Links am Morgen

Weltweit sterben alte Baumriesen. Das will aber wieder keiner hören, schnell, schnell, eine gute Nachricht muss her, hier, die nehmen wir – es gibt wieder Nachtzüge. Nachtzüge sind viel besser als Flüge, also für mich als schreibenden Menschen jedenfalls, denn ich bin sicher, sie werfen mehr und bessere Geschichten ab. Die Strecke Sylt-Salzburg ist auch sehr gut gewählt, das klingt doch schon gut, das will man doch so.

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Beim Anne-Tyler-Marathon bin ich bei “Launen der Zeit” angekommen. Ich lese nicht chronologisch, sondern so, wie die Bücherei es eben hergibt. Beim letzten Buch, “Im Krieg und in der Liebe”, habe ich schneller als sonst gelesen, weil es für Anne Tylers Verhältnisse ein ungewöhnlich spannendes Buch ist, fast fragt man sich zwischendurch, ob es nicht doch einmal ein anständiges Ende geben könnte, wenigstens einmal, so ein Ende wie bei all den anderen Autoren, die so viel Wert auf einen ordentlichen Plot legen, ein Happy-End, ein Unhappy-End, was auch immer, ein Ende mit Wumms jedenfalls, wie man heute wohl sagt. Aber dazu kam es dann nicht. Anne Tylers Bücher enden weder mit grandiosen Schlussstrichen noch mit Botschaften, Hoffnung oder Trauer, nein, sie enden eher mit vagen Vertröstungen – ganz so wie fast alle Episoden im wirklichen Leben. 

Ich bin nach wie vor sehr angetan. Eine mutige Autorin, sie traut sich viel Wahrheit zu. 

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Sie können hier Geld in den allerdings nur virtuell vorhandenen Hut werfen, ganz herzlichen Dank! Sollten Sie den konventionellen Weg bevorzugen und lieber ganz klassisch etwas überweisen wollen, das geht auch, die Daten dazu finden Sie hier. Merci! 

 

Wie die Neun frisch wurde

Ab und zu sehe ich die Bedeutung von Redewendungen nach, wenn sie mir gerade auffallen und ich rechtzeitig daran denke und wenn ich sie nicht schon längst einmal nachgeschlagen habe und also die Bedeutung und die Herkunft eigentlich wissen müsste und aber wieder vergessen habe, denn dann ist mir das peinlich vor mir selbst und ich tue so, als hätte ich die Wendung gar nicht wahrgenommen.

Manchmal erklärt sich die Herkunft von Redewendungen bildungsbürgerlich befriedigend und logisch, etwa bei Matthäi am Letzten, das kann man mit schönem Ergebnis nachschlagen, allerdings sagt das auch kein Mensch mehr. Manchmal bleibt es doch eher ungewiss, wie etwa bei der grünen Neune. Die hat man in meiner Kindheit noch recht oft angerufen, wenn etwas passierte, besonders etwas Unangenehmes, ach du grüne Neune! Das riefen meine Großmütter und die Tanten. Das nimmt man normalerweise so hin, diese merkwürdige Kombination aus Begriffen, die nicht zusammenpassen, die Neun ist grün, warum auch immer. Die Neun ist grün, weil sich die Wendung auf ein Theater und einen Straßennamen in einem Berliner Vergnügungsviertel anno Tobak bezieht oder weil es um eine alte deutsche Spielkarte geht, die eher für Unheil stand. Man weiß es aber nicht, die einen sagen so, die anderen sagen so und es gibt auch noch weitere Theorien. Man sagt es eben so und es hat im Grunde gar keinen Sinn, das mit der grünen Neun, aber das gilt ja für vieles, was man so sagt. 

Sohn II sieht etwas entgeistert die Fülle der Aufgaben in der Homeschool vor sich und sagt: “Ach du freshe Neune!” Das ist wunderbar zeitgemäß adaptiert, da kann man nicht meckern, zumal das Grün ja ohnehin oft fresh ist, siehe Frühling und junges Gemüse, fast könnte man es feinsinnig finden, wie hier etwas weiterentwickelt wurde. Ich stelle mir vor, dass der Sohn den vermutlich spontan gefundenen Ausdruck gut findet und das jetzt häufiger sagt, über einen längeren Zeitraum hinweg. Ich stelle mir vor, dass andere das auch gut finden und dann auch bald sagen, immer mehr und mehr, Mitschülerinnen, Freunde, dann deren Freunde. Erst nur in Hamburg, dann in Norddeutschland, dann im ganzen deutschen Sprachraum. Irgendwann kommt die freshe Neun in einem Rap vor, in einem Songtitel oder in einem Bandnamen, da ist sie dann schon längst Allgemeingut geworden, Herkunft ungewiss. Die Jahre vergehen, der Sohn bekommt Kinder und die bekommen Kinder und der Opa sieht, wie ihnen ein Glas Apfelschorle hinunterfällt und er ruft: “Ach du freshe Neune”, das ist dann aber schon das knorrige Deutsch der Altvorderen geworden und die Kleinen rollen die Augen. 

