Währenddessen in den Blogs, Ausgabe 30.3.2022

Der gute Herr Slowtiger hatte da auf Twitter einen Text verlinkt, der schon älter ist, aber passend und gut: Militär und Dekadenz von Kathrin Passig.

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Frau Diekmann entdeckt die Speiseölscham und denkt über Kinder in diesen Zeiten nach, über kleine Kinder. Als Vater etwas größerer Kinder glaube ich, dass die Seelenlage von Kindern nach den letzten zwei Jahren mit Ambiguitätstoleranz zu betrachten ist. Es gibt zwei Meinungen oder Statements, die ich beide für vollkommen korrekt halte:

  • Die Kinder stecken das alles erstaunlich gut weg.
  • Die Kinder haben einen viel größeren Schaden erlitten, als den meisten Erwachsenen klar ist.

Uneindeutigkeiten aushalten!  So schwer. Da gab es ein Buch, fällt mir ein, ich halte es immer noch für lesbar: „Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust von Mehrdeutigkeit und Vielfalt.“ Von Thomas Meyer. Ich glaube, ich lese das noch einmal, das war gut.

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Bei Jochen drüben geht es auch gerade um Eindeutigkeiten, er schreibt: „In der Psychologie gibt es die Faustregel, dass wir, sobald wir in eine Story die Kategorien Gut und Böse einbauen, – zack – mit einem Schlag 20 IQ-Punkte verlieren. Ich glaub nicht, dass es Studien dazu gibt, aber der Satz klingt einfach zu gut, um ihn für sich zu behalten. Jedenfalls: Die Nachrichten im Moment machen dumm.

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Es gibt Kulitsch Paska.

Ein Schriftzug am Hamburger Kongresszentrum: Stand with Ukraine

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Sie können hier Geld in den allerdings nur virtuell vorhandenen Hut werfen       , ganz herzlichen Dank! Sollten Sie den konventionellen Weg bevorzugen und lieber ganz klassisch etwas überweisen wollen, das geht auch, die Daten dazu finden Sie hier. Wer mehr für Dinge ist, es gibt auch einen Wunschzettel. Merci!

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Vierhundert Folgen „Die Buddenbohms“

Die Foodblogs sind voller Bärlauch und Spargel, nächster Halt dann die Erdbeeren, wir sind so weit im Zeitplan, trotz allem. Um sich saisonale Normalität vorzugaukeln, ist es gar nicht verkehrt, viele Foodblogs zu lesen, man muss sich doch an irgendetwas festhalten können, zumindest an einigen Fakten. Wie spät ist es? Es ist Bärlauch, das muss reichen.

Vor dem Fenster arbeiten wieder die Gerüstbauer am Dach des Hauses gegenüber, und einer von denen redet wie eine Figur aus einem alten Werner-Film. Es ist genau dieser Tonfall, es kann unmöglich ernst gemeint sein, es ist aber so. Wie soll ich mein Leben noch von Fiktion unterscheiden können, es ist nicht mehr möglich, überall diese Satire-Elemente. Seit mindestens zwei Jahren kommt mir alles arg ausgedacht vor, es ist so vieles an den Haaren herbeigezogen und eher furchtbar platt dahergesripted, bis hin zu dieser neuen Entwicklung, dass sich auf einmal alle verhauen wollen, wie damals in der fünften Klasse. Am Ende ist es alles nur ein Exkurs, ein fiktionaler, und ich werde eines Morgens wie einst Bobby Ewing unter der Dusche denken, krass, was hast Du da alles zusammengeträumt, das hätte ja für vierhundert Folgen „Die Buddenbohms“ gereicht, jetzt aber mal normal weiter.

Egal. Ich gehe morgens Brötchen holen. Vor der Tür macht ein Nachbar Dehnübungen, das ist der Nachbar, den ich ausschließlich beim Sport sehe, es gibt ihn in keiner anderen Erscheinungsform, das nervt mich schon seit Monaten erheblich, wie aufdringlich kann man so etwas ausleben. Er hat einen bunten, wie nennt man das, Ganzkörperturnanzug an, und er verbiegt sich dermaßen demonstrativ, dass es mich selbstverständlich provoziert. Wofür hält der sich, Elasto-Man oder was, kann er das nicht in seiner Wohnung machen, muss er hier so angeberisch Gummigelenke vorführen, was soll das, das finde ich unerträglich. Und ich trete ihm von hinten in die Kniekehle, dass er auf den Boden schlägt wie ein nasser Sack, der aus einem der oberen Stockwerke fiel. So ist es besser, denke ich, so ist es besser, und ich steige über ihn rüber und gehe weiter zum Bäcker, ohne mich um sein Winseln zu kümmern. Irgendwo blutet er. Aber sicher kann er sich prima verarzten, er kommt ja überall an.

