Buddenbohm brät Bitteres

Rezept

Ich erwähnte bereits irgendwann, dass mir Katharina  Seiser auch den Vorgänger von “Deutschland vegetarisch” hat zukommen lassen, nämlich “Österreich vegetarisch”. Deswegen wird nun manchmal gewechselt, ich springe von Buch zu Buch, von Landesküche zu Landesküche, von Vokabular zu Vokabular. Letzteres ist natürlich besonders schön, denn die österreichischen Bezeichnungen für Lebensmittel klingen durchweg so, als müsse dort drüben alles besser schmecken, angenehmer gefärbt sein, aromatischer ausfallen und so weiter. Ich meine, Paradeiser! Das sagt doch schon alles.

Auch wenn das Buch Norddeutsche wie mich durchaus vor einige Rätsel stellt. Ich habe z.B. ziemlich lange überlegt, wieso in einem vegetarischen Kochbuch dauernd “speckige Kartoffeln” empfohlen werden. Wie soll man auch wissen, dass die Österreicher speckig sagen, wenn sie festkochend meinen? Sie beziehen das anscheinend auf die Konsistenzähnlichkeit von diesen Kartoffeln zu gekochtem Speck, wenn ich es recht verstehe. Wer aber würde Speck überhaupt kochen? Speck gehört gebraten, und zwar zu einer Scholle, aber die ist nicht vegetarisch. Weder in ihrer Ernährung noch als Nahrung. Und ich finde es übrigens schön zu wissen, dass jetzt manche unter ihnen schnell die Wikipedia aufmachen, um nachzuschlagen, ob Schollen wirklich nicht vegetarisch leben. Ja, wusste ich es doch.

Die Rezepte aus Österreich kommen mir auf den ersten Blick etwas komplizierter vor als die aus Deutschland, aber das gilt womöglich auch für die Menschen dort, dann passt das, was weiß ich. Ich beginne mit “Gebratenem Chicorée mit theoretischer Petersilienwurzelsauce”. Das theoretisch stammt natürlich von mir, Petersilienwurzel ist hier nämlich gerade nicht aufzutreiben. Das habe ich aber geschickt gelöst, fast wie ein gestandener Foodblogger sogar, so viel Eigenlob muss sein.

Chicorée ist ein bitteres Gemüse und bitter kommt eher selten auf den Teller. Nicht wenige Menschen werden das Zeug noch gar niemals gebraten haben, siehe auch Radicchio, aber dazu später. Ich mag das allerdings gern, und zwar etwa einmal im Monat. Das ist endlich einmal eine Pause von den zehn, zwölf großen Geschmacksgruppen, nach denen sonst alles schmeckt. Also eine Pause vom italienisch-tomatigen Essen, von indisch-curryhaften, chinesisch-soyamäßigen, deutsch-bratensoßigen, fischigen, süßen und sonstigen Hauptgruppen, wie viele gibt es da wohl? Egal, das Bittere führt sicher eine eher randständige Existenz im Lebensmittelmarkt. Umso schöner, es ab und an zu zelebrieren.

Kindern kann man aber selbstverständlich mit Bitterem nicht kommen, da schlagen die Instinkte Alarm. Bitteres könnte immerhin giftig sein. Vor das Rezept notieren mitlesende Eltern daher bitte in Klammern: “Für die Kinder Spaghettiwasser aufsetzen und verfahren wie immer, wenn einem überhaupt nichts einfällt”.

Unter uns Erwachsenen brauchen wir für 4 Personen 4 nicht zu große Chicorée. Gerade nachgeschlagen: es gibt tatsächlich keinen Plural zu Chicorée. Nehmen Sie dennoch 4 Stück. Wenn man so einen Chicorée in die Hand nimmt, ich muss noch einmal kurz abschweifen, fühlt er sich übrigens verblüffend, wirklich verblüffend exakt wie der Leib eines Vogels an. Ich stand eine ganze Weile sinnend in der Küche und überlegte mit dem Gemüse in der Hand, wieso mir das Gefühl eigentlich so seltsam bekannt vorkam, bis mir wieder einfiel, dass mein Vater früher einmal Tauben gezüchtet hat. Das war in etwa diese Anmutung, so eine Taube in der Hand. Ein Gefühl natürlich, das die meisten nicht kennen werden, wobei wir den Witz mit dem Spatz an dieser Stelle jetzt aber eiskalt auslassen wollen. Der Vergleich kommt auch gar nicht ganz hin, so eine Taube ist nämlich doch rundlicher als das schlanke Gemüse, korrekt als Vergleichsobjekt ist wohl eher ein Nymphensittich und, da muss man ehrlich sein, noch korrekter ist ein toter Nymphensittich. Ohne Schwanz und Kopf. Wenn man das recht bedacht hat, brät sich das Gemüse übrigens irgendwie anders, es ist ganz merkwürdig.