Und dann kriegen die Enkel Kinder und wieder Enkel und eines davon schlägt das endlich einmal neugierig nach, wieso man denn bloß von der freshen Neune spricht. Bis dahin gibt es dann längst mehrere Theorien, was die Neun mit der Frische zu tun hat. Vielleicht gab es bis dahin einmal eine marktbeherrschende Kühlschrankbaureihe, alle Modelle begannen mit 9… Vielleicht gab es eine Biermarke, eine Schnapsmarke, einen Energydrink, vielleicht gab es einmal Eis am Stiel in Form einer Neun, die einen sagen so, die anderen sagen so, man weiß es nicht.

Der Sohn versinkt derweil erst einmal in seinen Aufgaben und sieht alles andere als fresh aus. Er hat aber nur noch vier Schultage oder so vor sich, dann ist er auch schon mit Grundschule durch. Das ging rubbel die Katz, wo wir schon beim Thema sind. 

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Links am Morgen

Ich möchte mit ihnen über Schule sprechen. So gesehen – wir haben noch Glück gehabt. 

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Kiki über Hautfarben

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Der Obstrebell

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Die Sache mit dem Impfstoff. In lang und breit.

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Klar, Menschen müssen kaufen können: Essen, Wärme. Sie müssen sich Gesundheit leisten können, Mobilität, Kultur, Bildung. Aber wenn man leise, zweifelnd anmerkt, dass das Kaufen von jedem Unsinn, das Fliegen in jeden Urlaub und Fahren von Benzinern und Dieseln doch bekanntermaßen in einer endlichen Welt immer mehr zum Problem werden, erwidern die Ökonomen und ihre journalistischen Fans (also fast alle Wirtschaftsredakteure) unisono: Ja, stimmt – wir müssen ökologischer produzieren und leben. Aber erst mal muss der Laden wieder brummen. Wenn dann die Konjunktur wieder gut läuft, dann können wir mehr an die Ökologie denken. Deswegen müssen wir jetzt aber erst mal der ganzen Wirtschaft helfen, auch der alten, dreckigen. Also auch der Autoindustrie. Also auch Lufthansa.

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Ich hatte neulich den Sütterlin-Kurs auf Instagram angekündigt, den hat Gesa jetzt auch im Blog. Mich würde ja schon dieses oben offene kleine o fertig machen. Das geht doch so nicht!

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Und dann noch das hier. Quasi vor meiner Haustür. Falls noch jemand denkt, das sei doch alles so weit weg. Ich finde, das ist ziemlich dicht. 

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Musik! Was ist nun wieder Superjazz?

Das hier. Auch gut als Soundtrack für einen Dienstag, zumindest ist es einen Versuch wert. 

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Links am Morgen

Der sogenannte Social Impact von Unternehmen müsste zur Bedingung werden für finanzielle Förderungen: Übernimmt eine Firma soziale Verantwortung, schafft sie Anreize für eine bessere Vereinbarkeit? Und Care Arbeit muss endlich in die Wertschöpfung mit eingerechnet werden und nicht als Ressource gratis zur Verfügung stehen.

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Über Kommunikation in Krisen- und Corona-Zeiten. Wie erklärt man es?

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Herkunftsbedingt finde ich die Entwicklung an den Ostseestränden ebenso interessant wie absurd.

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Wir hatten im Garten Besuch und das Wesen war mir bisher nicht bekannt. Falls Sie bei dem Anblick auch eher ratlos sind – ein gebänderter Pinselkäfer.

 

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Ein Beitrag geteilt von maximilian buddenbohm (@buddenbohm) am

Ich habe für Insekten bisher keine gute Bestimmungs-App entdeckt, für Pflanzen ist die bisher beste aber ganz klar Flora Incognita, die hat bisher alles erkannt, was mir im Garten und sonstwo begegnet ist. 