Es ist eine Minute nach sieben, als ich beim Bäcker ankomme. Sie haben noch nicht geöffnet, ich rüttele an der Tür. Ich lese die Öffnungszeiten auf dem Schild im Fenster nach, es muss alles seine Ordnung haben, bloß keine Fehler machen. Sie machen um sieben auf, so steht es da. Regel ist Regel, denke ich und werfe die Glastür mit dem großen Stein ein, der den Sonnenschirmständer draußen beschwert. Ich habe auch nicht ewig Zeit. Ich brauche Brötchen, ich brauche sie jetzt und Öffnungszeiten sind verbindlich. Das Glas zerkracht und splittert, die Verkäuferin, die gerade noch Brot eingeräumt hat, geht hinter dem Verkaufstresen in Deckung. Ich gehe rein, die Scherben knirschen unter meinen Schuhen. „Hier muss mal gefegt werden, Fräulein“, sage ich, „aber erst einmal vier Vollkornbrötchen für mich.“

Okay, Spaß beiseite.

Filmidee: Zwei Jahre nach Beginn der Pandemie fand man heraus, dass Long-Covid auf Dauer gar nicht das größte Problem sein würde. Das größere Übel war vielmehr die deutliche Aggressionssteigerung bei männlichen Infizierten, die erst mit großer Verzögerung nach den akuten Symptomen auftrat, aber allmählich nicht mehr übersehen und überhört werden konnte. Die Betroffenen wurden reizbar und aggressiv gegen andere Männern, sie entwickelten ein kaum noch zu beherrschendes Bedürfnis, Affekten ungefiltert nachzugeben und sie auch körperlich auszuagieren. Die Instabilität der Gesellschaft nahm rasant zu, wobei es aber keine revolutionären Tendenzen gab, denn jeder war gegen jeden. Es gab keine Zusammenrottungen, keine Verbünde. Es wurde zunächst positiv bewertet, dass weltweit keine Kriege mehr möglich waren, weil sich zu wenig Soldaten noch an Befehle hielten, es wurde aber bald klar, dass sie dennoch weiter mit den Waffen in der Hand durch den Alltag gingen, was zu enormen, ungeahnten Problemen führte.

Ein Graffiti-Text: "Mehr Rap über Hass"

Gut, bis dahin. Aber wie enden? Eine feministische Richtung einschlagen, die Männer an sich selbst und ihrer Gewaltneigung zugrunde gehen lassen, dann ein neuer und friedlicher Anfang mit den wenigen Sympathen, die nicht infiziert waren … Hm.

Vielleicht eine deutlich schrägere Variante, die Gesellschaft kann nur noch mit Männern funktionieren, die jederzeit ein Elektrohalsband tragen und von ihren Frauchen eng kontrolliert werden, bei Fuß, Kevin! Geh von dem anderen Mann da weg!

Ich muss nachdenken. Das ist noch nicht reif, ich muss das noch weiter ausarbeiten. Das muss realistischer werden, ich muss da noch einmal ran.

Also wenn die Herzdame mich lässt.

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Wie durcheinander ist alles

Beim bereits erwähnten Buddeln im Garten zeigte sich, was man auch in den Nachrichten hören oder lesen kann, es ist zu trocken. Viel zu trocken. Staubig fällt die Erde vom Spaten, pulverig ist der Sand. Es hat seit Wochen nicht geregnet, es ist auch kein rechter Regen in Sicht, es soll vielleicht gerade mal etwas nieseln, mit Glück. Es gibt verlässlich auf allen großen Medienseiten Newsticker zum Krieg und zu Corona, es gibt verlässlich keinen zum Klima, fällt mir nebenbei auf. In der letzten Woche war ich einmal im Anzug draußen und es war mir schon zu warm, das war eindeutig ein Junigefühl, wie weit gehen wir vor?

Vor der Haustür blühen die Mirabelle und die Zierkirsche, weißer und rosafarbener Schaum im Baum. Ich müsste bei allem nachlesen, ob das da jetzt gerade passt, oder wieviel es zu früh ist. Im Garten strahlen immerhin passend die Forsythien und der innere Chor der GärtnerInnen fordert ebenso feierlich wie nachdrücklich zum Rosenschnitt auf. Die Kornelkirsche ist schon durch und verblüht, die Purpurmagnolie lässt bereits ihre unfassbare Blütenfarbe erkennen und richtet die Kerzen. Am Boden überall die kleinen Traubenhyazinthen, Heerscharen in kräftigem Blau, die Korkenzieherweide ist bereits grün umflort.