Der Chicorée soll auf eine Sauce aus Petersilienwurzeln, ich habe das getauscht gegen einen halben Zeller, wir benennen das hier natürlich korrekt mit den Vokabeln aus dem Nachbarland, und einer ganzen Pastinake. Und das klappt gut, das ergibt etwas sehr Essbares.  Den halben Zeller und die Pastinake schälen und zerlegen und wirklich klein würfeln, dann in Butter anschwitzen. Mit etwa 250 ml Gemüsebrühe ablöschen und einen Schuss Zitrone dazugeben. Köcheln lassen. 1 TL Speisestärke in einer Tasse kaltem Wasser auflösen und das Gemüse damit binden. Auch eine Premiere im Leben, das habe ich noch nie gemacht.

Den toten Nymphensittich Chicorée beherzt halbieren und den Bürzel Strunk herausschneiden, ich halte den allerdings auch für essbar. Mit Salz und Pfeffer würzen und in Öl und Butter langsam weich und hellbraun braten. Das dauert ein wenig, da kann man zwischendurch die Nudeln für die Kinder auf den Weg bringen.

Den Chicorée mit Petersilie auf das andere Gemüse drapieren, sofern es denn zwischenzeitlich weich genug worden ist. Fotografieren, essen. Das ist eine tolle und auch dekorative Vorspeise oder eine Hauptmahlzeit für nicht sehr hungrige Gäste.

Chicorée

Eine abschließende Anmerkung zu Radicchio noch, das andere bittere Zeug im Gemüseregal. Verblüffend viele Menschen scheinen nicht zu wissen, dass man den auch braten kann, weswegen ich hier kurz verbreiten möchte, wie man daraus eine Nudelsauce macht, das wird in diesem Haushalt nämlich regelmässig so gehandhabt. Radicchio zerlegen, Strunk heraussschneiden. In Olivenöl langsam anbrutzeln, bis er bräunlich wird und damit plötzlich ganz und gar nicht mehr fotogen ist. Dann aus dem Handgelenk eine wie auch immer geartete Mischung aus Sahne, Milch, Ricotta oder artverwandten Produkten dazugeben und rühren, bis es eine angemessene Nudelsaucenkonsistenz hat. Pfeffer, Salz, Muskat. Super Sauce in 10 Minuten.

Und heute abend gehe ich übrigens ins Restaurant Trific und lasse mich von Stevan Paul bekochen, dem Autoren von “Deutschland vegetarisch”. Und weil das ein festes Menü ist, werde ich doch tatsächlich einmal Wein zum Essen trinken. Immer mutig voran!

Ich werde berichten.

 

 

Woanders – diesmal mit einer Tagung, Angst, Lego und anderem

Der Herr Wolf war auf einer Tagung und ich fand seinen Bericht sehr lesenswert.

Die Wissenschaft belegt, was Romanautoren seit Hunderten von Jahren wissen.

Nikola Richter über Browserbooks.

Und hier etwas über die Verlagsszene der USA.

Frau Herzbruch über Lego-Nerds.

Der Sohn von Percanta denkt über den Nikolaus nach.

Ich habe drüben bei den Schweden die Sache mit der Weihnachtsbäckerei erklärt.

Ein wunderbares Zitat von Beckett mit einem wunderbaren Bild von Beckett. Zum Ausschneiden und an den Spiegel hängen.

Bilder: Rotierende GIFs.

Bilder: Nebensaison. Sozusagen.

Bilder: alternde Popstars. Via Kaltmamsell.