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Ich: Sohn, sag an, was hört die Jugend?“

Sohn I: „Da.“

Sieht jetzt auch nicht aus wie heile Welt, ne.

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Daumen hoch

Auf dem Fußweg kommt mir ein Mann entgegen, der fällt auf. Er hat, das sehe ich schon von weitem, die rechte Hand nach vorne und etwas nach oben gestreckt und dabei den Daumen gehoben. Als würde er gerade etwas loben wollen. Dazu grinst er auch noch. Er geht und sieht abwechselnd auf den Daumen und auf das, was dabei neben ihm auftaucht, daher sieht er einigermaßen seltsam aus, denn die Geste bleibt, obwohl er immer weiter geht, an Geschäften vorbei, an Menschen, Autos und Verkehrszeichen und sogar an einer Kreuzung. Wer macht denn so etwas? Müsste ich mir einen Monolog dazu vorstellen, der Mann, der allem und jedem den gehobenen Daumen zeigt, er würde etwa sagen: “Hey, tolle Haus hier, wirklich sehr gut. Das daneben auch! Und da, eine astreine Ampel, schönes Rot auch, wirklich gelungen. Und Sie da, wollen Sie gerade ein Eis kaufen? Stehen Sie deswegen an? Das finde ich richtig gut und sympathisch. Hier, eine Bäckerei, Bäckereien sind auch toll und da, ist das großartig! Eine richtige Bushaltestelle! Und da kommt auch schon ein Bus, wie schön ist das denn.”

So in der Art müsste der Mann vor sich hin reden, damit es zu seinem höchst irritierenden Gang über den Fußweg und zu seiner Geste passt. Mir kommt da also ein befremdlicher Straßenbejubler entgegen, ein notorischer Gutfinder, ein Claqueur des gemeinen Alltags, es ist wirklich einigermaßen merkwürdig. Ich meine, man kann ja ruhig hin und wieder etwas gut finden, irgendetwas, obwohl mir auch das manchmal schwer genug fällt, aber alles? Pauschal? 

Erst als ich den Mann endlich passiere, erkenne ich, was den in seinem vermeintlichen Wahnsinn antreibt. Auf der Spitze des emporgereckten Daumens sitzt nämlich ein Marienkäfer und den strahlt also der Mann so an und für ihn sieht er sich um, wo er den denn bloß mal absetzen könnte. Hier ist ja alles nur Stein und Blech, die Gegend ist nicht eben käferfreundlich, Stadtmitte eben. Da, vor der Pizzeria, da steht so ein Busch in einem Kasten, da endlich wird er ihn los. Und er bückt sich etwas und streift, immer noch breit grinsend, das Käferchen an ein Blättchen und guckt auch noch etwas, ob es da auch gut weiterkommt und nicht etwa runterfällt.

Er sieht es nicht mehr, der Mann, aber ich hebe solidarisch meinen Daumen in seine Richtung. Was wieder beweist, dass das Positive sich auch verbreiten kann. Vergisst man ja leicht. 

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Das jüngste Objekt des Interesses für den Freundeskreis Insel an deutschen Küsten: Norderoogsand.

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Hier wieder was gelernt: Die Sache mit Frau Holle und dem Holunder wusste ich nicht. Oder ich hatte es vergessen.

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Da ist es wieder, das bereits gestern erwähnte Problem.

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Schulen, Kinder und Corona: Es bleibt kompliziert und ich wundere mich, wie viele Menschen die Antwort auf alles zu wissen meinen. Ich weiß gar nichts. 

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In der Zeit wird ein Bildband über Ischgl rezensiert: “Ja, was hier auf knapp 120 Doppelseiten zu sehen ist, ist schlicht und ergreifend widerwärtig.

Ich glaube, ich möchte da nicht hin.

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Bei meinem Anne-Tyler-Marathon bin ich bei “Im Krieg und in der Liebe” angekommen, ein Roman über eine Ehe, Deutsch von Christine Frick-Gerke und Gesine Strempel. Es gibt auch zu diesem Buch eine teilenswerte Rezension von Walter van Rossum, sie enthält diese schöne Beschreibung: “Ein auf den ersten Blick reizloseres Personal als in ihren Romanen lässt sich kaum vorstellen. Es sind meist Kauze, tief verstrickt in die selbstgebaute Normalität als Lebensgeländer. Schrebergärtner ihrer provinziellen Existenz. Warum sich jemand in die Größe zu retten versucht, davon haben wir schon viel gehört. Wie sich aber jemand im Kleinen einrichtet, in der flachen Ekstase der Wiederholung sein Leben verzehrt und sich von Anfang an als Überlebender einrichtet, dafür muss man Anne Tyler lesen. 