Egal. Diese Woche wird es wieder März, auch wenn es April wird. Die Temperaturen gehen zurück, 12 Grad soll es geben, wie damals, als Corona gerade anfing und dann blieb, Sie erinnern sich, da waren es immer 12 Grad. Ewigkeiten lang und durchgehend war das so, 12 Grad werden mir lange im Gedächtnis bleiben, es war und ist die Temperatur der Pandemie.

Am Sonnabend ging ich zum Einkaufen. Ich war in drei Läden, in jedem war ein anderes Regal leergefegt, Nudeln, Mehl, Zucker und Speiseöl, die Leute kaufen wieder ein wie die Irren und wenn man sieht, was zuerst fehlt, dann machen sie vermutlich alle enorm viele Pfannkuchen, gesund ist das nicht. Auch die leeren Regale weisen jedenfalls zurück, das war doch schon einmal dran, die Phase hatten wir bereits, wie durcheinander ist alles. Früher lief alles chronologisch ab, das war auch schön.

Ich bin dessen ungeachtet schon seit sieben Tagen grundlos gut gelaunt. Ich komme nicht darauf, warum das so sein könnte. Ich überlege, was sich grundsätzlich verschoben haben könnte, worin die Erleichterung eigentlich liegt, es fällt mir nicht ein. Ich bin einfach gut gelaunt, das ist jetzt so. Es ist alles nur eine Phase und nach dem Tod erfährt man von einem freundlichen Wesen im Jenseits, dass die Stimmungen im ganzen Leben übrigens stets rein zufällig verteilt waren – das wäre doch eine wunderschöne Pointe für den Freundeskreis Overthinking, nicht wahr.

Eine Parkbank mit einem Herz in den Farben der Ukraine

Ich fuhr am Sonntag auf dem Rad durch einen Park, ich fand dabei alles schön. Die Menschen sahen nett aus, die Sonne schien, die Narzissen blühten leuchtgelb. Es war alles erstaunlich freundlich angerichtet und sah ungemein gut aus. Ich verliere den Verstand, dachte ich, aber es macht nichts, und es ist ja auch kein großer Verlust. Ich machte ein Testselfie auf einer Parkbank, wie so ein depperter Jugendlicher im Fernflirtmodus, ich sah es mir an. Ich schien darauf zu lächeln, die Sache war also ernst.

Ein Selfie heißt auf Jiddisch Zikhele, sehe ich nebenbei auf Tiktok. Ich mag die jiddischen Wörter für moderne Dinge, siehe auch Mobilke für das Smartphone. Ich mache ein Zikhele auf dem Mobilke. Das hat doch etwas, denke ich, und ich freue mich schon wieder und grinse vor mich hin wie die Katze bei Alice im Wunderland.

Vielleicht doch mal Nachrichten lesen, dann gibt sich das vermutlich. Eine Schlagzeile am Montagmorgen bei RND: „Scholz zu Putin: Wage es nicht.“ In diesem Schulhofsound, der dazu passt, dass sich männliche Prominente neuerdings gerne öffentlich verhauen, wie ich beim Weiterlesen feststelle.

Ich glaube, es wirkt tatsächlich, die Stimmung sinkt schon. Alles im Griff.

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Währenddessen in den Blogs, Ausgabe 27.3.2022

Ich habe nur wenig Links gefunden. Ich hatte aber auch wenig Zeit, was daran liegt – ich bringe das Tagebuchartige mal eben hier unter -, dass uns der letzte Sturm im Garten acht Meter Zaun gekostet hat, die wir jetzt ungeplant und mal eben zwischendurch durch eine Hecke ersetzen werden. Denn ein neuer Zaun, so die überaus schlaue Überlegung, wäre teuer und würde im nächsten Herbst nur wieder umgestürzt werden, eine Hecke aber hat im besten Fall mehr Widerstandskraft und also ein besseres Preis-Leistungsverhältnis. Na, man hofft immer so vor sich hin. Der künftigen Hecke jedenfalls stehen zwei junge Kirschbäume im Weg, die müssen dringend woanders hin, und zwar noch im März, also quasi gleich. Weil Termine, weil Pflanzzeit, weil Wetter, weil Heckenlieferung. Daraus ergeben sich allerdings ungeahnte Dominoeffekte, denn wenn die Kirschen dahin kommen, dann muss das dort weg, was jetzt da ist, und das muss dann hierhin und jenes wiederum, was ist das eigentlich, muss dann da rüber, und wenn wir das alles bis zum Ende überlegt haben, einmal quer durch den ganzen Garten, wissen wir erstens nicht mehr, wo wir eigentlich angefangen haben, und haben zweitens das seltsame Gefühl, wir müssten, wenn wir schon dabei sind, die ganze Gartenkolonie insgesamt ein wenig besser anordnen. Es ist kompliziert.