Bilder: 4 Generationen oder noch mehr.

Bilder: Spiegelungen in Kopenhagen.

 

Was bleibt

Wir haben wieder eine Grundschule besichtigt, weil der größere Sohn nächstes Jahr in die Schule kommt. Da wurde ein Tag der offenen Tür veranstaltet, da konnte man sich alles einmal in Ruhe ansehen. Und natürlich ist alles ganz anders als damals in den Siebzigern, als ich selbst in die Grundschule ging. Wir hatten ja nichts! Wir hatten zumindest nicht so überaus liebevoll gestaltete Klassenräume, die fast wie Kinderzimmer aussehen. Wir hatten auch keine nette Schulkantine mit Bio-Essen, wir hatten keinen Spielplatz mit Rutsche und riesigem Klettergerüst auf dem Schulhof.  Die Schule gibt sich heute die größte Mühe, einen freundlichen Eindruck zu machen, als ein schöner Ort zu wirken, das sieht man auf den ersten Blick. All das gab es früher überhaupt nicht, da war ich tatsächlich positiv beeindruckt.  Wir gingen zur Begrüßung in die Aula, wo die Elternschaft erst einmal von einer Dame in drei Teile geteilt wurde, mit raumgreifenden Gesten, wie man sie von den Stewardessen bei der Sicherheitsbelehrung kennt. „Nun singen wir alle zusammen einen Kanon!“

Und ehe man sich versah, war man schon mitten in der ersten Strophe von „Hejo, spann den Wagen an“. Leicht verwirrt, ob man an der richtigen Stelle war, etwas verblüfft, dass überhaupt jemand mitsang, hektisch rätselnd, ob es dabei eigentlich mehrere Strophen gab oder nicht. Natürlich ging der Kanon am Ende nicht auf, sondern endete im unschönen Stimmengewirr. Natürlich bestand die unzufriedene Musiklehrerin darauf, das Ganze gleich noch einmal zu singen. Das musste doch klappen? Mit etwas mehr Mühe vielleicht? Auch mit denen dahinten, die eben gar nicht richtig mitgesungen haben? Ihr Blick traf meinen Blick.

Und da war mir dann doch klar: Manches ändert sich nie.

(Dieser Text erschien als Sonntags-Kolumne in den Lübecker Nachrichten und in der Ostsee-Zeitung)

Dialog am Nachmittag

Ich: “Ach, ich hab ja was vergessen! Herrje, ich bin so ein Blödmann.”

Sohn II: “Papa! Du bist ein schöner Mann, ein großer Mann, du bist überhaupt der Obermann. Aber du bist ganz bestimmt kein Blödmann.”

Und dann wundern sich natürlich alle, wieso der Mann im Mittelgang des Drogeriemarktes da sein Kind so wild drückt und knutscht und mit ihm auf dem Arm lachend herumhüpft und so ein seltsames Glänzen in den Augen hat. Na, Eltern sind eben komisch. Das bringt der Job so mit sich, das bleibt nicht aus.

Woanders – Der Wirtschaftsteil

In unserer bekannt wilden Unberechenbarkeit beginnnen wir zur Abwechslung einmal mit einem Film. Investieren Sie zehn Minuten und sehen Sie sich das bitte an. Das trifft so herrlich viele unserer Kernthemen hier – es geht um den Gegensatz von Handarbeit und Industrie, es geht um liebevolle Arbeit, um nachhaltige Arbeit, um eine altmodische Einstellung zur Arbeit, um altmodisches Arbeitsgerät und natürlich auch um den Sinn der Arbeit, darum sogar ganz besonders. Und ganz nebenbei überlegen Sie bitte: Kann das wirklich ernst gemeint sein? Und wenn nein, warum eigentlich nicht? Und wenn doch, wie üben Sie selbst denn Ihren Beruf aus? Mit ähnlicher Akribie? Und nun Film ab.

Falls Sie jetzt immer noch über die Ernsthaftigkeit des Filmbeitrags nachdenken: gucken Sie bitte kurz hier, bevor wir uns anderen Themen zuwenden.