Was soll ich sagen, es spricht mich an und ich habe nicht wenig davon in unserem Schrebergarten gelesen, der ganz ohne Zweifel einen gewissen provinziellen Charme hat (die Herzdame kommt hier übrigens als Schrebergärtnerin vor). Walter van Rossum trifft das alles schon sehr gut. Selbst wenn man das Buch nicht liest – die Rezension ist ein Genuss. 

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Sohn I reicht noch einen Beitrag zum Thema “Was tanzt die Jugend” zu. Wenn Sie in meinem Alter sind und das nachtanzen, passen Sie auf Ihre Knie auf.

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Spazieren ist so hundsbanal, so unspektakulär, dass es nicht zum Schwanzvergleich taugt.

Gefunden via Nicola Wessinghage auf Twitter.

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Lenz Jacobsen über Dave Grossman, der Polizisten in den USA das Töten beibringt.

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So aufgeklärt wir selbst auch sein mögen: Die Welt, in der wir leben, ist in großen Teilen das Produkt des Versuchs der weißen männlichen Christen, sie gänzlich an sich zu reißen.

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Ein gewisses anderes Problem ist übrigens auch noch da.

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Mir wurde auf Twitter ein Tanzvideo empfohlen (von Nahoernsiemal), ich habe es mit Sohn I gesehen und er kann bestätigen: Das ist echt krass.


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Ein Satz durch die Jahrhunderte

In der S-Bahn sitzt mir ein Rudel Teenager gegenüber, dreizehnjährig, vierzehnjährig vielleicht. Nein, sie stehen, hocken, liegen, knien auf und neben den Sitzen, es geht da etwas knäuelig und geradezu verboten undistanziert durcheinander, denn sie müssen sich alle unbedingt gegenseitig auf die Smartphones gucken, weil sie Avatare und Spielstände vergleichen. Ich verstehe nicht, um welches Spiel es geht, ich kann das immer nur korrekt deuten, wenn die Söhne das auch gerade spielen. Die Vokabeln, die ich mitbekomme, sagen mir aber in diesem Fall nichts. Egal, es geht um ein Spiel, um Gewinne, Level und Figuren, um so etwas. Und ein Junge sagt einen Satz zu einem Mädchen, den sehen wir uns genauer an, ob seiner zeitlosen Schönheit. 

Denn der Satz ist ganz 2020, er bezieht sich völlig eindeutig auf so eine Multiplayer-Geschichte, es geht um ein Game, ganz sicher um nichts anderes, aber dennoch, was für ein Satz. Man könnte ihn aus der Zeit lösen und quer durch die Jahrhunderte verschiedenen Figuren in den Mund legen, ganz wunderbar würde das gehen. Einem jungen Adeligen bei Shakespeare etwa hätte er sehr gut gestanden, der Satz passt in die Dramen dieser Zeit geradezu perfekt. Oder in den Zeiten des Minnesangs, das ist es fast zu schön, um wahr zu sein, wie gut diese Wendung da zu einem in Liebe entbrannten Ritter passt, als hätte man sie direkt aus dieser Epoche in die Gegenwart rüberkopiert, Strg-C, Strg-V quer durch die Zeiten und der Satz ist immer noch gut. Er meint zwar jetzt etwas vollkommen anderes, aber wenn man nur diesen Satz sieht, nur den Jungen und das Mädchen und er kniet sogar so halb … okay, er hockt eher. 

Es gibt eine Mozartoper, da kommt der Satz auch drin vor. Also die gibt es in Wahrheit nicht, aber es würde uns überhaupt nicht wundern, es ist doch der entscheidende Vers einer Arie, eine herzbewegend vorgetragene Bitte, man schmilzt beim Zuhören nur so dahin, der Jüngling auf der Bühne sowieso, wenn er diesen Satz singt, der sich heute nur auf ein banales Spiel bezieht, aber was kann man nicht alles ausblenden, wenn es doch um die ewige Liebe geht:

“Sag mir deinen Namen, dann kann ich dir folgen.”