Dabei haben wir eigentlich keine Zeit für Gartenarbeit, die nächste Woche ist ohnehin schon absurd voll, das Wetter wird schlechter, der Rest der Welt womöglich auch, es ist ein Kreuz.

Wir wollen ein Pflanzloch graben, mir fällt ein, wir haben keinen Kompost mehr, wir müssen also alles noch einmal verschieben. Und ich brauche lange, viel zu lange, um darauf zu kommen, dass man sich Kompost auch einfach leihen kann, bei den zahlreichen anderen Gärtnerinnen, das ist eigentlich kein Problem. Aber ich habe nach zwei Jahren entsozialisierender Pandemie andere Menschen als Möglichkeit wohl nicht mehr so recht parat. Schlimm.

Aber das nur am Rande, pardon, es geht eigentlich um Links zur Ukraine, und was ist das hier überhaupt für eine krude Mischung, Kirsche und Krieg. Wozu wir jetzt alle im Chor das sagen können, was man zurzeit dauernd hört: „So ist es eben gerade.“

Zum Krieg kann man auch einmal einen neuen Aspekt in den Blogs finden, etwa hier bei Jochen, die Sache mit der nationalen Selbstüberschätzung.

Ein Aufkleber: Stoppt Putin

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Frau Diekmann dagegen ist bei einem Aspekt, den wir vermutlich alle kennen, aber das kann man ruhig dennoch lesen – und im Geiste immer weiter ergänzen. Es fällt allen etwas dazu ein, denke ich. Aber bitte auch den ollen Kempowski dabei im Ohr behalten, denn uns geht’s ja noch gold.

Und das war es schon. Peace.

Eine Tafel vor einem Blumengeschäft mit einer Friedenstaube und dem Peace-Zeichen

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Er war immer schon da

Cem Basman ist gestorben, ich las es heute auf Twitter. Er war, falls Sie den Namen nicht kennen, einer, der online immer schon da war. Er hat gebloggt, bevor ich gebloggt habe, er hat getwittert, bevor ich getwittert habe, und vermutlich war er bei vielen weiteren Tools oder Diensten immer schon dabei und User der ersten Stunde, bei Tools oder Diensten, die wir heute längst wieder vergessen haben. Er war auch einer der ersten Menschen aus diesem Internet, die ich im sogenannten Real Life kennengelernt habe, es ist schon Ewigkeiten her. Und er war einer der Ersten, der mein Schreiben gut fand, der darin weitere Möglichkeiten gesehen hat.

Er hatte mich auf einen Kaffee eingeladen, vor gefühlten hundert Jahren, nur um mir das zu sagen. Dass aus meinem Schreiben Bücher werden sollten, Artikel, Kolumnen, so etwas in der Art. Dass ich davon doch ganz oder wenigstens teilweise leben können müsste, wenn ich mich online immer so weiter als Marke … Das war noch bevor irgendwer Bloggen und Geld und Schreibaufträge ernsthaft in Verbindung gebracht hat, das war aus heutiger Sicht geradezu hellseherisch. Ich habe mich damals gefreut über das Gespräch, das war eine großartige Bestätigung und Ermutigung, das war ein kräftiger Schubs nach vorne. Er wollte dann meine Pläne verstehen und war überrascht und überhaupt nicht damit einverstanden, dass ich gar keine hatte. Er hätte sie gerne kommentiert, die Pläne, und vermutlich wäre es sinnvoll gewesen.

Ich habe heute erst verstanden, bei wie vielen Menschen er so in Erscheinung getreten ist, ich las es in meinen Timelines auf Twitter und FB. Sowohl als Privatmensch als auch als „serieller Unternehmer“, wie er sich bezeichnete, und als hervorragend vernetzter Immer-schon-da-Mensch in der Online-Szene hat er andere nachdrücklich auf Chancen hingewiesen. Er hat manche zu großen Projekten animiert und andere in wilde Vorhaben eingebunden, teils sehr spontan und wildwest, er hat ihnen neue Aufgaben gegeben, er hat zugetraut und Mut gemacht. Er hat in Möglichkeiten gedacht und ich denke, er konnte das ganz erstaunlich gut. Menschenkenntnis, die hatte er wohl. Die meisten Menschen glauben von sich, eine gute Menschenkenntnis zu haben, aber in Wahrheit haben sie wohl nur wenige. Ich z.B., ich habe sie eher nicht, das habe ich erst peinlich spät verstanden. Aber Cem – das muss man wohl als bewiesen betrachten, er hatte sie.

