbequeme Sessel, die eher hässliche Szenerie, ab und zu redeten diese anderen Menschen da auch, was redeten die denn da, immer muss man irgendwo zuhören. Über Coronaregeln redeten die, und wo man im Urlaub denn hinfahren kann. Man muss ja mal raus! Und da nickten dann alle. Nach Dänemark, nach Spanien, nach Frankreich, nach Bayern und an die Ostsee. Muss man doch mal.

Ich muss überhaupt nichts, dachte ich, ich muss nur lesen, und das auch nur, weil ich es möchte. Selbstgesetzte Ziele, das sollen ja die besten sein. Ich ging ins Buch und geistig mal raus, in ein anderes Jahrhundert, in ein anderes Land. Es war ein langer Winter, oben in Québec, und jetzt kommen endlich, endlich die ersten Schiffe aus Frankreich über den Atlantik und den großen Strom, sie bringen lang ersehnte Nachrichten aus der Heimat. Etliche Monate hat man von dort nichts gehört, denn im Winter war die Stadt wie in jedem Jahr unerreichbar, von der Außenwelt abgeschnitten. Es hätte eine Revolution in Frankreich geben können, in dieser Kolonie hätte man nichts davon gemerkt und die braven Bürger hätten den König immer weiter jeden Morgen und Abend freundlich im Gebet mitbedacht. Québec geht immer ein halbes Jahr nach.

Jetzt aber laufen die Einwohner der Stadt aufgeregt zum Quai und stehen dort als großes Wimmelbild, die weibliche Hauptfigur mittendrin. Sie winken und winken, obwohl man die großen Schiffe weit draußen doch gerade erst gesichtet hat. Die ganze Stadt steht aber schon hier am Hafen und die Leute rufen kurz darauf die Namen der Schiffe, die sie jetzt zu erkennen meinen, sie winken und rufen. Sie freuen sich auf Botschaften, Grüße, Waren und Menschen, die nach all der Zeit doch noch ankommen, und als Leser freut man sich auch, dass da nämlich gleich irgendwas an Handlung passieren wird. Es kommen Schiffe, es geht weiter, das wurde auch Zeit. Das Buch ist nicht mehr sehr dick, da muss jetzt dringend etwas passieren. Und es hat dann auch gereicht mit der detaillierten Beschreibung der winterlichen Schönheit der Stadt, das liest sich bei Hamburger Hitze doch etwas schwer.

„Da kommen die Kinder“, sagte die Herzdame und klappte ihr Buch zu, mit dem sie gerade in Nordfriesland und in den Achtzigern war, oben bei Dagebüll.

Die Kinder strahlten, es hatte Spaß gemacht, jetzt hatten sie Hunger.

„Gut“, sagte ich, „Hauptsache, wir waren alle mal draußen.“

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Ort und Zeit

Stellt sich also heraus, der Starkregen, den ich auf Eiderstedt erlebt habe und den ich so beeindruckend fand, er war nur ein Schauer im Vergleich zu dem, was dann kurz darauf weiter unten im Südwesten des Landes passiert ist. Auf Twitter etc. melden sich Menschen, die ich kenne, die sind betroffen, die sehen und erleben das, die posten Bilder davon und werden darüber bloggen, das passiert alles gewissermaßen in meiner Welt. Wuppertal z.B. kenne ich auch, das ist alles einigermaßen nah dran.

Ich schreibe übrigens gerade aus Nordrhein-Westfalen, aus dem, wie man nun wohl sagen muss, trockenen Teil des Landes.

Währenddessen steigen die Inzidenzen mit allzu klischeehafter Vorhersehbarkeit, währenddessen habe ich in der nächsten Woche keinen Urlaub mehr, sondern wieder Home-Office. Die Söhne dagegen haben noch drei Wochen Ferien, erfahrene Eltern erkennen hier ein kleines Problem. Währenddessen wurde neulich in einer Zeitung die Begrünung eines, mit Betonung auf der Einzahl, Bushaltestellendaches in der Innenstadt von Hamburg als Teil der Transformation geschildert, in Richtung naturnahe Stadt oder was, man könnte nur noch lachen, aber schön ist das nicht, dieses Lachen. Im Zuge irgendeiner Aktion werden irgendwo Lampions in Bäume gehängt, auch das ist eine Maßnahme. Na, meinetwegen.

Ich bin pessimistisch, was den Herbst betrifft. Sowohl bezogen auf die Wahl, als auch bezogen auf Corona, von der Klimapolitik und vom Umweltschutz ganz zu schweigen, und da denke ich andere Themen noch gar nicht mit, soziale Gerechtigkeit und Gemeinwohl usw. Wenn man erst einmal anfängt, das hört ja gar nicht mehr auf und man wird tendenziell etwas unfroh, to say the least.

Ich bin nicht erholt genug für diesen Herbst, denke ich, nicht einmal ansatzweise, denn da gibt es auch noch private Aufgaben, die mir riesig vorkommen. Und positives Denken hin oder her, sie wirken teils nicht gerade lösbar. Eine Herkuleshaltung brauche ich da, wenn ich schon die entsprechende Kraft nicht mehr habe, dann zumindest die Haltung.

Es bleibt als vorschnelle Sommerbilanz aber erst einmal das Gefühl, dass ich eigentlich ein Jahr Urlaub brauche, nach 2020 und 2021, dass ich ein Sabbatical brauche oder die Frührente. Dass ich irgendwas ganz anders als bisher machen oder wenigstens denken muss, um da weiter durchzukommen, heil durchzukommen. Als ob ich darauf einen Anspruch hätte und am Ende gehen wir ohnehin eh entzwei, schon klar. Und dann kommt doch wieder einfach ein Tag nach dem anderen und man macht einfach alles, was anfällt, so ist es ja immer und bei uns allen.

Sie merken vielleicht, ich bin jetzt geistig in der zweiten Jahreshälfte angekommen, kalendarisch nahezu perfekt passend. Fast möchte ich es als positiven Punkt werten, immerhin das Zeitgefühl stimmt wieder halbwegs. Wir haben den 16. Juli, ich kann dem auch emotional zustimmen, es ist 06:37 an einem Sommertag in Nordostwestfalen. Es ist Juli, danach kommt August, dann die Kindergeburtstage, dann der Herbst, dann der Winter, jetzt ans Schenken denken, ja, das passt. Ich kriege Ort und Zeit wieder stimmig zusammen, zum ersten Mal überhaupt seit jenem März.

Okay. Ort und Uhrzeit. Immerhin. Über den ganzen Rest muss ich noch ein wenig länger nachdenken, glaube ich.

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