Hat er gesagt. Hach. 

Na, egal. Auch bei der Romantik gilt jedenfalls: Immer alles mitnehmen, was man finden kann. 

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Picturing lockdown. Sehr gute Bilder.

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Jochen, für den das Bloggen noch neu ist, der bisher Journalismus im klassischen Sinne gewohnt war, über sein Blog: “Seit ich hier fast täglich irgendwas aufschreibe, kommt mir mein Beruf merkwürdig vor. Bei manchen meiner Geschichten vergeht ein halbes Jahr oder sogar mehr, bis sie endlich irgendwo am Kiosk liegen. Hier im Blog dagegen dauert das keine Sekunde. Man drückt auf den Knopf. Zack! Schon ist es draußen. Unglaublich.” 

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Das Anstrengende an einer Pandemie ist, also neben den ganzen „Sachen“, die irgendwie zu machen sind, eher so ein Anstrengungsgrundrauschen

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Digitaler Unterricht bleibt eine Herausforderung

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Das Leben ist dann doch irgendwie gemischt – aber da wir in jeden Teilaspekt zu einer polaren Meinung tendieren, jeder ganz verschieden, hassen wir bald alle anderen irgendwie.

Gunter Dueck über die Sucht nach dem Fokus und auch über alles. 

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Manfred Maurenbrecher, auch über alles. Ja, das dauert zehn Minuten, ja, es gibt noch lange Lieder. Und es gibt da Bezüge zwischen dem Text von Herrn Dueck und dem Lied hier, ganz seltsame Bezüge. Es isso. 

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Easy

Sohn I kann neuerdings einhändig Rad schlagen, das konnte ich nie, auch in seinem Alter nicht. Und weil ich es nie konnte, kann ich mir die Bewegung auch nicht richtig vorstellen, mir fehlt da etwas. Radschlagen weiß ich noch, Handstand und Kopfstand und so etwas alles auch, meinetwegen sogar Salto vor und rück, man war ja einmal jung, aber Rad einhändig – nein. 

Kennen Sie diese leichte Irritation, wenn man Bewegungen sieht, die man sich nicht richtig vorstellen kann, von denen man also nicht körperlich weiß, dass sie wirklich gehen? Der eine oder die andere kennt das auch aus dem Tanzunterricht, wenn man da neue Schritte und wilde Kombinationen sieht und erst einmal denkt: “Das ist doch so gar nicht möglich.”Manchmal spürt man beim Zusehen dann auf einmal unwillkürlich Muskeln an gewissen Stellen, weil etwas im Körper es sich dringend vorstellen will, was die Augen da wahrnehmen, denn es muss ja irgendwie gehen, das siehste doch. 

Ich sehe den Sohn, der einhändig Rad schlägt, wofür es sicher einen tollen Namen in der Turnszene gibt, den ich aber nicht kenne. Ich sehe ihn und eine innere Stimme raunt mir zu: “Alter, dabei würdest du so dermaßen auf die Fresse fallen.” Meine inneren Stimmen sind nämlich manchmal unerfreulich direkt und sie drücken sich auch nicht immer gewählt aus, die Bagaluten.

Der Sohn aber grinst, schlägt ein Rad nach dem anderen über den Rasen und sagt: “Ist doch easy.” Was will man von jemandem erwarten, der auch souverän Kopfstand auf einem SUP-Board macht, während es über die Bille treibt. Das wiederum hätte ich als Kind gar nicht machen können, denn als ich in seinem Alter war, da ist noch niemandem eingefallen, beim Rudern einfach mal aufzustehen, das war noch nicht erfunden, die Menschheit brauchte noch eine Generation Wassersporterfahrung mehr. Der Sohn macht das heute aber alles, wie nebenbei macht er es. Und es ist wie so oft, easy ist gar nicht easy, easy ist eher eine hohe Kunst. Easy sieht nur easy aus, alte Regel.

Ich habe hier ein Beispiel von Instagram, da sehen Sie eine Bewegung, die können Sie vermutlich auch nicht. Da verstehen Sie gleich viel besser, was ich meine. So also fühlt sich das an, wenn man etwas in der Art sieht, kurz vor schmerzhaft. Sollten Sie diese Bewegungen der Tänzerin aber entgegen meiner Erwartung doch easy nachempfinden können – Respekt! 

 

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