In den letzten Jahren hat er hier um die Ecke an der Grundschule, auf der auch die Söhne waren, noch etwas ehrenamtlich gearbeitet, ich bin ihm dabei ab und zu über den Weg gelaufen. Die Kinder mochten ihn da, das sah man, er hatte eine angenehme Art, mit ihnen zu reden.

Er war schon eine ganze Weile nicht mehr online, mehrere Jahre nicht. Er hatte andere Prioritäten, nachdem er in der Folge von gesundheitlichen Problemen lange darüber nachgedacht hat, was Prioritäten wirklich sind. Ich hatte den Eindruck, dass er sich aus seiner Sicht gut entschieden hat, und ich hoffe, das stimmt so.

Was ich aber eigentlich nur sagen wollte – dieses Mutmachen, dieses Denken in Möglichkeiten, dieses Motivieren, das war etwas, das mir gut in Erinnerung bleiben wird, das war, der Begriff ist wohl angemessen, vorbildlich.

Über seinem letzten Blog stand: „Vogel fliegt, Fisch schwimmt, ich blogge.“ Ein Satz, mit dem ich immer noch etwas anfangen kann.

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Währenddessen in den Blogs, Ausgabe 24.3.2022

Eine weitere und erfreulich lange Fortsetzung aus Frankreich. Der Text geht auch darauf ein, dass Beziehungen zu Menschen aus Russland im Moment nicht unbedingt einfacher werden. Ich glaube, ich lese zum ersten Mal in einem Blog davon. Oh, und ich sehe gerade, es geht sogar schon weiter, die Kinder kommen zur Schule.

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In dem Gebäude, in dem ich bislang nachmittags Kurse für Kinder angeboten habe, haben wir jetzt einen Freiwilligenstab eingerichtet. In einem Zimmer werden zum Beispiel Lebensmittelspenden gesammelt, in einem anderen flechten wir Tarnnetze.

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Frau Diekmann denkt nach, über das Helfen und das Bewerten.

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Es gibt Deruny, warum auch nicht. Der dort verlinkte Instagram-Account „Chefs for Ukraine“ ist auch interessant. Aus dem Blogtext: „Natürlich hilft es den von Krieg und Flucht betroffenen Menschen wenig, wenn ich Rezepte aus der Ukraine koche. Es fehlen mir zum aktuellen Weltgeschehen die (richtigen) Worte. Es schmerzt, dass viele Werte, mit denen ich groß geworden bin und auch unseren Kindern vermittelte, nicht mehr gelten. Ukrainische Rezepte zu kochen ist daher ein Ventil für meine Sprachlosigkeit, Fassungslosigkeit und Hilflosigkeit.

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Metöken, Periöken, Spartiaten

Von gestern ist noch zu erwähnen, dass die Herzdame am Abend mit Sohn II etliches zum Fach Geschichte durchging, es war die finale und intensive Vorbereitung auf eine Klassenarbeit. Und weil sie sich dabei dauernd drillsergeantmäßig und in verblüffender Lautstärke angeschrien haben, nur aus Spaß, versteht sich (wer lacht, lernt besser, sagt die Psychologie), hatte nicht nur ich, sondern hatten vermutlich das ganze Haus und auch Teile der Nachbarschaft etwas davon, und alle wissen daher jetzt etwas mehr über die Metöken, die Periöken und die Heloten. Erinnern Sie sich? Etwa sechste Klasse war das damals, und ist es heute noch. Ich fand es amüsant, dass die Kinder das immer noch so wie wir lernen, über weite Strecken die gleichen Inhalte, die exakt gleichen Stichwörter, die gleichen Zahlen, die man für eine Arbeit unbedingt parat haben muss, weil man dann eben „Klassisches Griechenland“ befriedigend oder sogar gut kann. Die Polis, Plural Poleis, der Rat der 500, die Strategen, Sparta, Attika, Akropolis, die Pnyx, es fällt einem manches wieder ein, wenn man mit Kindern lernt. Brachliegendes Schulwissen, nur bedingt abrufbereit.

Allerdings nannten die beiden die Bewohner von Sparta dauernd „Spartiaten“. Das ist vollkommen korrekt, man kann das nachlesen, aber das war wieder ein Begriff – ich könnte wetten, wir haben damals Spartaner gesagt. Ich könnte wetten, ich habe das Wort Spartiaten noch nie vorher gehört. Aber ob das möglich ist, kann ich da denn richtig liegen? Oder ist das wieder einer dieser typischen Zeugenfehler? Dabei fällt mir ein, was ich gerne einmal hätte, nämlich eine Übersicht der veränderten Inhalte in den Lehrplänen – meine Generation gegen die heutigen SchülerInnen. Das würde mich interessieren, all die Neubenennungen, die frischen Fachbegriffe, die Korrekturen, auch die Methodenwechsel etwa in Mathe, die signifikanten Verschiebungen der Inhalte in Bio und Deutsch etc., was alles weggefallen ist, was es bei uns vielleicht noch nicht gab, das würde ich gerne aufgelistet sehen in einer schicken Tabelle. Aber das wird es wohl nicht geben, ich weiß. Schade.