Wer im Dezember durch irgendeinen wilden Zufall zwischendurch Schokolade kauft, der möchte vielleicht noch diesen eher betrüblichen als besinnlichen Text zur Kenntnis nehmen. Und was gibt es überhaupt Weihnachten, zum Festmahl? Es soll doch nicht immer Fleisch sein, das soll ja Nachteile haben. Vielleicht lieber Fisch? Womöglich Lachs? Ja, wir hören schon auf. Man verträgt das alles sowieso nicht mehr. Ein Artikel übrigens, der mit einer gewissen Dringlichkeit zu empfehlen ist.

Als Smalltalkbegriff empfehlen wir “soft law”, eine nähere Erklärung findet sich in diesem Artikel hier, in dem es um Klagen gegen Konzerne geht. Es ist selbstverständlich kompliziert.

Der Designlink der Woche schließlich führt zu einem Haus aus Lehm zu einem wirklich, wirklich günstigen Preis. Und es ist niedlich, da gibt es nichts. Superniedlich.

 

GLS Bank mit Sinn

Dialog am Abend

Ich: „Weißt du eigentlich noch, was man Weihnachten feiert? Wer wurde da geboren?“

Sohn II: „Äh…. nein, das weiß ich gerade nicht.“

Ich: „Nein? Kleiner Hinweis: es geht um ein ganz besonderes Kind.“

Sohn II: „Um mich?“

Herzlichen Dank…

… an die Leserin S. und den Leser A., die uns „Weihnachten im Stall“ von Astrid Lindgren und die TV-Komplettbox „Michel aus Lönneberga“, natürlich nach den Büchern von Astrid Lindgren geschickt haben. Das gehört zu den wenigen Fernsehserien, deren Titelmelodie bei mir eine gewisse Instant-Sentimentalität auslösen. Und das Buch kenne ich gar nicht, nanu. Große Freude!

Versuch über die Stemmelkortkonsistenz

Weiter in dieser Reihe.

 
Stemmelkort

Wie bereits angekündigt bin ich mit den ganz einfachen Rezepten nahezu durch und nähere mich nun fortgeschrittener Bastelarbeit am Herd an, die Wirsingroulade am Horizont wurde neulich schon angedeutet. Auf dem Weg dahin heute ein Rezept, das alle Welt einfach finden wird, nur ich nicht. Denn, hier muss wieder etwas bekannt werden, ich kann keine Sachen braten, die man vorher zusammenmengen muss. Also Frikadellen, Bratlinge, Puffer, was auch immer. Ich bin darauf abonniert, diese Teilchen so zu verfertigen, dass sie sich entweder bei der ersten Berührung mit der Pfanne wieder in ihre Bestandteile auflösen oder aber sich nach einigen spannenden Minuten äußerlich in Grillkohle verwandeln, während sich innen die Salmonellen noch behaglich räkeln. Es ist ein Küchenfluch, siehe in meinem Fall auch -> Auflauf. Gleiches Problem, nur mit ohne Bratpfanne.

Das Rezept von heute man kann als etwas kryptisch bezeichnen, ich habe nämlich im Laufe des Tages jedem erzählt, was ich am Abend vorhatte – und habe dabei niemanden getroffen, der das Wort schon einmal gehört hat: Stemmelkort. Genauer Stemmelkort mit Feldsalat in Buttermilchdressing. Das ist, lassen Sie sich von meinem gleich folgenden Lamento über die Bratlingkonsistenz nicht ablenken, saulecker, das kann man ruhig kennen. Stemmelkort also, es handelt sich um einen Ausdruck aus dem Westfälischen. Man könnte das auch als Möhrenpuffer bezeichnen, aber wer würde das tun, wenn es ein besseres Wort gibt. Außerdem würde ich Möhrenpuffer nicht zubereiten, denn Möhrenpuffer klingen definitiv uncool, so etwas kommt mir nicht auf den Herd. Dagegen Stemmelkort – gar kein Problem. Stemmelkort bei Buddenbohm, das hat doch was, schon vom Klang her.