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Falls Sie beim Nachrichtenkonsum auch leicht ins Monothematische verfallen, was zwar naheliegend, aber vielleicht dennoch falsch ist – es gibt z.B. den Newsletter von Sham Jaff: „What happened last week“. Da fällt einem bei der Lektüre, der Text ist jeweils nicht lang, der Rest der Welt wieder ein. Oder zumindest die Teile davon, in denen schon wieder etwas passiert. Es sind jeweils einige Details und Storys enthalten, die im Strom der Hauptnachrichten und Ticker eher nicht prominent vorkamen. Macht einen nicht dümmer, der Newsletter.

Wenn Sie danach immer noch dringend Ablenkung brauchen, lesen Sie Jasmin Schreibers Naturarium, auch das ist ein Newsletter. Der bringt Sie auf andere Gedanken, neulich etwa ging es um betrunkene Insekten. Da es aber um die Natur geht, fällt nicht immer alles vollständig erheiternd und grundpositiv aus, denn da gibt es bekanntlich auch das eine oder andere Problem, mit dieser Natur. Oder eher mit uns, schon klar. Dennoch ist er empfehlenswert, der Newsletter.

Noch ein Buch. Ich lese gerade „Februar 33 – Der Winter in der Literatur“ von Uwe Wittstock“, hier einige Rezensionen dazu. Es ist so geschrieben, wie Dokumentationen heute fast zwingend gefilmt werden, also unterhaltend, mit belebten Szenen, teils frei interpretierend, natürlich recht eng an den Fakten, aber doch eindeutig bunt ausgemalt – und wie bei diesen Dokumentationen auch, man kann das mögen oder nicht. Ich finde lesenswert, dass die Bezüge zwischen den Hauptpersonen dargestellt werden, also wer sich wie kannte und wo begegnete, das kommt bei der Beschäftigung mit Einzelnen kurz. Ansonsten ist das Buch selbstverständlich eher bedrückend, und je mehr Fantasie man hat, desto schlimmer ist es. Aber doch, es interessiert mich. Und es geht um eine untergehende Demokratie, man kann sich nebenbei also schön Bezüge zur Gegenwart basteln, falls man versehentlich noch gutgelaunt ist.

Ein Aufkleber mit dem Text: "Der Struggle so real"

Die Büchereibücher, die ich im Urlaub gelesen habe, habe ich gestern wieder weggebracht. Ich weise noch einmal auf die zwei Romane hin, die mir länger im Gedächtnis bleiben werden, zum einen war das die „Mitternachtsblüte“ von Maria Matios, zum anderen war es das „Internat“ von Serhij Zhadan. Die waren gut, diese beiden Bücher, die haben mich sehr beschäftigt. Auf eine andere Art fand ich auch das „Lächeln meines unsichtbaren Vaters“ von Dmitrij Kapitelman erhellend und horizonterweiternd.

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Am Sonnabend sind wir nicht direkt von Eiderstedt nach Hamburg gefahren. Es fanden mehrere Demonstrationen mit Ukrainebezug im Innenstadtbereich statt, also vor unserer Haustür, wir wären da vermutlich nicht leicht durchgekommen. Daher machten wir Halt in einem „Erlebnisbad“ vor den Toren der Stadt, das ich freiwillig nicht betreten würde, aber ich habe Söhne, die da gerne hingehen. Dort saß ich unter strikter Vermeidung des Kontaktes mit Wasser am Beckenrand und hörte konzentriert „Die Maske des roten Todes“ von Edgar Allen Poe als Hörbuch. Ich kann mit Poe nicht viel anfangen, mit schwarzer Romantik generell nicht, aber diese Geschichte zu hören, während statistisch betrachtet gleich mehrere Gäste hochinfektiös um mich herumalberten – das war schon sehr stimmig. Es ist eine drastische Seuchengeschichte, und wenn Sie eine Poe-Ausgabe greifbar haben, lesen Sie die Story ruhig mal eben nach, sie passt gerade gut und man ist bald durch. Die Geschichte endet schnell, das Leben der beteiligten Personen auch, wie es bei dem Thema und dem Autor naheliegt.

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Hier noch ein lesenswerter Bericht aus dem Berliner Hauptbahnhof.

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Und schließlich Sascha Lobo über Warfluencer. Er benennt da als Beispiel Valeriesssh auf Tiktok, der ich auch folge. Und wenn Sie auf Tiktok sind – ich denke, ihre Beiträge lohnen auch im Nachhinein noch.

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Klötze zum Zwecke

Gestern war ich, es wurde bereits kurz erwähnt, im Büro, leibhaftig vor Ort. Zwei Bemerknisse dazu, eines ist allerdings schon zwei Wochen her, vielleicht sogar etwas länger, es fiel mir nur gestern wieder ein. Da war ich auch schon einmal im Büro, nach einer langen, langen Home-Office-Phase, und wie lange ich vorher nicht dort war, das fiel mir im Treppenhaus der Firma auf, als ich sekundenlang überlegt habe, in welchem Stockwerk mein Büro noch einmal war. Ich kam dann schnell wieder darauf, aber diese Frage im Kopf war kurz beunruhigend. Wie sehr man Gewohnheitsmensch ist, und wie sehr zumindest bei mir gilt: Aus den Augen, aus dem Sinn. Die KollegInnen, die ich zwischendurch auf den Fluren getroffen habe, waren hoffentlich neu in der Firma, erkannt habe ich sie nämlich nicht, so ohne eingeblendeten Namen im Fenster der Videocallsoftware. Aber gut, Menschen zu erkennen, das ist eh nicht meine größte Stärke. Und die aus meiner Abteilung konnte ich immerhin sicher zuordnen, das fand ich beruhigend.

Zweitens bin ich zu Fuß zur Arbeit gegangen und habe, nachdem ich eine Woche auf Eiderstedt in der Natur und fast durchgehend zwischen Schafen und anderen attraktiven Nutztieren war, noch einmal neu festgestellt, was für ein unglaublich hässlicher Arbeitsweg das ist, sogar bei ausgesprochen freundlichem Wetter. Dass die Menschen da nicht einmal etwas hingebaut haben, was irgendwie schön sein sollte, sondern ausschließlich Klötze, die geradezu brutal Zwecke erfüllen, dass man da nicht einmal gutmütig sagen kann, es war doch gewiss irgendwie gut gemeint … Nein. War es nicht. Man sieht es. Kein Wille zur Schönheit, nicht einmal zum Design, zum Bild, zur Präsentation. Diese Stadt ist an vielen Stellen nicht nur natur-, sondern klarerweise auch menschenfeindlich, und es gibt an meinem Arbeitsweg ein paar Neubauten an erlesen scheußlichen Stellen, da zahlt man mittlerweile enorm viel Geld dafür, in ausgesprochen unansehnlicher Lage zu wohnen. Ab und zu fällt mir wieder auf, wie erstaunlich das doch ist. Was alles baugeschichtlich schiefgegangen ist, irgendwann nach dem Zweiten Weltkrieg. Oder vor dem Dritten. Pardon, der Zynismus, ab und zu bricht es doch durch.

Auf dem Rückweg von der Arbeit ging ich in den Supermarkt. Da gehe ich fast jeden Tag hin, entweder in den Supermarkt oder in den Discounter, das ist Teil meines Care-Jobs und es kauft sonst niemand in der Familie ein. Mein Einkaufsverhalten führte im Urlaub zu einem heiter misslingenden Smalltalk. Ich sprach mit einem anderen Mann, wir kamen dabei auch auf Lebensmittel und dann lief das Gespräch irgendwie schief, merkte ich, und kam zunächst nicht darauf, woran es lag – aber diese andere geht nie einkaufen, wie er schließlich sagte. Der kennt das alles nicht, was ich da dauernd erlebe. Was ich nur erwähne, weil ich es wieder interessant fand, dass wir schon bei diesen Kleinigkeiten in so grundverschiedenen Welten leben, aber doch dauernd glauben, so viel über andere aussagen zu können und fortwährend auch im Namen anderer herummeinen. Ich bleibe bei meiner Binse: Andere Menschen sind wirklich sehr anders.

Ein Aufkleber gegen Rassismus: "Nationalismus ist keine Alternative"

Beim Einkauf im Urlaub stand ich übrigens an der Kasse, zahlte und wusste: In Hamburg hätte ich dafür etwa zehn Euro mehr bezahlt. Ich kann das gut schätzen, das macht die Erfahrung. Es ist der Großstadt- und Szeneviertel-Aufschlag, und er ist immer noch ein wenig höher, als ich es ohnehin die ganze Zeit vermute, er scheint sich in letzter Zeit sogar noch einmal signifikant erhöht zu haben.