650 Gramm Möhren schälen und ansonsten unversehrt mit einem Lorbeerblatt und einem Sternanis in 800 ml Gemüsebrühe 20 bis 25 Minuten kochen. Danach sind sie weich, sagt das Rezept – ich aber sage Euch, dass nur besonders devote Möhren schon nach 20 Minuten wirklich weich sind, meine waren es eher deutlich später. Mit Betonung auf deutlich. Die irgendwann doch noch weich gewordenen Möhren aus der Brühe nehmen, ohne den Sternanis und das Lorbeerblatt zerstampfen und abkühlen lassen. Im Kochbuch steht an dieser Stelle NICHT PÜRIEREN hervorgehoben, das wird also seinen Sinn haben, daran sollten Sie sich auch halten. Also schön stampfen. Danach 150 Gramm rohe Möhren raspeln, 1 Zwiebel in feine Würfel schneiden, beides zusammenwerfen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Ich habe bei der Suche nach einer Rohkostreibe zu meiner Überraschung festgestellt, dass ich ein küchenmaschinenähnliches Gerät besitze, es ist doch immer spannend, was in den Schränken ist, die man nicht so oft aufmacht. Ich habe mir dann natürlch die Mühe des Reibens und Würfelns gespart und Möhren und Zwiebeln in die Maschine geworfen. Und auf einen Knopfdruck hin atomisiert. Wirklich beeindruckend, was für ein Leistungsvermögen so kleine Maschinchen heutzutage haben. Das nächste Mal lasse ich den Knopf nicht eine Minute lang gedrückt.

Einen EL Mehl, einen TL Backpulver und einen EL Semmelbrösel sowie ein Ei unter die atomisierten Möhren und die Zwiebel geben. Möhrenstampf dazu, alles vermengen und dabei evtl. vorhandenen Kindern möglichst souverän erklären, wieso Papa mit dem Essen herumspielen darf und sie nicht. 10 Minuten quellen lassen. Also den Karottenpamps, nicht die Kinder.

Bratbratbrat

Butterschmalz oder anderes Fett in einer Pfanne erhitzen und esslöffelweise Puffermasse hineinwerfen. Flachdrücken und, so das Kochbuch, bei mittlerer Hitze von jeder Seite 3 bis 4 Minuten braten. Normale Menschen haben danach leckere Puffer, ich habe danach rohe Klopse mit leichten Verbrennungen außen. Aber nach dem zehnten Esslöffel hatte auch ich das richtige Verhältnis aus Menge, Druck, Hitze, Zeit und Wendung heraus, das war total spannend und hat irgendwie auch Spaß gemacht. Jedenfalls mir, der hungrigen Familie nicht unbedingt, die gerne deutlich schneller vorzeigbare Ergebnisse in größeren Mengen gehabt hätte. Denn die Dinger schmecken wirklich gut. Etwas überraschend ist dieser Geschmack, irgendwo zwischen Nachtisch und Hauptgericht, jedenfalls faszinierend. Früher wurden die zum Kaffee gereicht, das kann man sich sehr gut vorstellen. Ich habe dazu ein sehr schwarzes Schwarzbier vom Schwaben-Bräu getrunken, das ist eine Hammerkombination, wie füreinander gemacht.

Rezept

Für den Salat dazu 100 ml Buttermilch mit 100 g saurer Sahne, einem EL Apfelessig und einem EL Sonnenblumenöl verrühren. Salz, weißer Pfeffer, etwas Zucker, ordentlich rühren und über den Feldsalat kippen, fertig. Der frische, säuerliche Geschmack des Salats zu dem erdig-dunklen Stemmelkort, das ist so gut, das kann man auch Gästen servieren, sofern man denn in akzeptabler Zeit genug Puffer braten kann und nicht ellenlange Versuchsreihen braucht.

Anrichten, fotografieren, essen. Das ist kinderkompatibel, zufällig anwesende Gäste fanden es auch gut, alle waren zufrieden. Stemmelkort.

Kann man sich ja mal merken.

Stemmelkort mit Salat

Kurz und klein

 

Herzlichen Dank…

… an die Leserin S. aus B., die den Söhnen eine Spielesammlung geschickt hat. Dann wird es wohl Zeit, sich an die ganzen Regeln zu erinnern, ich kann das alles gar nicht mehr. Dame? Komplett gelöscht, als hätte ich es nie gespielt. Schlimm!