Ansonsten war ich heute beim Urologen, das war der übliche Vorsorgetermin, wovon es nichts zu berichten gibt, abgesehen davon, dass mir im Wartezimmer die Sonne so kraftvoll auf den Rücken schien, dass es auch Juni hätte sein können. Darüber hinaus gab es dabei keine heitere Begebenheit, keinen lustigen Dialog, keine beobachtete Szene, von der dringend erzählt werden müsste, es fiel mir rein gar nichts Besonderes auf, und ich erwähne es überhaupt nur, falls Sie auch mal wieder müssten, oder ein Ihnen nahestehender Mann, versteht sich, dann war das hier nämlich der entscheidende Hinweis.

Immer serviceorientiert bleiben.

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Es folgt Werbung für eine Veranstaltung in Hamburg:

Themen, Pflichten und Klimbim

Der erste Tag nach dem Urlaub war, ich habe es nicht anders erwartet, etwas erschlagend, es ist einfach zu viel Zeug für so wenig Stunden, zu viele Themen, Pflichten und Klimbim, es geht schlicht nicht auf, es kann auch gar nicht aufgehen.

Der einzig berichtenswerte Moment war, als ich aus dem Büro nach Hause kam und die Nachrichten nachlas. Man weiß heute nicht recht, ob man nach zwei, drei Stunden ohne Ticker irgendeine fatale Weltenwendung womöglich verpasst hat, und dann steht man doof da, während um einen herum schon alle die Koffer packen und flüchten. Oder Sonnenblumenöl kaufen, meine Güte.

Ich saß also und las, und der Nachbar, der dauernd Klavier übt, der spielte wieder in der Wohnung neben mir. Was mich fast nie nervt, ich habe die doch etwas längliche Jingle-Bells-Phase aus dem Dezember schon wieder erfolgreich verdrängt. Er spielte ein Stück, das mir vage bekannt vorkam. Das geht mir oft so, bei diesen leisen Tönen durch die Wand, dass ich erst nach einer ganzen Weile darauf komme, was der da eigentlich spielt, obwohl die ganze Zeit schon klar ist, dass es sich um ein gängiges Stück handeln muss. Aber die Pausen, die er macht, die vielen Wiederholungen einzelner Passagen, die Wand zwischen uns – es wirkt alles etwas verfremdend.

Ich las von Mariupol und von Eingreiftruppen, von Belagerungen und Kriegsflüchtlingen. Der Nachbar übte immer weiter Klavier, und dann kam ich darauf: Imagine. John Lennon.

Das wäre in einer Geschichte zu kitschig, zu gesucht und zu platt, aber in der Wirklichkeit, da ist das einfach so. Einer liest Kriegsnachrichten, einer spielt ein Friedensliedchen und am Kirchturm vor unseren Fenstern weht die ukrainische Flagge.

So geht es hier gerade zu.

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Ich hatte lange keine Werbung mehr unter diesen Texten, ich werde das auch künftig eher selten haben, aber bei gewissen Kunden mache ich doch gerne eine Ausnahme. Etwa für die untenstehende Veranstaltung, bei der ich damals, vor Corona, mehrmals war und die ich dabei für interessant befunden habe, das Europacamp der Zeitstiftung in Hamburg. Ich werde, wenn es denn alles so eintritt, wie erwartet, in diesem Jahr wieder hingehen, das wird dann die erste Veranstaltung seit dem März 2020 sein, es war damals auch die erste, die abgesagt wurde. Das aktuelle Programm etc. finden Sie unter dem Link unten.

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Es folgt Werbung, sie ist heute gar nicht einmal so unpassend.

Währenddessen in den Blogs, Ausgabe 21.3.2022

Der Krieg ist der neue Joker. Auch interessante Kommentare darunter, die Wahrheitsfindung ist nicht eben simpel. Ich bin immer überrascht, wie viele an so etwas wie eine unweigerliche Mechanik des Marktes glauben, an nichtexistierende Naturgesetze, die sich zwingend auf Preise auswirken, und immer in eine Richtung, das war, ganz im Ernst, eine starke Marketingleistung des Kapitalismus oder des Neoliberalismus, was weiß ich.

Wobei ich aber nicht behaupten würde, irgendetwas tiefer zu durchblicken als der Rest, ich habe weder BWL noch VWL studiert, Gott bewahre, ich interessiere mich überhaupt nicht für … Moment. Gerade fällt mir ein, ich arbeite in einer Finanzabteilung. Contenance.

Ich staune jedenfalls immer noch, das wollte ich nur eben sagen, wie viele Geschäfte und Gastrobetriebe Corona bis heute überlebt haben, das beweist mir ausreichend, dass ich offensichtlich nicht genug von Wirtschaft verstehe. Es ist doch komplett kontraintuitiv, oder nicht?

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Hier eine Fortsetzung aus Frankreich, ich glaube, die hatte ich noch nicht.

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